Adobe Aktie: Analysten schlagen Alarm

Goldman Sachs stuft Adobe auf 'Sell' herab und sieht Risiken durch agile KI-Konkurrenten wie Canva und OpenAI. Die Analystenstimmung ist so pessimistisch wie seit über zehn Jahren nicht mehr.

Kurz zusammengefasst:
  • Goldman Sachs bewertet Adobe mit Verkaufssignal
  • KI-Konkurrenten wie Canva bedrohen Kerngeschäft
  • Institutionelle Anleger reduzieren ihre Positionen
  • Solide Quartalszahlen, aber trüber Ausblick

Einst galt Adobe als unangefochtener Platzhirsch für Kreativsoftware, doch die Stimmung an der Wall Street hat sich spürbar gedreht. Statt als Gewinner des KI-Booms gefeiert zu werden, sehen Marktbeobachter zunehmend Risiken durch neue, agile Konkurrenten. Am Freitag sorgte nun eine pessimistische Einschätzung von Goldman Sachs für neuen Verkaufsdruck und wirft die Frage auf: Verliert der Software-Gigant seine technologische Führungsrolle?

Goldman Sachs sieht Abwärtsrisiken

Auslöser für die jüngste Schwäche ist die Aufnahme der Bewertung durch die US-Investmentbank Goldman Sachs mit einem klaren „Sell“-Rating. Die Analysten um Gabriela Borges setzten das Kursziel auf 290 US-Dollar fest, was ausgehend vom aktuellen Niveau weiteres Abwärtspotenzial impliziert. Die Begründung wiegt schwer: Der Markt unterschätze die Bedrohung durch KI-native Wettbewerber wie Canva, Figma oder OpenAI, die das Kerngeschäft von Adobe direkt angreifen könnten.

Adobe

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Diese Einschätzung steht nicht isoliert da. Bereits am Dienstag hatte das Analysehaus Oppenheimer das Rating gesenkt, was zu der pessimistischsten Analystenstimmung für Adobe seit über einem Jahrzehnt beigetragen hat. Auch institutionelle Anleger ziehen Konsequenzen: Meldungen vom Freitag zufolge reduzierten Investoren wie die Country Trust Bank und Concurrent Investment Advisors ihre Positionen teils deutlich – ein Indiz für das schwindende Vertrauen der Großanleger in die langfristige Dominanz des Konzerns.

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Zahlen gut, Ausblick trübe

Paradoxerweise lieferte Adobe im abgelaufenen vierten Quartal solide Zahlen und übertraf mit einem Umsatz von 6,19 Milliarden US-Dollar die Erwartungen. Doch der Fokus der Anleger liegt fast ausschließlich auf der Zukunft, und hier enttäuschte der Ausblick für das Geschäftsjahr 2026.

Die Kernsorge des Marktes betrifft die Monetarisierung der Künstlichen Intelligenz. Analysten argumentieren, dass Adobes KI-Modell „Firefly“ zwar notwendig sei, um Kunden überhaupt zu halten („Table Stakes“), aber bislang kaum neue Preissetzungsmacht generiert. Die Erzählung am Markt verschiebt sich drastisch: Adobe wird derzeit weniger als KI-Profiteur, sondern eher als potenzielles Opfer des technologischen Wandels wahrgenommen.

  • Verkaufssignal: Goldman Sachs startet Coverage mit „Sell“.
  • Wettbewerb: Wachsender Druck durch Canva und OpenAI.
  • Institutionen: Großanleger bauen Positionen ab.

Aktuell notiert die Aktie im Bereich von 304 US-Dollar und testet damit Unterstützungszonen, die zuletzt Ende 2022 relevant waren. Technisch rückt die psychologisch wichtige Marke von 300 US-Dollar in den Fokus; ein Bruch dieses Niveaus könnte weiteren algorithmischen Verkaufsdruck auslösen. Für eine nachhaltige Wende muss das Management in den kommenden Quartalsberichten beweisen, dass sich die KI-Strategie tatsächlich in messbarem Umsatzwachstum niederschlägt.

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