Vonovia Aktie: Vergütung trifft Nerv
Trotz operativer Trendwende und Gewinn verliert die Vonovia-Aktie massiv an Wert. Die Kritik an der hohen Abfindung für den ehemaligen Chef trifft auf einen nervösen Markt.

Kurz zusammengefasst
- DSW kritisiert üppige Abfindung für Ex-CEO Rolf Buch
- Aktie notiert auf neuem 52-Wochen-Tief nach starken Verlusten
- Konzern meldet operative Trendwende mit Gewinn je Aktie
- Neuer CEO Mucic steht unter Beobachtung vor Quartalszahlen
Starke Geschäftszahlen, schwacher Kurs — und jetzt auch noch Streit um die Abfindung des alten Chefs. Vonovia kämpft gerade an mehreren Fronten gleichzeitig.
Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) kritisierte am 26. März das Abfindungspaket für Ex-CEO Rolf Buch als „üppig“ — und trifft damit einen wunden Punkt. Denn die Aktie hat in den vergangenen 30 Tagen rund 25 Prozent ihres Wertes verloren und notiert auf einem neuen 52-Wochen-Tief. Dass in diesem Umfeld hohe Abgangszahlungen an die Führungsetage fließen, stößt bei Arbeitnehmervertretern und privaten Anlegern gleichermaßen auf Unverständnis.
Operativer Aufschwung, den der Markt ignoriert
Das Paradoxe: Operativ läuft es bei Vonovia besser als lange Zeit. Für das Geschäftsjahr 2025 wies der Konzern einen Gewinn je Aktie von 0,67 Euro aus — nach einem Verlust von 0,42 Euro im Vorjahr. Eine echte Trendwende auf der Ergebnisseite.
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Der Markt quittiert das mit Skepsis. Die Aktie handelt mit einem deutlichen Abschlag zum Nettoinventarwert. Hinter dieser Bewertungslücke steckt vor allem die Frage, ob der Konzern seine Verschuldung schnell genug abbauen kann. Geplante Immobilienverkäufe sollen die Kennziffern verbessern; das Ziel ist eine bereinigte EBITDA-Spanne von 3,2 bis 3,5 Milliarden Euro bis 2028.
Mucic unter Beobachtung
Für den neuen CEO Luka Mucic ist die Governance-Debatte ein unerwünschter Begleiter in einer ohnehin schwierigen Phase. Die Diskussion um Buchsʼ Abfindung lenkt die Aufmerksamkeit auf Fragen der Unternehmensführung — genau dann, wenn Mucic eigentlich mit dem operativen Umbau punkten will.
Die nächste Gelegenheit dazu kommt am 7. Mai, wenn Vonovia die Zahlen zum ersten Quartal 2026 vorlegt. Bis dahin dürfte die Kombination aus Vergütungskritik und anhaltend hohem Zinsdruck den Titel weiter belasten.
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