Die kanadische Almonty Industries erlebt eine beispiellose Neubewertung. Gleich mehrere Analysten haben ihre Kursziele drastisch angehoben, während die Aktie auf ein 52-Wochen-Hoch von 23,67 CAD kletterte. Der Grund: eine globale Wolfram-Versorgungskrise, die das Unternehmen von einem Nischenproduzenten zum strategischen Partner westlicher Verteidigungsallianzen macht.
Kursexplosion und drastische Kurszielanhebungen
Am 2. März 2026 stand die Aktie bei 20,71 US-Dollar – ein Wochenplus von knapp 34 Prozent. Die Marktkapitalisierung erreichte rund 4,66 Milliarden US-Dollar.
GBC AG veröffentlichte am selben Tag eine aktualisierte Studie. Noch bemerkenswerter: Couloir Capital verdoppelte sein Fair-Value-Modell von 7,69 auf 19,30 CAD. Die Analysten begründen den Sprung mit deutlich höheren langfristigen Wolfram-Preisannahmen und der anhaltenden Angebotslücke.
DA Davidson erhöhte das Kursziel von 12 auf 18 US-Dollar, B. Riley Financial auf 17 Dollar. Oppenheimer startete Anfang Februar mit „Buy“ und einem Ziel von 16 Dollar.
Wolfram-Knappheit wird zum strukturellen Problem
Der eigentliche Treiber ist die dramatische Verschiebung am globalen Wolfram-Markt. China kontrolliert schätzungsweise 75 bis 80 Prozent der weltweiten Produktion und verschärfte Ende 2025 die Exportbeschränkungen massiv. BMO Capital Markets berichtete, dass bestimmte chinesische Wolfram-Lieferungen zeitweise völlig zum Erliegen kamen. Die Folge: Der Wolfram-Preis schoss 2025 um über 160 Prozent nach oben und steigt weiter.
BMO sieht für 2026 keine Entspannung auf der Angebotsseite. Almonty-CEO Lewis Black sprach von einem „echten, legitimen Versorgungsengpass“ und beobachtet, dass sich Wolfram-Preise erstmals seit Jahrzehnten unabhängig von historischen Kontrollmechanismen entwickeln. Abnehmer akzeptieren die höheren Kosten derzeit ohne Alternative.
USA sperren chinesisches Wolfram für Militär
Ab 2027 tritt ein US-Verbot für chinesisches Wolfram in militärischen Anwendungen in Kraft. Neue Beschaffungsregeln des Pentagon schließen Material aus China, Russland und Nordkorea generell aus. Westliche Produzenten wie Almonty werden damit zu unverzichtbaren Partnern für Verteidigungs- und Luft- und Raumfahrt-Lieferketten.
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Sangdong-Mine als strategischer Hebel
Im Dezember 2025 startete Almonty die kommerzielle Förderung in der Sangdong-Mine in Südkorea. Die Anlage gilt als Schlüsselprojekt für eine von China unabhängige Versorgung der USA und ihrer Verbündeten.
Das Unternehmen geht davon aus, dass Sangdong künftig etwa 40 Prozent der Wolfram-Nachfrage außerhalb Chinas decken kann. Eine Phase-II-Erweiterung ist für 2027 geplant und soll die jährliche Kapazität auf bis zu 1,2 Millionen Tonnen erhöhen.
Couloir Capital hebt zudem den geplanten Kapazitätsausbau in der Panasqueira-Mine in Portugal hervor. Hinzu kommen Ressourcen-Definitionsarbeiten am Sangdong-Molybdän-Projekt und Fortschritte beim Gentung-Browns-Lake-Projekt in den USA, das in der zweiten Jahreshälfte 2026 produktionsreif sein könnte.
Institutionelle Investoren verdreifachen Positionen
Die Zahl der investierten Fonds stieg im jüngsten Quartal um über 55 Prozent auf 107. Van Eck Associates baute seine Position um 13.295 Prozent aus und hält nun 11,24 Millionen Aktien im Wert von rund 99 Millionen Dollar. Encompass Capital Advisors stieg mit etwa 25,6 Millionen Dollar ein, Next Century Growth Investors mit rund 16,3 Millionen.
Zur Finanzierung des Wachstums führte Almonty 2025 zwei Kapitalerhöhungen in den USA durch und nahm brutto über 219 Millionen Dollar ein. Eine portugiesische Tochtergesellschaft sicherte sich zudem einen neuen langfristigen Wolfram-Liefervertrag, der die Planbarkeit der Erlöse erhöht.
Zahlen am 19. März erwartet
Am 19. März legt Almonty die Quartalszahlen vor. Die Ergebnisse dürften erstmals zeigen, wie sich die gestiegenen Wolfram-Preise und die Hochfahrphase der Produktion auf die Finanzkennzahlen auswirken. Analysten und institutionelle Investoren werden vor allem beobachten, ob die Produktionssteigerung planmäßig verläuft und die höheren Erlöse tatsächlich in die Gewinnzone durchschlagen.
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