Umsatz und Auftragseingang übertreffen die Erwartungen, der Betriebsgewinn springt um 60 Prozent. Trotzdem reagierten Anleger auf die Jahresergebnisse 2025 von Stadler Rail mit Verkäufen. Der Grund: Beim Reingewinn und beim freien Cashflow blieb das Schweizer Bahnunternehmen hinter den Analystenschätzungen zurück.
Solide Erholung, aber Profitabilität enttäuscht
Nach einem von Naturkatastrophen geprägten Krisenjahr 2024 meldete Stadler Rail für 2025 einen Umsatz von 3,7 Milliarden Franken — ein Plus von 13 Prozent. Der EBIT kletterte auf 160,6 Millionen Franken, was einer Marge von 4,4 Prozent entspricht. Der Reingewinn verdoppelte sich beinahe auf 100,7 Millionen Franken, lag damit aber dennoch unter den Konsenserwartungen.
Belastend wirken weiterhin die Nachwehen der Valencia-Flutkatastrophe. Rund 350 Millionen Franken Umsatz mussten auf 2025 und 2026 verschoben werden. Lieferkettenprobleme und ein negativer freier Cashflow trüben das Bild zusätzlich.
Rekordbücher, ambitionierter Ausblick
Auf der Auftragseite zeigt sich Stadler Rail in starker Verfassung. Der Auftragsbestand wuchs auf 32,3 Milliarden Franken — genug, um die Produktionskapazitäten für mehrere Jahre auszulasten. Für 2026 peilt das Unternehmen erstmals einen Umsatz von deutlich über 5 Milliarden Franken an, kombiniert mit einer EBIT-Marge von über 5 Prozent. Mittelfristig soll die Marge auf 6 bis 8 Prozent steigen.
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Dass diese Ziele bislang nicht im Aktienkurs eingepreist waren, wertet der Markt zumindest teilweise positiv. Allerdings gehört die Aktie laut UBS zu den am stärksten leerverkauften Titeln im Schweizer Markt — ein Zeichen erheblicher Skepsis gegenüber der Erreichbarkeit dieser Ziele.
Bewertungsabschlag als Chance oder Warnsignal?
Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 10 notiert Stadler Rail mit einem deutlichen Abschlag gegenüber Wettbewerbern wie Siemens und Alstom, die mit dem 13- bis 17-fachen Gewinn bewertet werden. Heute legte die Aktie trotz der gemischten Reaktion kräftig zu und notiert bei 22,32 Euro — ein Tagesplus von über 12 Prozent, nachdem sie gestern noch auf dem 52-Wochen-Tief geschlossen hatte.
Die erstmals kommunizierte EBIT-Margenguidance für 2026 liefert nun einen konkreten Prüfstein: Gelingt es Stadler, die angepeilte 5-Prozent-Marge zu erreichen, dürfte sich der Bewertungsabschlag zur Branche spürbar verringern. Verfehlt das Management das Ziel erneut, bleibt der Druck durch Short-Seller bestehen.
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