Coeur Mining hat in dieser Woche einen Kurssprung von rund 10 Prozent vollzogen und steht nun bei über 19 US-Dollar. Der Grund: Silber hat Ende Dezember erstmals die Marke von 83 US-Dollar je Unze durchbrochen. Für den Gold- und Silberproduzenten bedeutet das operative Hebelwirkung – steigende Metallpreise fließen bei weitgehend fixen Produktionskosten fast direkt in die Ergebnisse. Allein im abgelaufenen Jahr 2025 legte die Aktie um 219 Prozent zu.
Die Zahlen im Detail
Silber hat seit Jahresbeginn rund 157 Prozent gewonnen, Gold kam auf 66 Prozent. Coeur Mining profitiert von dieser Entwicklung deutlich überproportional. Das Unternehmen kommt aktuell auf eine Marktkapitalisierung von etwa 12,4 Milliarden US-Dollar bei einem Umsatz von 1,7 Milliarden US-Dollar. Die Gewinnmarge liegt bei soliden 24 Prozent, das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei 27.
Die Rochester-Mine in Nevada läuft auf Vollkapazität und trägt wesentlich zur Volumensteigerung bei. Gleichzeitig hat das Explorationsprogramm im mexikanischen Palmarejo-Komplex hochgradige Ressourcenerweiterungen geliefert, was die Produktionsbasis mittelfristig sichert.
Mega-Übernahme steht zur Abstimmung
Am 27. Januar entscheiden die Aktionäre über die geplante Übernahme von New Gold Inc. Die reine Aktientransaktion hat ein Volumen von etwa 7 Milliarden US-Dollar. Kommt der Deal zustande, würde einer der größten Edelmetallproduzenten Nordamerikas entstehen.
Die kombinierte Gesellschaft soll 2026 ein EBITDA von rund 3 Milliarden US-Dollar erwirtschaften und einen freien Cashflow von 2 Milliarden US-Dollar generieren. Die Jahresproduktion läge bei 1,25 Millionen Goldäquivalent-Unzen, davon 20 Millionen Unzen Silber. Kanada hat den Zusammenschluss nach dem Competition Act bereits genehmigt.
Was Analysten sagen
Roth Capital bleibt optimistisch und hat das Kursziel auf 23 US-Dollar angehoben. Raymond James setzt auf 21 US-Dollar und bewertet die Aktie mit „Outperform“. Allerdings haben Cantor Fitzgerald und Cormark ihre Einschätzungen nach der enormen Rally auf „Hold“ beziehungsweise „Market Perform“ zurückgestuft. Cantor Fitzgerald argumentiert, der Kursanstieg um 208 Prozent in 2025 habe die Bewertung bereits ausgereizt.
Das durchschnittliche Analystenkursziel liegt bei 21,29 US-Dollar und damit nahe dem aktuellen Niveau. Discounted-Cashflow-Modelle deuten auf eine mögliche Unterbewertung von etwa 37 Prozent hin.
Silbermarkt bleibt angespannt
Der globale Silbermarkt weist strukturelle Defizite auf. Industrielle Nachfrage aus der Solarbranche und von KI-Rechenzentren steigt, während China Exportbeschränkungen auf nur noch 44 zugelassene Unternehmen verhängt hat. Physisches Silber wird in China mit Aufschlag gegenüber westlichen Spotpreisen gehandelt, was Arbitrageströme auslöst und westliche Lagerbestände reduziert.
Das Gold-Silber-Verhältnis ist von knapp 100 auf etwa 58 gefallen – ein Zeichen dafür, dass Silber fundamental neu bewertet wird. Die Abstimmung Ende Januar wird zeigen, ob Coeur Mining seinen Wachstumskurs durch die New-Gold-Übernahme beschleunigen kann.
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