Der Nahostkonflikt hat die Energiemärkte in den vergangenen Wochen grundlegend verändert — und der DAX spürt das. Nachdem US-Streitkräfte am Wochenende den iranischen Ölexporthafen Kharg Island angriffen, sind die Ölpreise in den letzten Monat um mehr als 50% gestiegen. Gleichzeitig beginnt heute das zweitägige Fed-Treffen, bei dem die Notenbank zwischen Inflationsdruck und Konjunkturrisiken abwägen muss.
Trotz dieses belastenden Umfelds zeigt sich der DAX am Dienstag mit einem Plus von rund 0,8% auf knapp 23.764 Punkte erstaunlich widerstandsfähig. Der Index liegt damit zwar noch gut 6,5% unter seinem Januarhoch bei 25.421 Punkten, konnte sich aber von den Tagestiefs bei 23.294 Punkten deutlich erholen.
Commerzbank und Bayer als Kurstreiber
Den stärksten Impuls lieferte die Commerzbank: Die Aktie schoss um mehr als 7% nach oben, nachdem UniCredit Berichten zufolge ein Angebot für einen 30-prozentigen Anteil an der deutschen Bank eingereicht hatte. Bayer profitierte von einer Kaufempfehlung der UBS und legte rund 4,7% zu. Rheinmetall kletterte knapp 3% — gestützt durch Aussagen von US-Präsident Trump, die Straße von Hormuz offen zu halten, was den gesamten Rüstungssektor beflügelte.
Auf der anderen Seite gerieten Qiagen, Beiersdorf und Siemens Healthineers mit Verlusten zwischen 1,3% und 1,6% unter Druck.
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Halbleiter und die Frage nach dem Boden
Selektiv bewegt sich auch das Technologiesegment: Infineon, STMicroelectronics und NXP kooperieren mit Nvidia, um den Markt für humanoide Roboter mit KI-Prozessoren zu erschließen — eine Meldung, die zumindest für punktuelle Aufmerksamkeit sorgt.
Das breitere Bild bleibt angespannt. Anleiherenditen in der Eurozone erreichten ihre höchsten Stände seit 15 Jahren, da steigende Energiepreise die Inflationssorgen neu entfachen. Laut CME Group rechnen 99,2% der Marktteilnehmer mit einer unveränderten US-Zinspolitik im März — eine Zinssenkung gilt als praktisch ausgeschlossen.
Über das Wochenende passierten zwar mehrere Flüssiggas-Tanker die Straße von Hormuz, was auf eine gewisse Entspannung hindeutet. Israelische Beamte warnten jedoch, der Konflikt könnte noch mehrere Wochen andauern. Solange Energiepreise und geopolitische Risiken das Bild dominieren, bleibt die Aufwärtsdynamik des DAX strukturell begrenzt — die heutigen Einzelwertgewinne zeigen aber, dass selektive Stärke auch in diesem Umfeld möglich ist.
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