Die Spannung steigt: Morgen, am 28. Januar, öffnet der Chipausrüster ASML seine Bücher für das vierte Quartal. Die Aktie eilt derzeit von Rekord zu Rekord und wird vom unersättlichen Hunger der Tech-Branche nach KI-Technologie getrieben. Doch rechtfertigen die fundamentalen Daten den rasanten Kursanstieg der letzten Wochen? Analysten haben dazu eine klare Meinung und schrauben ihre Erwartungen nach oben.
Analysten rechnen mit Umsatzsprung
Vor der Veröffentlichung zeigen sich Experten ausgesprochen zuversichtlich. Die Bernstein SocGen Group bekräftigte ihr „Outperform“-Rating und sieht das Kursziel bei ambitionierten 1.642 US-Dollar. Grund für diesen Optimismus sind vor allem die Umsatzerwartungen: Die Analysten kalkulieren für das Abschlussquartal mit Erlösen von 9,7 Milliarden Euro. Damit würde der Konzern den allgemeinen Marktkonsens von 9,5 Milliarden Euro deutlich übertreffen.
Fokus auf den Auftragsbüchern
Ein wesentlicher Treiber für die jüngste Entwicklung bleibt das China-Geschäft. Importdaten deuten auf ein Rekordvolumen von 3,27 Milliarden Euro im abgelaufenen Quartal hin. Der Fokus der Anleger richtet sich jedoch primär auf den Auftragseingang als wichtigsten Indikator für künftiges Wachstum.
Während die Investmentbank JPMorgan hier mit soliden 7 Milliarden Euro rechnet, prognostiziert Bernstein sogar Buchungen von mindestens 8 Milliarden Euro. Gestützt wird diese Annahme durch die anhaltend hohe Nachfrage nach Logic- und DRAM-Chips. Interessantes Detail am Rande: ASML plant, künftig keine quartalsweisen Bestellzahlen mehr zu veröffentlichen. Marktbeobachter werten dies als Schritt, um die Volatilität der Aktie langfristig zu glätten.
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Bewertung und Risiken
Die massive Rally der letzten Wochen wirft jedoch auch Fragen zur Bewertung auf. Seit Jahresbeginn legte das Papier fast 20 Prozent zu und notiert aktuell am Allzeithoch von 1.180,80 Euro. Einige Bewertungsmodelle legen nahe, dass der Kurs den inneren Wert inzwischen überstiegen haben könnte.
Zudem bleiben geopolitische Risiken ein Faktor. Für das laufende Jahr 2026 rechnet das Unternehmen mit einem spürbaren Rückgang der China-Umsätze, bedingt durch striktere Exportkontrollen. Dennoch sehen Analysten der UBS mittelfristig Potenzial: Sie halten für die Jahre 2026 und 2027 Gewinne für möglich, die rund 25 Prozent über dem aktuellen Marktkonsens liegen, gestützt durch die Investitionspläne von Großkunden wie TSMC.
Die Fakten kommen morgen vor Börsenstart auf den Tisch. Sollte ASML die optimistischen Prognosen beim Auftragseingang bestätigen, dürfte das Momentum anhalten. Enttäuschen die Niederländer hingegen bei den Buchungen oder dem Ausblick, ist angesichts der hohen Bewertung eine Konsolidierung wahrscheinlich.
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