Die TUI-Aktie konsolidiert derzeit knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch, doch operative Frühindikatoren deuten auf ein dynamisches Geschäftsjahr hin. Während der Kurs eine Atempause einlegt, signalisieren aktuelle Buchungsdaten aus einem wichtigen Markt eine ungebrochene Reiselust für den Sommer 2026. Investoren stehen nun vor der Frage, ob die Fundamentaldaten den nächsten Aufwärtsschub rechtfertigen oder ob die Skepsis einiger Analysten begründet ist.
Hier sind die Fakten zum aktuellen Buchungstrend:
- Hohe Reisebereitschaft: 85 Prozent der befragten Österreicher planen für 2026 fest einen Urlaub.
- Steigende Ausgaben: Das Budget für Sommerurlaube kletterte um 4,3 Prozent nach oben.
- Qualitätsfokus: Der Anteil an All-Inclusive-Buchungen stieg auf 60 Prozent.
- Zielgruppen-Wandel: Solo-Reisen legten bei TUI um sechs Prozent zu.
Operative Stärke trifft auf Analysten-Streit
TUI Austria lieferte auf der Wiener Ferienmesse konkrete Daten, die als Stimmungsbarometer für den Gesamtkonzern dienen können. Besonders die Kombination aus steigenden Buchungszahlen, die laut Unternehmensangaben „deutlich über Vorjahresniveau“ liegen, und höheren Pro-Kopf-Ausgaben ist für die Margenentwicklung entscheidend. Das erweiterte Flugprogramm mit 370 wöchentlichen Abflügen unterstreicht die Zuversicht des Managements, die Nachfrage bedienen zu können.
Trotz dieser operativen Lichtblicke herrscht an der Börse Uneinigkeit über die faire Bewertung des Touristikriesen. Das spiegelt sich auch im aktuellen Kurs von 9,04 Euro wider, der zwar auf Jahressicht rund 20 Prozent im Plus liegt, aber den Widerstand bei 9,45 Euro zuletzt nicht überwinden konnte.
Die Diskrepanz bei den Analysteneinschätzungen ist dabei immens. Während Barclays das Kursziel jüngst auf 12 Euro anhob und die Segmente Hotels und Kreuzfahrten als Wachstumstreiber identifizierte, bleibt Bernstein Research skeptisch. Das US-Analysehaus sieht das Ziel bei lediglich 7,90 Euro und damit deutlich unter dem aktuellen Niveau. Diese Bewertungslücke von über 4 Euro zeigt, wie unterschiedlich die Risiken im Markt gewichtet werden.
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Dividenden-Comeback und wichtige Termine
Ein zentrales Element für das Vertrauen der Anleger ist die Rückkehr zur Normalität bei der Gewinnverwendung. Nach der langen Durststrecke während der Pandemie plant der Konzern wieder eine Dividende von 0,10 Euro je Aktie. Zwar entspricht dies bei aktuellen Kursen nur einer Rendite von etwa 1,1 Prozent, die Signalwirkung der Wiederaufnahme ist jedoch nicht zu unterschätzen.
Fundamenta betrachtet wird die Aktie derzeit mit einem Forward-KGV von 6,46 gehandelt. Das Management stellt für das laufende Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von 2 bis 4 Prozent sowie einen überproportionalen Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT) um 7 bis 10 Prozent in Aussicht. Ob diese Ziele realistisch bleiben, wird sich schon bald zeigen.
Am 10. Februar 2026 wird es für Anleger konkret: TUI lädt zur Hauptversammlung nach Hannover und präsentiert zeitgleich die Zahlen für das erste Geschäftsquartal. Sollten die europaweiten Buchungszahlen die positiven Trends aus Österreich bestätigen, dürfte dies den entscheidenden Impuls für die weitere Kursrichtung liefern.
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