RWE Aktie: Fokus auf Kernmärkte

RWE zieht sich aus dem schwedischen Windmarkt zurück und konzentriert Kapital auf milliardenschwere Offshore-Vorhaben in Großbritannien. Analysten bewerten die strategische Fokussierung positiv.

Kurz zusammengefasst:
  • Verkauf aller Windkraft-Aktivitäten in Schweden
  • Partnerschaft mit KKR für Offshore-Megaprojekte
  • Analysten heben Kursziele nach Portfolio-Umbau an
  • Neuer Stromabnahmevertrag in Großbritannien abgeschlossen

RWE sortiert sein Portfolio weiter konsequent um: Komplettausstieg aus Schweden, dafür mehr Kapital und Schlagkraft für Großprojekte in Großbritannien. Im Zentrum steht die Frage, ob dieser Strategiewechsel die Grundlage für nachhaltig profitables Wachstum legt – oder Risiken nur verschiebt. Die ersten Reaktionen von Analysten deuten klar in eine Richtung.

Heute schloss die Aktie bei 51,56 Euro und liegt damit nur rund 3,5 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 53,42 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von gut 78 % – der Markt honoriert den eingeschlagenen Kurs bereits deutlich.

Rwe

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Komplettausstieg aus Schweden

RWE zieht sich vollständig aus dem schwedischen Windgeschäft zurück. Am Freitag wurde eine Transaktionsvereinbarung mit dem norwegischen Energieunternehmen Aneo über den Verkauf aller schwedischen Windkraft-Aktivitäten unterzeichnet.

Zum Paket gehören:

  • Onshore-Entwicklungspipeline von 1,8 Gigawatt (GW)
  • Operative Onshore-Windparks mit 124 Megawatt (MW)
  • Offshore-Windpark Kårehamn mit 48 MW
  • Zugehörige Service- und Betriebsteams

Der Abschluss wird im ersten Quartal 2026 erwartet. Für RWE bedeutet der Schritt zweierlei: Kapital wird freigesetzt, und ein Markt mit zuletzt sinkender Attraktivität wird verlassen. Politische und regulatorische Unsicherheiten in Schweden dürften dabei im Hintergrund eine wesentliche Rolle gespielt haben, auch wenn das Unternehmen dies nicht im Detail ausführt.

Parallel meldete RWE heute einen neuen, achtjährigen Stromabnahmevertrag (PPA) mit dem Rechenzentrumsbetreiber Global Switch in Großbritannien. Der Deal stärkt die Auslastung und Visibilität der britischen Aktivitäten und unterstreicht, wohin der strategische Schwerpunkt wandert.

Milliardenprojekte mit KKR in Großbritannien

Der Rückzug aus Schweden steht in direktem Zusammenhang mit einer größeren Neuordnung des Portfolios. Bereits am 14. Januar 2026 hatte RWE eine weitreichende Partnerschaft mit dem US-Finanzinvestor KKR bekanntgegeben.

Kernpunkte dieser Kooperation:

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  • KKR übernimmt 50 % an den Offshore-Windprojekten Norfolk Vanguard East und Norfolk Vanguard West
  • Gesamtinvestitionsvolumen: über 15 Milliarden US-Dollar
  • Geplante Gesamtkapazität: rund 3 Gigawatt
  • Geplanter Betriebsstart: 2029/2030

Die Beteiligung von KKR verschafft RWE zusätzliche Finanzkraft und reduziert das eigene Risiko bei der Umsetzung dieser Großprojekte. Statt die komplette Last der Milliardeninvestitionen allein zu tragen, wird Kapital gebundenen Projekten gemeinsam gestemmt. Das schafft Spielraum, um weitere Wachstumsoptionen in Kernmärkten zu verfolgen.

Der Fokus liegt damit klar auf großen, skalierbaren Offshore-Vorhaben in politisch vergleichsweise berechenbaren Märkten wie Großbritannien – und weniger auf kleineren oder regulatorisch schwierigeren Engagements wie in Schweden.

Analysten honorieren klaren Kurs

Die heutige Nachrichtenlage löste umgehend Reaktionen auf Analystenseite aus. Besonders deutlich positionierte sich Jefferies:

  • Jefferies-Analyst Ahmed Farman bestätigte das Rating „Buy“
  • Kurszielanhebung von 54,00 Euro auf 61,00 Euro

Farman würdigt damit die Kombination aus Portfolio-Bereinigung in Schweden und der Konzentration auf hochprofitable Großprojekte. Die Botschaft: Der klare strategische Fokus und die Kapitaldisziplin werden positiv bewertet.

Bereits nach der KKR-Partnerschaft in der Vorwoche hatte Barclays sein Votum „Overweight“ mit einem Kursziel von 52,00 Euro bestätigt. Damit liegen zwei große Häuser auf einer Linie: Die Neuausrichtung wird als wertsteigernd eingeschätzt.

Charttechnisch spiegelt sich das Vertrauen ebenfalls wider: Mit einem Schlusskurs von 51,56 Euro notiert die Aktie deutlich über ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 46,31 Euro und rund 31 % über dem 200-Tage-Durchschnitt von 39,33 Euro. Der 14-Tage-RSI von 59,8 signalisiert ein solides, aber noch nicht überdehntes Momentum.

Fazit: Klare Priorität auf Rendite

Die vergangene Woche markiert einen Einschnitt in der Strategie: RWE trennt sich von einem ganzen Ländermarkt, um Kapital und Managementaufmerksamkeit auf ausgewählte Kernprojekte zu konzentrieren. Der Verkauf der schwedischen Assets an Aneo beendet ein Engagement in einem Umfeld mit schwierigen Rahmenbedingungen und macht Mittel frei für Großprojekte wie Norfolk Vanguard East und West.

Gemeinsam mit KKR kann RWE diese milliardenschweren Vorhaben mit reduziertem Risiko vorantreiben. Gleichzeitig stützen konkrete Verträge wie der neue PPA mit Global Switch die operative Basis im britischen Markt. In Summe entsteht ein Bild eines Versorgers, der sein Portfolio aktiv entlang klarer Rendite- und Risikoüberlegungen steuert – und dafür von Analysten mit höheren Kurszielen belohnt wird.

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