Rheinmetall Aktie: Ausblick enttäuscht

Der Rüstungskonzern legt schwächere Umsatzerwartungen für 2026 vor, was zu einem Kursrutsch und Analystenkorrekturen führt. Zugleich meldet das Unternehmen Rekordaufträge.

Kurz zusammengefasst:
  • Umsatzprognose für 2026 deutlich unter Konsens
  • Aktienkurs bricht nach Ankündigung ein
  • Auftragsbestand könnte auf 135 Milliarden Euro steigen
  • Führungskräfte kaufen nach Kursverfall Aktien

Der Rüstungskonzern aus Düsseldorf schockte diese Woche mit ersten Umsatzzielen für 2026. Die Zahlen lagen deutlich unter den Erwartungen – die Aktie brach daraufhin um bis zu 9,5 Prozent ein. Während Analysten ihre Prognosen nach unten korrigierten, griffen Insider überraschend zu.

Die wichtigsten Fakten:

Rheinmetall

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  • Umsatzindikation 2026: 13,2 bis 14,1 Milliarden Euro (Mittelwert rund 12 Prozent unter Konsens)
  • Auftragseingang 2026 könnte 80 Milliarden Euro erreichen
  • Auftragsbestand bis Jahresende: circa 135 Milliarden Euro erwartet
  • CEO Papperger und weitere Führungskräfte kauften nach dem Kursrutsch Aktien

Zahlen unter Markterwartungen

In einem Pre-Close-Call am Mittwochabend präsentierte das Management erstmals einen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr. Der angekündigte Konzernumsatz zwischen 13,2 und 14,1 Milliarden Euro blieb klar hinter den bisherigen Analystenschätzungen zurück. Das Unternehmen betonte, es handele sich lediglich um eine erste Indikation, nicht um eine vollständige Prognose.

Für das Verteidigungsgeschäft rechnet Rheinmetall mit einem operativen Umsatz von 15 bis 16 Milliarden Euro. Dieser Wert schließt Beiträge aus der laufenden Übernahme von Naval Vessels Lürssen ein. Nach Konsolidierungseffekten von 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro fällt der berichtete Umsatz entsprechend niedriger aus.

Analysten kappen Kursziele

Die Reaktionen fielen verhalten aus. Berenberg bezeichnete den Ausblick als schwach und senkte das Kursziel von 2.200 auf 2.100 Euro. JPMorgan reduzierte seine Schätzung auf 2.130 Euro und korrigierte die Ergebniserwartungen bis 2030 um bis zu 14 Prozent nach unten. Jefferies verwies darauf, dass Rheinmetall seinen Umsatz bis 2030 dennoch vervierfachen könnte.

Rekordaufträge als Gegengewicht

Trotz der Enttäuschung beim Umsatz präsentierte der Konzern beeindruckende Auftragszahlen. Der Auftragseingang könnte 2026 rund 80 Milliarden Euro erreichen, der Auftragsbestand bis Jahresende auf etwa 135 Milliarden Euro anwachsen. Davon entfallen 67 Milliarden Euro auf deutsche Verteidigungsaufträge.

Das „Arminius“-Boxer-Paket umfasst einen festen Auftrag über 12,5 Milliarden Euro sowie eine Option von 25 Milliarden Euro für 2030 bis 2035. Hinzu kommen Marineaufträge über 12 bis 13 Milliarden Euro und internationale Projekte, darunter potenzielle Lynx- und Panther-Verträge aus Italien.

BaFin prüft Vorgang

Die Finanzaufsicht reagierte auf die starken Kursbewegungen und prüft routinemäßig mögliche Anhaltspunkte für Marktmissbrauch. Die BaFin erneuerte ihre Empfehlung, Pre-Close-Calls als offen zugängliche Veranstaltungen durchzuführen und Termine transparent zu kommunizieren.

Bemerkenswert: Während viele Anleger verkauften, nutzten CEO Armin Papperger und weitere Führungskräfte den Kursrückgang für Käufe. Am heutigen Freitag erholte sich die Aktie zeitweise um mehr als drei Prozent. Die operative Marge für 2026 wird weiterhin bei 18 bis 20 Prozent erwartet. Das Unternehmen bestätigte zudem, 2025 ohne Nettoverschuldung abgeschlossen zu haben. Am 11. März folgen die finalen Zahlen für das vierte Quartal 2025.

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