Thyssenkrupp Aktie: Der Milliarden-Joker!
Thyssenkrupp navigiert zwischen Produktionsstillständen durch chinesische Importe und der Finanzierung seiner grünen Stahlstrategie, wobei ein möglicher Exit aus der TK-Elevator-Beteiligung Milliarden freisetzen könnte.

Kurz zusammengefasst
- Produktionsstillstände durch chinesische Stahlimporte
- Möglicher Milliarden-Exit aus TK-Elevator-Beteiligung
- Bau der grünen Direktreduktionsanlage läuft
- Wichtige Termine für Halbjahresbericht und EU-Zölle
Pünktlich zum heutigen Start der Branchenmesse Tube 2026 in Düsseldorf präsentiert sich Thyssenkrupp als Vorreiter der Energiewende. Während der Konzern wasserstofffähige Stähle für neue Pipelines ins Rampenlicht rückt, kämpft das operative Kerngeschäft mit massiven Verwerfungen. Die Diskrepanz zwischen der milliardenschweren grünen Zukunftsvision und dem harten Industriealltag prägt derzeit die gesamte Konzernstrategie.
Importdruck erzwingt Stillstände
Hinter den Kulissen des Messeauftritts stehen Teile der Produktion still. Chinesische Exporte von kornorientiertem Elektroband überschwemmen den europäischen Markt. Seit 2022 haben sich die Importe dieses für Transformatoren wichtigen Materials verdreifacht. Als Reaktion musste Thyssenkrupp die Produktion in Gelsenkirchen und im französischen Isbergues temporär aussetzen, wovon rund 1.200 Mitarbeiter betroffen sind.
Gleichzeitig treibt das Unternehmen den Bau der Direktreduktionsanlage in Duisburg voran. Der Spagat zwischen dringend nötigen Einsparungen im Tagesgeschäft und den immensen Kosten der bis 2045 angestrebten Klimaneutralität fordert das Management massiv heraus.
Frisches Kapital durch Portfolioumbau
Um diesen Kraftakt zu finanzieren, beschleunigt Thyssenkrupp die Bereinigung seiner Geschäftsbereiche. Die europäische und nordamerikanische Automatisierungssparte wurde an Agile Robots veräußert. Deutlich mehr Gewicht hat jedoch die verbliebene Beteiligung von 16,2 Prozent an der ehemaligen Aufzugstochter TK Elevator.
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Die Haupteigentümer prüfen für die zweite Jahreshälfte 2026 einen Börsengang oder Direktverkauf. Branchenkreise taxieren die Gesamtbewertung des Aufzugbauers auf bis zu 25 Milliarden Euro. Ein Exit würde Thyssenkrupp einen massiven Kapitalzufluss bescheren, der dringend für Investitionen in grünen Stahl und den Schuldenabbau benötigt wird.
Wichtige Fristen rücken näher
An der Börse honorieren Anleger die jüngsten Bemühungen vorsichtig. Mit einem aktuellen Kurs von 8,39 Euro verzeichnet das Papier auf Wochensicht ein spürbares Plus von 7,59 Prozent, auch wenn die Jahresbilanz mit einem Abschlag von über 13 Prozent noch deutlich negativ ausfällt.
Für die weitere Preisbildung liefern die kommenden Monate konkrete Richtungsentscheidungen:
- Mai 2026: Veröffentlichung des Halbjahresberichts mit erwarteten Details zur Zeitplanung des TK-Elevator-Exits.
- 1. Juli 2026: Mögliches Inkrafttreten neuer EU-Schutzzölle auf Stahlimporte, wobei ein parlamentarischer Vorschlag die Verdopplung der Abgaben auf 50 Prozent vorsieht.
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