IBM bekommt nach den starken Quartalszahlen weiter Zuspruch – und zwar gleich von mehreren Seiten. Analysten heben Kursziele an, gleichzeitig schiebt der Konzern ein neues Software-Fundament für regulierte KI-Projekte nach. Kann daraus mehr werden als nur ein kurzer Stimmungsboost?
Analysten ziehen nach
Am Dienstag erhöhte Bernstein das Kursziel für IBM auf 330 US-Dollar. Begründung: IBM habe im vierten Quartal 2025 bei Umsatz, Gewinn je Aktie (EPS) und Free Cashflow besser abgeschnitten als erwartet.
Bernstein steht damit nicht allein. Argus Research setzte das Ziel zuletzt auf 360 US-Dollar hoch und verwies auf Rückenwind aus Generativer KI und Hybrid Cloud. RBC Capital erhöhte ebenfalls – auf 361 US-Dollar – und stellte vor allem den aus ihrer Sicht starken Free-Cashflow-Ausblick für 2026 heraus.
„Sovereign Core“: Produkt für ein sensibles Problem
Parallel zum Analysten-Optimismus kündigte IBM heute den Start von „IBM Sovereign Core“ an. Die neue Software-Basis richtet sich an Unternehmen und Behörden, die bei KI-Anwendungen strikte Datenhoheit verlangen.
Der Kernpunkt: Kunden sollen mehr Kontrolle über Daten, Betrieb und Governance in KI-Deployments bekommen. Genau das ist in stark regulierten Branchen oft die Eintrittskarte – denn dort scheitern KI-Projekte weniger an der Rechenleistung als an Vorgaben zu Speicherung, Zugriff und Nachvollziehbarkeit.
Insiderkauf, Institutionelle – und die Zahlen als Fundament
Ein weiteres Signal kam Ende Januar aus dem Unternehmen: Director David N. Farr kaufte am 30. Januar 1.000 Aktien zum Durchschnittspreis von 304 US-Dollar (Volumen: 304.000 US-Dollar). Zudem zeigen Einreichungen, dass einzelne Institutionelle Positionen ausgebaut haben – unter anderem wurde eine deutliche Aufstockung im dritten Quartal genannt, außerdem eine Erhöhung des Anteils durch Vanguard früher im Jahr.
Die aktuelle Zuversicht stützt sich vor allem auf den Quartalsbericht vom 28. Januar:
- Umsatz: 19,69 Mrd. US-Dollar (+12,2% ggü. Vorjahr), über den Schätzungen von 19,23 Mrd.
- EPS: 4,52 US-Dollar, über Konsens (4,33 US-Dollar)
- Ausblick 2026: Free Cashflow von rund 15,7 Mrd. US-Dollar
Auch an der Börse spiegelt sich die Dynamik: Mit 314,73 US-Dollar notiert die Aktie aktuell auf einem neuen 52‑Wochen-Hoch.
Zum Blick nach vorn gehört aber auch: Bernstein erwartet, dass die geplante Confluent-Übernahme (Abschluss laut Analysten Mitte 2026) in der zweiten Jahreshälfte zunächst verwässernd wirken könnte, bevor sie ab 2027 das EBITDA erhöhen soll.
IBM-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue IBM-Analyse vom 3. Februar liefert die Antwort:
Die neusten IBM-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für IBM-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
IBM: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
