IBM drückt aufs Tempo. Kurz vor der entscheidenden Abstimmung zur Milliarden-Übernahme von Confluent präsentiert der Tech-Riese seine größte Speicher-Innovation seit sechs Jahren. Während Anleger nun auf das morgige Votum blicken, stellt sich die Frage: Kann die neue KI-Strategie die Wachstumserwartungen langfristig erfüllen?
KI-Turbo für die Datenspeicherung
Gestern enthüllte IBM das neue FlashSystem-Portfolio, das durch sogenannte „agentic AI“ den Verwaltungsaufwand bei der Unternehmensspeicherung drastisch reduzieren soll. Die neuen Modelle (5600, 7600 und 9600) zielen darauf ab, bis zu 90 Prozent der manuellen Eingriffe zu automatisieren. Das System lernt dabei aus Milliarden von Datenpunkten, um Bereitstellung und Fehlerbehebung eigenständig zu steuern.
Besonders relevant für Unternehmenskunden dürfte das Sicherheitsversprechen sein: Laut IBM können die Systeme Ransomware-Aktivitäten in unter 60 Sekunden erkennen, wobei die Fehlalarmrate unter einem Prozent liegen soll. Das Flaggschiff-Modell 9600 verspricht zudem eine Senkung der operativen Kosten um bis zu 57 Prozent im Vergleich zur Vorgängergeneration. Marktverfügbarkeit ist ab dem 6. März 2026 geplant.
Milliarden-Deal auf der Zielgeraden
Doch die Produktshow dient vor allem als Untermalung für das eigentliche Hauptereignis dieser Woche. Bereits morgen, am 12. Februar, steht die wichtige Aktionärsabstimmung zur geplanten Übernahme von Confluent an. Der 11-Milliarden-Dollar-Deal (31 US-Dollar je Aktie) soll IBMs Position im Bereich Echtzeit-Datenstreaming massiv ausbauen und gilt als Kernstück der neuen „Smart Data Platform“ für generative KI.
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Die Hürden scheinen dabei überschaubar: Die US-Kartellbehörden haben die Wartezeit bereits im Januar verstreichen lassen, und Großaktionäre, die etwa 62 Prozent der Stimmrechte halten, haben ihre Zustimmung im Vorfeld signalisiert.
Kursrutsch mit technischem Hintergrund
An der Börse reagierte das Papier am Dienstag zunächst verhalten und gab um 1,5 Prozent auf 291,76 US-Dollar nach. Dieser Rückgang ist jedoch teilweise technischer Natur und sollte nicht überbewertet werden: Am selben Tag wurde die Aktie ex-Dividende (1,68 US-Dollar) gehandelt, was den optischen Kursabschlag zu einem großen Teil erklärt.
Der Fokus der Investoren liegt nun voll auf dem morgigen Votum. Sollten die Aktionäre wie erwartet zustimmen, plant IBM den Abschluss der Transaktion bis Mitte 2026. Gelingt die Integration reibungslos, rechnet das Management bereits im ersten vollen Jahr nach Abschluss mit einem positiven Beitrag zum bereinigten operativen Ergebnis (EBITDA).
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