Silber: Washington bremst Höhenflug

Der Silberpreis fällt deutlich, nachdem die US-Regierung keine Importzölle auf kritische Mineralien einführt. Die Korrektur beendet eine spekulative Rally, während die fundamentale Marktlage angespannt bleibt.

Kurz zusammengefasst:
  • US-Politikentscheidung beendet spekulativen Nachfrageschub
  • Markt korrigiert nach Erreichen eines Allzeithochs
  • Strukturelles Defizit bei Angebot und Nachfrage hält an
  • Robuste US-Konjunktur dämpft Zinssenkungserwartungen

Der spektakuläre Lauf des Silberpreises hat einen abrupten Dämpfer erhalten. Nur zwei Tage nach dem Erreichen eines neuen Allzeithochs setzen deutliche Gewinnmitnahmen ein. Auslöser für den Stimmungswechsel ist eine politische Entscheidung aus den USA, die einem der wichtigsten Preistreiber der jüngsten Rally den Boden entzieht.

  • Aktueller Kurs: 87,67 USD
  • Abstand zum Hoch: -5,91 % (Hoch bei 93,19 USD am 14.01.2026)
  • Jahresperformance: +21,32 % seit Jahresanfang

Die US-Regierung hat sich gegen die Einführung von Importzöllen auf kritische Mineralien entschieden. Für den Silbermarkt ist dies ein entscheidendes Signal. Zuvor hatten Händler aus Sorge vor kommenden Abgaben massive Käufe getätigt, um Lieferungen noch vor einem möglichen Stichtag in die USA zu bringen. Dieser künstliche Nachfrageschub fällt nun weg, und der Markt preist die zuvor aufgebaute Risiko-Prämie wieder aus.

Silber Preis

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Fundamentale Lage bleibt angespannt

Trotz der aktuellen Preiskorrektur auf 87,67 USD ändert sich an der langfristigen Angebotssituation wenig. Der Markt befindet sich weiterhin in einem strukturellen Defizit. Die Produktion kann mit dem Verbrauch kaum Schritt halten, was sich insbesondere am physischen Markt in Asien zeigt. Dort wird Silber aktuell mit einem Aufschlag von rund 12 Prozent gegenüber den westlichen Börsenpreisen gehandelt.

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Die industrielle Nachfrage gilt dabei als stabilisierender Faktor. Sektoren wie die Solarindustrie, Elektromobilität und Anwendungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz sorgen für einen konstant hohen Abfluss des Edelmetalls.

Gegenwind von der Zinsfront

Neben der Zoll-Thematik belasten auch makroökonomische Daten die Notierung. Überraschend starke Zahlen aus der US-Industrieproduktion deuten auf eine robuste Wirtschaft hin. Dies verringert den Spielraum der Federal Reserve für baldige Zinssenkungen. Bleiben die Zinsen länger hoch, verliert zinsloses Silber im Vergleich zu festverzinslichen Anlagen an Attraktivität.

Die aktuelle Korrektur bereinigt damit primär die spekulative Überhitzung der letzten Tage, bei der viele Marktteile auf die Zoll-Karte gesetzt hatten. Solange die industrielle Nachfrage das physische Angebot übersteigt, trifft der sinkende Kurs auf ein fundamental solides Auffangnetz.

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