ABO Energy Aktie: Solar-Zuschläge

ABO Energy erhält in der aktuellen Ausschreibungsrunde Zuschläge für drei Solarparks mit insgesamt 50 MWp. Der operative Fortschritt steht im Kontrast zur laufenden finanziellen Sanierung des Unternehmens.

Kurz zusammengefasst:
  • Zuschläge für drei Photovoltaik-Projekte erhalten
  • Gesamtleistung von rund 50 Megawatt Peak
  • Durchschnittlicher Zuschlagswert bei 5,00 Cent/kWh
  • Baubeginn für Herbst 2026 vorgesehen

Drei neue Solarpark-Zuschläge mitten in der Sanierungsphase: ABO Energy (ehemals ABO Wind) meldet operativen Fortschritt, obwohl das Unternehmen finanziell unter Druck steht. Die Bundesnetzagentur hat in der aktuellen Runde Tarife für Projekte mit insgesamt rund 50 MW vergeben. Doch wie viel Gewicht hat dieser Erfolg, wenn parallel ein Sanierungskonzept entstehen muss?

  • Zuschläge: 3 Photovoltaik-Projekte, zusammen ca. 50 MWp
  • Ø Zuschlagswert: 5,00 Cent/kWh
  • Baustart: Herbst 2026
  • Nachrüstung: Batteriespeicher ab 2027 geplant

Drei Standorte, klarer Zeitplan

Die Zuschläge verteilen sich auf drei Bundesländer. Das größte Teilprojekt entsteht in Schlangenbad (Hessen) mit 20 MWp. Hinzu kommen Ober-Olm (Rheinland-Pfalz) mit 18,9 MWp sowie Schieder-Schwalenberg (Nordrhein-Westfalen) mit 10,55 MWp.

ABO WIND AG

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Der Bau soll im Herbst 2026 starten. Für 2027 ist eine Nachrüstung mit Batteriespeichern vorgesehen. Die drei Vorhaben gehören zu einem größeren Paket aus acht Hybridprojekten mit insgesamt 100 MWp Photovoltaik und 80 MW Batteriespeicherleistung.

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Ausschreibung überzeichnet – Konditionen leicht höher

Die Runde war stark umkämpft: Auf 2.328 MW ausgeschriebene Menge kamen Gebote über 5.247 MW. ABO Energy erzielte dabei im Schnitt 5,00 Cent je kWh und lag damit leicht über den Werten der vorherigen Runde.

Operativer Fortschritt trotz Sanierungsdruck

Die Meldung fällt in eine für Aktionäre schwierige Phase. Ende Januar hatte das Unternehmen ein Stillhalteabkommen mit wesentlichen Finanzgläubigern geschlossen, um Zeit für ein Sanierungskonzept zu gewinnen. Für 2025 stellte das Management zuletzt einen Konzernjahresfehlbetrag von rund 170 Mio. Euro in Aussicht.

Die aktuellen Zuschläge zeigen vor allem eines: Die Projektpipeline arbeitet weiter, und Vorhaben kommen trotz Restrukturierung durch die regulatorischen Prozesse. Als nächster konkreter Meilenstein gilt der geplante Baustart im Herbst 2026, gefolgt von der Speicher-Nachrüstung im Jahr 2027.

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