Der unersättliche Energiehunger von KI-Rechenzentren trifft auf ein überlastetes Stromnetz – und genau in diese Lücke stößt Bloom Energy nun mit einem massiven Auftragsgewinn. Das Unternehmen hat eine langfristige Vereinbarung mit einer Tochtergesellschaft von American Electric Power (AEP) über ein Volumen von 2,65 Milliarden US-Dollar besiegelt. Dieser Abschluss zementiert die Rolle des Unternehmens als kritischer Infrastrukturlieferant für die Tech-Branche und sendet ein starkes Signal für die Skalierbarkeit der Brennstoffzellen-Technologie.
Die Details des Mega-Vertrags
Die Vereinbarung basiert auf der Ausübung einer Option, die ursprünglich Ende 2024 festgelegt wurde. Während der erste Vertrag eine Kapazität von 100 Megawatt (MW) vorsah, ermöglichte die Option eine Erweiterung um bis zu 900 MW. Die AEP-Tochter hat diese Option nun gezogen, was Bloom Energy garantierte Einnahmen über eine Laufzeit von 20 Jahren sichert.
Geplant ist der Einsatz der Festoxid-Brennstoffzellen (SOFC) in Wyoming. Dort sollen sie Berichten zufolge ein Großprojekt für ein Rechenzentrum mit Energie versorgen. Für Investoren bedeutet die Struktur des 20-Jahres-Vertrags vor allem eines: langfristig planbare Cashflows in einer sonst volatilen Branche.
Geschwindigkeit als entscheidender Wettbewerbsvorteil
Der Hintergrund dieses Abschlusses ist ein strukturelles Problem der Digitalisierung: Der Bau traditioneller Stromleitungen und Kraftwerksanschlüsse dauert oft Jahre. KI-Infrastruktur muss jedoch sofort ans Netz gehen, um im globalen Wettbewerb zu bestehen.
Bloom Energy positioniert seine Technologie als Lösung für diesen Engpass. Die Systeme zur vor Ort-Stromerzeugung können laut Unternehmensangaben innerhalb von etwa 90 Tagen installiert werden. Diese Geschwindigkeit macht die Technologie für Hyperscaler attraktiv, die nicht auf den schleppenden Netzausbau warten können.
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Strategische Allianz mit Brookfield
Der AEP-Deal steht nicht isoliert da. Er folgt auf eine im Oktober 2025 geschlossene strategische Partnerschaft mit Brookfield Asset Management im Wert von fünf Milliarden US-Dollar. Brookfield plant, Blooms Technologie als bevorzugte Energiequelle für sein eigenes, globales KI-Infrastrukturprogramm zu nutzen. Zusammen mit bestehenden Kooperationen, etwa mit Oracle und Equinix, baut Bloom ein Ökosystem auf, das tief in der Wertschöpfungskette der Tech-Giganten verankert ist.
Was Anleger wissen müssen
Die operative Dynamik spiegelt sich eindrucksvoll im Aktienkurs wider, der auf Sicht von zwölf Monaten um rund 570 Prozent zugelegt hat. Allerdings mahnt die technische Lage zur Vorsicht: Mit einem RSI von über 92 ist der Titel extrem überkauft, was die Anfälligkeit für kurzfristige Gewinnmitnahmen erhöht – wie der leichte Rücksetzer am Freitag bereits andeutete. Fundamental untermauerte das Unternehmen seinen Wachstumskurs zuletzt im dritten Quartal 2025 mit einem Umsatzsprung von über 57 Prozent auf 519 Millionen US-Dollar.
Der Fokus richtet sich nun auf den 5. Februar 2026. Bei der anstehenden Präsentation der Quartalszahlen für das vierte Quartal wird das Management konkrete Zeitpläne für das AEP-Projekt und Details zur Umwandlung der Brookfield-Pipeline in feste Aufträge liefern müssen, um die hohe Bewertung zu rechtfertigen.
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