Die DZ Bank setzt ein klares Signal: Analyst Thorsten Reigber startet die Bewertung von Energiekontor mit einem „Kaufen“-Rating und einem Kursziel von 49 Euro. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von rund 30 Prozent. Die Begründung: Die prall gefüllte Projektpipeline sei im aktuellen Kurs noch nicht eingepreist.
Die wichtigsten Fakten:
– DZ Bank beginnt Coverage mit „Kaufen“ und Kursziel 49 Euro
– Projektpipeline umfasst rund 640 Megawatt in Bau- und Vorbereitungsphase
– Gewinnwarnung im Oktober 2025 drückte EBT-Prognose auf 30-40 Mio. Euro (zuvor 70-90 Mio.)
– Verzögerte Projekte sollen 2026 realisiert werden
Die Pipeline als Trumpfkarte
Thorsten Reigber bezeichnet Energiekontor als „unterschätzten Pionier“ im Bereich der Erneuerbaren Energien. Kern seiner Argumentation ist die historisch hohe Anzahl an Projekten, die sich aktuell in der Bau- oder Vorbereitungsphase befinden. Diese rund 640 Megawatt bildeten eine solide Basis für zukünftige Ertragssteigerungen, die der Markt bislang nicht honoriere.
Die Analyse trifft auf ein Unternehmen, das im Herbst 2025 noch unter erheblichem Druck stand. Im Oktober musste der Vorstand die Jahresprognose drastisch kappen – behördliche Verzögerungen in Deutschland und verschobene Netzanschlusstermine in Großbritannien zwangen zur Korrektur.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Energiekontor?
2026 als Wendejahr
Entscheidend war damals die Aussage des Managements: Die Projekte seien nicht verloren, sondern würden zeitlich verschoben. Die Erträge sollen nun 2026 vereinnahmt werden. Genau diese These bestätigt die DZ Bank in ihrer Einschätzung und dreht damit die Perspektive: Aus dem Krisenjahr 2025 könnte ein Jahr der „Ernte“ im laufenden Geschäftsjahr werden.
Die Marktreaktion am Montag zeigt, dass Investoren bereit sind, dieser Argumentation zu folgen. Eine begleitende Kapitalmarktinformation unterstrich das wiedererwachte Interesse am Titel.
Exekution wird entscheidend
Ob die Rechnung aufgeht, hängt von der operativen Umsetzung ab. Energiekontor muss die Projekte aus der Pipeline zügig in den Betrieb überführen oder profitabel veräußern. Gelingt dies, erscheint die aktuelle Bewertung attraktiv. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob die Trendwende tatsächlich eingeleitet ist.
Energiekontor-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Energiekontor-Analyse vom 20. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Energiekontor-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Energiekontor-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 20. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Energiekontor: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
