Ukraine-Deal, Wasserstoff-Revolution und Analystenjubel – der österreichische Stahlkonzern serviert gleich drei Kurstreiber auf einmal. Während die Konkurrenz noch mit der schwächelnden Autobranche kämpft, zieht Voestalpine die Aufträge aus dem Bahnsektor an Land. Kann die Aktie jetzt das 52-Wochen-Hoch knacken und in Richtung der von der UBS prognostizierten 43 Euro marschieren?
Ukraine setzt auf österreichischen Stahl
Die Schlagzeile zum Wochenausklang kommt aus Kiew: Die ukrainische Staatsbahn Ukrzaliznytsia ordert weitere 10.000 Tonnen Schienen bei Voestalpine. Damit wächst das Gesamtvolumen auf beachtliche 46.000 Tonnen – finanziert über die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD).
Die Eckdaten des Deals:
– Liefertermin: Mai 2026
– Finanzierung: EBRD
– Auftraggeber: Ukrzaliznytsia (Staatsbahn Ukraine)
– Strategische Bedeutung: Festigung der Rolle als Infrastrukturpartner in Osteuropa
Der Auftrag unterstreicht die Stärke der Rail-Systems-Sparte und zeigt: Während andere Stahlproduzenten unter der volatilen Automobilnachfrage leiden, hat Voestalpine mit dem Bahnbereich einen stabilen Anker.
H2Tainer: Die Wasserstoff-Logistik neu gedacht
Doch damit nicht genug. Fast zeitgleich präsentiert der Konzern gemeinsam mit Partner Innofreight den H2Tainer – eine Containerlösung für Wasserstofftransport. Was technisch klingt, könnte zum Game-Changer für die gesamte greentec steel-Strategie werden.
Das Problem bisher: Wasserstoff lässt sich nur schwer und kostenintensiv transportieren. Genau hier setzt die Innovation an. Für die Werke in Linz und Donawitz bedeutet dies einen entscheidenden Baustein zur künftigen Versorgung mit grünem Wasserstoff – und damit zur Dekarbonisierung der Stahlproduktion.
UBS hebt ab: Kursziel 43 Euro
Die Finanzwelt reagiert prompt. Die Schweizer Großbank UBS stuft die Aktie von „Neutral“ auf „Buy“ hoch und setzt ein ambitioniertes Kursziel von 43 Euro. Die Begründung: Erwartete EU-Importquotenkürzungen für Stahl dürften europäischen Produzenten Rückenwind geben, zudem überzeugt das stabile Wachstum im Bahnbereich.
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Auch die Wiener Privatbank zieht nach und hebt ihr Kursziel auf 36,50 Euro an – eine deutliche Aufwertung gegenüber der August-Einschätzung von rund 28 Euro.
Koralmbahn als technologische Visitenkarte
Am 14. Dezember 2025 steht der nächste Meilenstein an: Die Koralmbahn geht in Vollbetrieb. Voestalpine lieferte für das Jahrhundertprojekt rund 290 Kilometer Hochgeschwindigkeitsschienen und 235 Weichensysteme.
Der Nutzen geht weit über den Heimatmarkt hinaus. Die erfolgreiche Umsetzung dient als Referenz für internationale Ausschreibungen im High-Speed-Segment – ein nicht zu unterschätzender Wettbewerbsvorteil.
Charttechnisch vor dem Ausbruch
Mit dem Schlusskurs von 37,16 Euro am Freitag steht die Aktie unmittelbar vor dem 52-Wochen-Hoch bei 37,68 Euro. Ein nachhaltiger Ausbruch über die Marke von 37,70 Euro würde technisch den Weg in Richtung 40 Euro freimachen – exakt das Terrain, das die UBS im Visier hat.
Die Performance spricht für sich: Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs mehr als verdoppelt. Der RSI von 38,2 signalisiert dabei noch Luft nach oben, ohne dass das Papier bereits überkauft wäre.
Bleibt die Frage: Wird der Februar 2026 mit den Zahlen zum dritten Quartal die Rally bestätigen? Bis dahin dürften Infrastrukturprojekte und europäische Stahlpreisentwicklung die Richtung vorgeben.
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