Mercedes-Benz will 2025 endgültig abhaken und 2026 mit straffer Kostenkur und Modelloffensive wieder auf die Erfolgsspur zurückkehren. Die Ausgangslage ist durchaus angespannt: Im vierten Quartal 2025 lag die bereinigte EBIT-Marge bei lediglich 2,6 Prozent. Für das laufende Jahr peilt der Konzern eine Marge von nur 3 bis 5 Prozent an – das liegt rund 180 Basispunkte unter den Markterwartungen.
Dennoch reagierte die Börse erstaunlich gelassen. Der Grund: Die Bewertung ist bereits derart im Keller, dass selbst schwache Zahlen nebst verhaltener Prognose verdaut werden. Zudem generiert Mercedes trotz niedriger Margen weiterhin massiv Barmittel – für 2026 taxieren Analysten etwa 4,6 Milliarden Euro, für 2027 sogar 5,6 Milliarden Euro. Bei einem Börsenwert von 56 Milliarden Euro wirkt das als Sicherheitsnetz.
Rückkehr ins Einstiegssegment
Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer vom Car Center for Automotive Research sieht die strategische Neuausrichtung als notwendigen Schritt. Mercedes kehrt ins Einstiegssegment zurück – konkret mit einer neuen A-Klasse, die künftig in Ungarn produziert werden soll. Ziel: Kosten senken und wieder breitere Käuferschichten ansprechen.
Laut Dudenhöffer hat der Konzern erkannt, dass die strikte Trennung zwischen Elektro- und Verbrennermodellen beim Kunden nicht gut ankam. Künftig soll ein einheitliches Design mit unterschiedlichen Antrieben verfolgt werden – eine Abkehr von der bisherigen Doppelstrategie.
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Kostensenkung als Priorität
Die Fokussierung auf Effizienz zeigt sich auch in anderen Bereichen. Mercedes setzt verstärkt auf Recycling und Rohstoffwiedergewinnung, um sich unabhängiger von ausländischen Lieferanten zu machen. Das VW-Werk in Zwickau macht mit seiner Recycling-Initiative bereits vor, wie arbeitsplatzintensive Kreislaufwirtschaft funktionieren kann.
Parallel dazu kämpft die gesamte deutsche Autoindustrie mit strukturellen Problemen. Zulieferer haben nach Angaben von Branchenteilnehmern zunehmend Schwierigkeiten, Finanzierungen von Banken zu erhalten. Die neue Kaufprämie der Bundesregierung, die neben reinen Elektroautos auch Plug-in-Hybride und Range Extender fördert, soll hier Entlastung bringen – und nebenbei die Nachfrage ankurbeln.
Mercedes bleibt vorerst auf Konsolidierungskurs. Ob die angekündigte Wende 2026 tatsächlich gelingt, dürfte sich in den kommenden Quartalen zeigen.
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