Leonardo Aktie: Iveco-Übernahme vollzogen
Der italienische Rüstungskonzern Leonardo hat die Übernahme der Iveco-Verteidigungssparte abgeschlossen und schafft einen integrierten Anbieter. Dies ermöglicht nun auch den Start von Verhandlungen mit Rheinmetall.

Kurz zusammengefasst
- Übernahme für 1,6 Milliarden Euro abgeschlossen
- Bildung eines integrierten Landsystem-Anbieters
- Rheinmetall kann Verhandlungen nun aufnehmen
- Ambitionierte Ziele im neuen Industrieplan bis 2030
Der italienische Rüstungskonzern Leonardo hat am Mittwoch eine seiner wichtigsten strategischen Transaktionen der jüngeren Geschichte besiegelt. Mit dem Abschluss der 1,6 Milliarden Euro schweren Übernahme der Iveco-Verteidigungssparte formt das Unternehmen einen vollständig integrierten Anbieter für landgestützte Waffensysteme. Gleichzeitig löst der Vollzug eine Kettenreaktion aus, auf die ein deutscher Konkurrent bereits wartet.
Die Logik hinter dem Zukauf
Die vollständig aus eigenen Barmitteln finanzierte Übernahme zielt auf eine tiefe vertikale Integration ab. Leonardo bündelt nun die eigenen Elektronik- und Waffensysteme direkt mit den Fahrzeugplattformen von Iveco. Zu den Vorzeigeprodukten der neu formierten IDV Group, die 2025 einen Umsatz von knapp 1,37 Milliarden Euro erwirtschaftete, gehören der Radpanzer Centauro II sowie der Kampfpanzer Ariete C2. Durch diese Kombination kann der Konzern künftig komplette operative End-to-End-Lösungen aus einer Hand anbieten.
Rheinmetall in den Startlöchern
Der formelle Abschluss des Deals beseitigt zudem eine wichtige Hürde für eine weitere Transaktion im europäischen Rüstungssektor. Rheinmetall plant, das Geschäft mit militärischen Lastwagen aus der ehemaligen Iveco-Sparte von Leonardo zu übernehmen. Da die entsprechenden Verhandlungen erst nach dem Vollzug der italienischen Übernahme offiziell starten durften, kann dieser Prozess nun zügig voranschreiten.
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Fundamentaldaten und Ausblick
Parallel zur Integration treibt das Management den neuen Industrieplan bis 2030 voran. Für das laufende Jahr rechnet das Unternehmen mit Auftragseingängen von 25 Milliarden Euro und einem Umsatz von 21 Milliarden Euro. Diese operativen Erfolge spiegeln sich auch am Kapitalmarkt wider: Die Aktie notiert aktuell bei 63,02 Euro und damit lediglich 2,2 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Morningstar-Analystin Loredana Muharremi sieht den Konzern an einem strategischen Wendepunkt, der durch verbesserte Vertragsstrukturen und eine strikte Kapitaldisziplin getragen wird.
Der nächste konkrete Meilenstein abseits des Fahrzeuggeschäfts steht bereits fest. Bis Ende 2026 wird Leonardo sein neues Luftverteidigungssystem Michelangelo unter realen Gefechtsbedingungen in der Ukraine testen. Verläuft die Erprobung erfolgreich, rechnet das Management über das nächste Jahrzehnt mit einem zusätzlichen Geschäftsvolumen von bis zu 21 Milliarden Euro.
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