Wave XXL-Optionsscheine auf Netflix: Hat der Videodienstleister ein Wachstumsproblem? Optionsscheineanalyse


20.07.18 14:16
Meldung
 
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DS4XRW6 / WKN DS4XRW ) und einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DS4XT23 / WKN DS4XT2 ) der Deutschen Bank auf die Aktie von Netflix (ISIN US64110L1061 / WKN 552484 ) vor.


Am 16. Juli habe Netflix die Zahlen zum zweiten Quartal 2018 bekannt gegeben und damit als erster der großen US-Technologieunternehmen seine Dreimonatsbilanz veröffentlicht. Die Reaktion an den Börsen sei eindeutig negativ gewesen, der Kurs habe zweistellig nachgegeben. Kein Wunder, denn das Wachstum bei den Neukunden sei deutlich unter den Erwartungen ausgefallen. Der Abgesang auf Netflix könnte aber dennoch zu früh erfolgen.

Insgesamt hätten sich laut Unternehmensangaben im zweiten Quartal nur 5,2 Millionen Menschen entschieden, neuer Kunde bei Netflix zu werden. Das sei 1 Million weniger als der Streaming-Anbieter selbst erwartet habe. Dabei habe sowohl der Heimatmarkt USA, wo statt der 1,19 Millionen erwarteten lediglich 670.000 Neukunden zu verzeichnen gewesen seien, als auch die restlichen Regionen enttäuscht. Weltweit habe sich der Kundenzuwachs zwischen März und Juni auf plus 4,47 Millionen belaufen gegenüber erwarteten plus 4,97 Millionen. Für das dritte Quartal 2018 wiederum stelle das Unternehmen selbst einen Anstieg der Neukunden von 5 Millionen in Aussicht. Damit würde Netflix Ende September 2018 auf rund 135 Millionen Kunden kommen.

Die operativen Zahlen von Netflix könnten sich trotz des etwas langsameren Wachstums sehen lassen. Der Umsatz sei zwischen März und Juni um 40,3 Prozent auf 3,91 Mrd. US-Dollar gestiegen. Analysten hätten laut Reuters allerdings einen Umsatz von 3,94 Mrd. US-Dollar. Der Gewinn sei auf 384 Mio. US-Dollar bzw. 85 Cents je Aktie gestiegen. Analysten hätten laut Reuters dagegen nur ein Plus auf 79 Cents prognostiziert.

Mit Blick auf das dritte Quartal 2018 habe Netflix indes ebenfalls die Erwartungen dämpfen müssen. Während Analysten laut Reuters-Schätzungen für den Zeitraum Juli bis September einen Umsatzanstieg von 2,98 Mrd. US-Dollar auf 4,13 Mrd. US-Dollar sowie einen EPS-Anstieg von 29 auf 73 Cents prognostizieren würden, stelle Netflix selbst lediglich ein EPS von 68 Cents bei Umsätzen von 3,99 Mrd. US-Dollar in Aussicht.

Trotz des schwächeren Wachstums habe Netflix auch Positives zu berichten gehabt. Erstmals sei es dem Streaming-Anbieter gelungen, mehr Emmy-Nominierungen zu erhalten als dem rivalisierenden Kabelsender HBO. Während Netflix für die am 17. September verliehenen Fernsehpreise 112 Nominierungen erhalten habe, kämen HBO nur auf 108 und NBC auf 78. Die Streaming-Konkurrenten hulu und amazon prime seien mit 27 bzw. 22 Nominierungen weit abgeschlagen. Damit setze Netflix neue Maßstäbe bei der Qualität seiner Inhalte, was auch bei den Zuschauern Anklang finden sollte. Neben den bekannten Serienformaten setze Netflix inzwischen auch erfolgreich auf eigenproduzierte Filme.

Wer also mit Blick auf die schwächeren Wachstumszahlen eines Quartals das Vertrauen in Netflix verloren habe, könnte also am Ende das Nachsehen haben. Langfristige Beobachter würden sich an das zweite Quartal 2016 erinnern, als eine ähnliche Delle zu beobachten gewesen sei, die jedoch in den Folgequartalen eindrucksvoll habe ausgeglichen werden können.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Netflix-Aktie erwarten würden, könnten mit einem klassischen Optionsschein Call der Deutschen Bank (Laufzeit bis zum 19.12.2018) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liege derzeit bei 9,28. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem klassischen Optionsschein Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 14,17; Laufzeit bis zum 19.12.2018) auf fallende Kurse der Netflix-Aktie setzen. (Stand vom 19.07.2018) (20.07.2018/oc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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