Es ist offiziell: Die automobile Weltordnung hat sich verschoben. BYD hat Tesla überholt und ist nun der größte Hersteller von reinen Elektrofahrzeugen weltweit. Doch der Jubel über den historischen Sieg wird von alarmierenden Signalen aus dem chinesischen Heimatmarkt begleitet. Die große Frage für Anleger lautet: Kann die massive globale Expansion die deutliche Abkühlung im Inland kompensieren?
Historische Wachablösung
Erstmals in der Geschichte verdrängt BYD den US-Rivalen von der Spitze. Mit insgesamt 2.256.714 verkauften vollelektrischen Autos im Jahr 2025 – ein Plus von fast 28 Prozent – distanzieren die Chinesen Tesla deutlich. Elon Musks Konzern musste hingegen einen Rückgang der Auslieferungen um rund 9 Prozent auf 1,64 Millionen Fahrzeuge hinnehmen.
Dieser Vorsprung von über 600.000 Einheiten unterstreicht, wie resilient sich die breite Marktstrategie von BYD gegenüber der alternden Modellpalette der Amerikaner erweist. An der Börse wird die Bewertungslücke zwischen den beiden Giganten bereits neu kalkuliert.
Warnsignale im Heimatmarkt
Trotz des Jahreserfolgs trübt der Blick auf die Dezember-Daten das Bild. Im chinesischen Heimatmarkt sanken die Verkäufe von „New Energy Vehicles“ (NEV) um über 18 Prozent auf rund 420.000 Fahrzeuge – der vierte Monat in Folge mit verlangsamtem Wachstum. Ein brutaler Preiskampf und zunehmende Marktsättigung fordern ihren Tribut.
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Ganz anders stellt sich die Lage im Ausland dar, wo das Geschäft förmlich explodiert:
- Export-Rekord: Neuer Höchststand mit 133.172 Einheiten im Dezember.
- Wachstum: Ein massiver Anstieg von 133 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
- Strategie: Das Auslandsgeschäft wird zum entscheidenden Puffer gegen den Margendruck im Inland.
Neue Spielregeln für 2026
Anleger müssen nun die veränderten Rahmenbedingungen beachten. Seit dem 1. Januar 2026 gelten in China strengere Subventionskriterien. Das prozentuale System ersetzt feste Rabatte, was BYD vor die Wahl stellt: Preise für günstige Modelle erhöhen oder die Kosten selbst tragen, um gegen Konkurrenten wie Xiaomi wettbewerbsfähig zu bleiben.
Das Unternehmen steuert bereits gegen: Mit einem Exportziel von 1,5 bis 1,6 Millionen Fahrzeugen für das laufende Jahr soll die Abhängigkeit vom schwierigeren Heimatmarkt verringert werden. Der Markt bewertet diesen strategischen Schwenk und den Sieg über Tesla derzeit positiv – die Aktie reagierte mit einem Anstieg auf rund 10,95 Euro. Entscheidend für die Nachhaltigkeit dieses Trends wird sein, ob die internationalen Gewinne die wegfallenden Subventionen in China dauerhaft auffangen können.
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