ASML Aktie: Nvidia-Beben

Die ASML-Aktie verliert deutlich, obwohl das Unternehmen starke Quartals- und Jahreszahlen vorlegt und den Ausblick verbessert. Der Kursrutsch wird auf Sektorrotation und Gewinnmitnahmen zurückgeführt.

Kurz zusammengefasst:
  • Starker Jahresbericht mit Rekordumsatz und Gewinn
  • Kursverlust durch Sektorrotation nach Nvidia-Zahlen
  • Optimistischer Ausblick mit erhöhter Umsatzprognose
  • Dividendensteigerung und milliardenschwerer Aktienrückkauf

Während ASML seinen Jahresbericht 2025 mit starken Zahlen und optimistischem Ausblick vorlegt, zieht der Chip-Sektor die Aktie mit in die Tiefe. Der Auslöser: Nervosität nach Nvidias Quartalszahlen – obwohl die besser als erwartet ausgefallen waren. Ein Blick auf die Hintergründe zeigt: Die Schwäche hat wenig mit ASML selbst zu tun.

Sektor-Rotation statt Unternehmensnachrichten

Am 26. Februar verlor die ASML-Aktie zeitweise bis zu 6,3 Prozent, ohne dass es unternehmensspezifische Neuigkeiten gab. Nvidia rutschte parallel um 4,6 Prozent ab – und das, obwohl der KI-Chipriese die Erwartungen übertroffen hatte. Anleger nutzten die Gelegenheit offenbar für Gewinnmitnahmen im Halbleitersektor, der in den Monaten zuvor kräftig gestiegen war. Gleichzeitig floss Kapital in zuvor gebeutelte Software-Titel, während der Nasdaq Composite mehr als 1,5 Prozent nachgab.

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Besonders ins Gewicht fiel die erhöhte Sensibilität rund um ASMLs China-Geschäft. Für 2026 hatte das Management bereits angekündigt, dass der Umsatzanteil aus China auf rund 20 Prozent sinken dürfte – nach ungewöhnlich hohen Beiträgen in 2025, die durch vorgezogene Bestellungen vor verschärften Exportkontrollen getrieben wurden.

Starke Fundamentaldaten im Jahresbericht

Nur einen Tag vor dem Kursrutsch, am 25. Februar, hatte ASML seinen umfassenden Jahresbericht 2025 veröffentlicht. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Im vierten Quartal erzielte das Unternehmen einen Nettoumsatz von 9,7 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 52,2 Prozent. Der Nettogewinn lag bei 2,8 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr 2025 summierte sich der Umsatz auf 32,7 Milliarden Euro, die Bruttomarge erreichte 52,8 Prozent, der Gewinn 9,6 Milliarden Euro.

Bemerkenswert: Der Auftragseingang im Schlussquartal belief sich auf 13,2 Milliarden Euro, davon entfielen 7,4 Milliarden auf EUV-Systeme – die technologisch fortschrittlichsten Lithografie-Maschinen des Konzerns. Zudem kündigte ASML eine Dividendenerhöhung um 17 Prozent auf 7,50 Euro je Aktie an und startete ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 12 Milliarden Euro bis Ende 2028.

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Ausblick intakt trotz China-Normalisierung

Für 2026 erwartet ASML einen Umsatz zwischen 34 und 39 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 51 bis 53 Prozent. Am Mittelpunkt der Spanne entspricht das einem Wachstum von rund 12 Prozent gegenüber 2025 – eine Verbesserung gegenüber früheren Prognosen, als das Wachstum noch unsicher schien. Bis 2030 peilt das Unternehmen Erlöse zwischen 44 und 60 Milliarden Euro an, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von etwa 10 Prozent entspricht.

Der erwartete Rückgang des China-Anteils bleibt der zentrale Unsicherheitsfaktor. Nach dem Sonderboom durch Vorzieheffekte normalisiert sich das Geschäft dort nun unter den verschärften Exportbeschränkungen. Dennoch bleibt ASML als Monopolist für EUV-Technologie unverzichtbar: Alle führenden Chipfertiger – TSMC, Samsung und Intel – sind auf ASMLs Systeme angewiesen, um modernste Halbleiter für KI-Anwendungen zu produzieren.

Analysten bleiben zuversichtlich

Trotz der jüngsten Volatilität bewerten 23 von 29 Analystenhäusern die Aktie mit „Strong Buy“. Über die vergangenen zwölf Monate legte der Titel um knapp 78 Prozent zu. Die strukturelle Wachstumsstory bleibt intakt, auch wenn kurzfristige Stimmungsschwankungen im Chip-Sektor für Ausschläge sorgen. Am 28. Februar dürfte vor allem die Frage im Raum stehen, ob die Korrektur eine Einstiegschance bietet – oder ob weitere Gewinnmitnahmen folgen.

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