Covestro Aktie: Expansion vor Börsen-Aus

Während Adnoc das Squeeze-out für die verbliebenen Covestro-Aktionäre einleitet, erweitert der Kunststoffhersteller seine Produktionsanlagen in China. Der Fokus der Anleger liegt nun auf der finalen Barabfindung.

Kurz zusammengefasst:
  • Produktionskapazität in Shanghai deutlich erhöht
  • Adnoc hält über 95 Prozent der Unternehmensanteile
  • Squeeze-out-Verfahren für Minderheitsaktionäre läuft
  • Rückzug vom Kapitalmarkt wird vorbereitet

Während die Übernahme durch Adnoc in die finale Phase geht und der Börsenabschied vorbereitet wird, meldet der Kunststoffhersteller operative Fortschritte. Ungeachtet der bevorstehenden Strukturveränderungen baut der Konzern seine Kapazitäten im wichtigen asiatischen Markt aus. Für Anleger stellt sich angesichts des laufenden Squeeze-out-Verfahrens vor allem die Frage nach den verbleibenden Schritten bis zum Delisting.

  • Produktion: Kapazitätserweiterung am Standort Shanghai um 20 Prozent
  • Übernahme: Adnoc hält über 95 Prozent, Squeeze-out eingeleitet
  • Politik: Bundeskanzler Merz thematisiert Wirtschaftsbeziehungen in den Emiraten

Operative Offensive in China

Obwohl die gesellschaftsrechtliche Zukunft des Unternehmens durch den Einstieg der Abu Dhabi National Oil Company (Adnoc) bereits besiegelt ist, treibt das Management das operative Geschäft weiter voran. Wie Ende Januar bestätigt wurde, konnte die Produktionskapazität für Toluoldiisocyanat (TDI) am Standort Shanghai durch ein „Debottlenecking“-Projekt signifikant gesteigert werden. Die jährliche Kapazität kletterte von 310.000 auf nun 370.000 Tonnen.

Covestro

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Dieser Schritt erfolgt als Reaktion auf die anhaltend hohe Nachfrage im asiatisch-pazifischen Raum. TDI ist ein unverzichtbarer Grundstoff für Weichschäume, die in der Möbel- und Automobilindustrie benötigt werden. Flankiert wird diese Maßnahme durch die kürzliche Inbetriebnahme einer neuen Anlage für thermoplastische Polyurethane (TPU) im südchinesischen Zhuhai. Operativ signalisiert Covestro damit auch unter neuer Eigentümerstruktur Wachstumswillen.

Der Fahrplan zum Delisting

Das Marktgeschehen um die Aktie, die heute bei 61,00 Euro schloss, wird jedoch fast ausschließlich durch die Abwicklung der Übernahme diktiert. Adnoc hat sich mittlerweile mehr als 95 Prozent der Anteile gesichert. Dies ermöglichte dem Staatskonzern, am 12. Januar 2026 das Verfahren zum Squeeze-out der verbliebenen Minderheitsaktionäre einzuleiten.

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Parallel dazu bereitet sich das Unternehmen auf den Rückzug vom Kapitalmarkt vor. Bereits im Januar wurde der Wechsel vom hochregulierten Prime Standard in den General Standard beantragt. Auch personell werden die Weichen gestellt: Finanzvorstand Christian Baier wird das Unternehmen nach Vertragsablauf im September verlassen.

Politischer Kontext

Die Übernahme mit einem Volumen von über 14 Milliarden Euro dient aktuell auch als Referenzprojekt für die deutsch-emiratischen Wirtschaftsbeziehungen. Während seines heutigen Besuchs in der Golfregion dürfte Bundeskanzler Friedrich Merz den Deal als Beispiel für die tiefe Verflechtung beider Volkswirtschaften heranziehen.

Für die verbliebenen Kleinaktionäre ist die operative Entwicklung mittlerweile zweitrangig. Der Fokus liegt nun vollständig auf der Festsetzung der Barabfindung im Rahmen des Squeeze-outs, die das endgültige Ende der Börsennotierung markieren wird.

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