Der Fleischersatz-Spezialist steht vor entscheidenden Wochen. Während sich das Unternehmen auf die Veröffentlichung der Quartalszahlen vorbereitet, drängen Anwaltskanzleien Investoren zur Beteiligung an einer Sammelklage. Im Kern geht es um den Vorwurf, Anleger über den wahren Wert der Vermögenswerte getäuscht und finanzielle Risiken verschleiert zu haben.
Vorwürfe der Bilanzkosmetik
Die beim Bundesgericht eingereichte Sammelklage vertritt Investoren, die zwischen Februar und November 2025 Aktien erworben haben. Laut Gerichtsdokumenten werfen die Kläger dem Management vor, irreführende Angaben zur Bewertung langlebiger Vermögenswerte gemacht zu haben. Konkret soll der Buchwert dieser Assets deutlich über dem beizulegenden Zeitwert gelegen haben. Dies machte eine signifikante, nicht zahlungswirksame Abschreibung unausweichlich – ein Risiko, das den Anlegern angeblich nicht rechtzeitig offengelegt wurde.
Die Probleme traten im Herbst 2025 offen zutage. Nach einer Verzögerung des Finanzberichts musste Beyond Meat im November schließlich Abschreibungen in Höhe von 77,4 Millionen US-Dollar verbuchen. Diese betrafen vor allem Sachanlagen und Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen. Parallel dazu meldete das Unternehmen für das dritte Quartal einen Umsatzrückgang von über 13 Prozent auf 70,2 Millionen US-Dollar sowie einen Nettoverlust von 110,7 Millionen US-Dollar.
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Zahlenvorlage und Pennystock-Status
Die finanzielle Lage spiegelt sich drastisch im Aktienkurs wider. Das Papier notiert aktuell im Bereich von 0,71 bis 0,73 US-Dollar und hat damit den Status eines Pennystocks erreicht. Zum Vergleich: Das 52-Wochen-Hoch lag noch bei 7,69 US-Dollar. Die Marktkapitalisierung ist auf rund 352 Millionen US-Dollar geschrumpft. Dass die Skepsis am Markt überwiegt, zeigt auch die hohe Leerverkaufsquote (Short Interest) von rund 32 Prozent des Streubesitzes zum Jahreswechsel.
Am 25. Februar 2026 wird Beyond Meat vor Marktöffnung die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 präsentieren. Investoren werden dabei weniger auf juristische Details als vielmehr auf die Überlebensfähigkeit des Unternehmens achten. Im Fokus stehen der Schuldenberg von zuletzt 1,2 Milliarden US-Dollar und die Liquiditätsreserven. Das Management muss belegen, ob das Ziel, bis Ende 2026 ein positives operatives Ergebnis (EBITDA) zu erreichen, angesichts der aktuellen Belastungen realistisch bleibt.
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