Allianz Aktie: Doppelschlag im Mai
Die Allianz-Aktie steht vor zwei wichtigen Ereignissen: der Hauptversammlung mit erhöhter Dividende und den Quartalszahlen für Q1 2026. Diese Termine geben die Richtung für den Kurs vor.

Kurz zusammengefasst
- Hauptversammlung mit erhöhter Dividendenausschüttung
- Erste Quartalszahlen für das Jahr 2026
- Fortlaufendes milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm
- Charttechnisch nahe am Jahreshoch notiert
Fast am Jahreshoch — und das in einem Marktumfeld, das Versicherern eigentlich Gegenwind beschert. Die Allianz-Aktie notiert bei 390 Euro, weniger als ein Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Jetzt kommen zwei Termine, die den Kurs in die eine oder andere Richtung bewegen dürften.
Hauptversammlung und Quartalszahlen im Doppelpack
Am 7. Mai trifft sich die Allianz SE zur ordentlichen Hauptversammlung in München. Sechs Tage später, am 13. Mai, folgen die Quartalszahlen für das erste Quartal 2026 — inklusive Analystenkonferenz.
Das Gewinnziel für 2026 liegt bei 17,4 Milliarden Euro operativem Ergebnis, also auf dem Niveau des Vorjahres. Die Bandbreite: 16,4 bis 18,4 Milliarden Euro. Die Q1-Zahlen werden zeigen, ob der Konzern auf Kurs liegt.
Dividende, Rückkauf — und Aufsichtsrat
Auf der HV steht die Kapitalrückführung im Mittelpunkt. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen eine Dividende von 17,10 Euro je Aktie vor — ein Plus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allianz hat die Dividende seit 17 Jahren nicht gesenkt und zuletzt fünfmal in Folge erhöht.
Der Ex-Dividenden-Tag ist der 8. Mai. Wer die Ausschüttung kassieren will, muss die Aktie bis dahin im Depot halten.
Parallel läuft das milliardenschwere Aktienrückkaufprogramm bis Ende 2026. Alle zurückgekauften Anteile werden eingezogen — das erhöht rechnerisch den Gewinn je verbleibendem Anteil. Seit Programmstart Mitte März kaufte Allianz bereits rund 1,14 Millionen eigene Aktien zurück.
Obendrein steht eine Aufsichtsratsrenovierung an. Die Amtszeiten von Michael Diekmann, Sophie Boissard und Rashmy Chatterjee enden mit der HV. Als Nachfolger für Diekmann im Aufsichtsratsvorsitz ist Dr. Jörg Schneider vorgesehen.
Charttechnik und Makrorisiko
Charttechnisch hat die Aktie in den vergangenen 30 Tagen knapp zehn Prozent zugelegt. Das 52-Wochen-Hoch bei 392,50 Euro ist die nächste relevante Marke. Der RSI liegt bei 41,6 — kein überkauftes Territorium, der Aufwärtstrend hat also noch Luft.
Das Makroumfeld bleibt zweischneidig. Allianz Trade, die Kreditversicherungssparte, warnt vor einer anhaltend hohen Insolvenzrate. Zahlungsausfälle dürften 2026 rund 24 Prozent über dem Vorpandemie-Niveau liegen. Steigende Insolvenzen bedeuten höhere Schadensfälle — direkt im Kerngeschäft der Sparte.
Die kommenden zwei Wochen liefern also gleich mehrere Datenpunkte auf einmal: Dividendenentscheid, Aufsichtsratswahl und das erste Quartalsergebnis des Jahres. Wer die Aktie hält, bekommt Ende Mai ein deutlich vollständigeres Bild.
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