Lufthansa Aktie: Rückenwind durch Ölpreis

Die US-Bank korrigiert ihre Gewinnprognosen für die Lufthansa nach oben, da niedrigere Ölpreise die größte Kostendisziplin entlasten. Die Aktie notiert bereits über dem neuen Ziel.

Kurz zusammengefasst:
  • Kurszielerhöhung durch JPMorgan auf 8,00 Euro
  • Gewinnprognosen über dem Marktkonsens
  • Kerosinpreise als zentrale Kostentreiber
  • Aktie erreicht neue Jahreshöchststände

JPMorgan hebt das Kursziel für Deutschlands größte Airline an – und verweist auf ein Detail, das vielen Anlegern entgangen sein dürfte: Die gesunkenen Treibstoffpreise verschaffen dem Konzern deutlich mehr Spielraum als der Markt derzeit einpreist. Während die Aktie im US-Handel auf neue Jahreshochs klettert, liegen die Gewinnschätzungen der Bank bereits über dem Konsens.

Was steckt hinter der neuen Einschätzung?

Die US-Großbank hat ihr Kursziel von 7,50 auf 8,00 Euro angehoben, belässt die Einstufung aber bei „Neutral“. Analyst Harry Gowers begründet den Schritt mit der veränderten Kostensituation: Niedrigere Kerosinpreise entlasten die größte Ausgabenposition einer Fluggesellschaft spürbar.

Lufthansa

DE0008232125
-
Heute: -
7 Tage: -

Die wichtigsten Fakten:

  • EBIT-Prognosen für 2025 und 2026 nach oben korrigiert
  • Gewinnschätzung 2026 liegt rund 4 Prozent über Marktkonsens
  • Kursziel reflektiert verbesserte Margenaussichten
  • Rating bleibt trotz positiverer Zahlen auf „Neutral“

Die Differenz zum Konsens ist bemerkenswert. Sie deutet darauf hin, dass der Markt die Entlastung durch gesunkene Ölpreise noch nicht vollständig in den Bewertungen verarbeitet hat. Bei einer Airline mit einer Flotte von über 700 Flugzeugen macht jede Bewegung beim Kerosinpreis einen erheblichen Unterschied in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Markt reagiert positiv – trotz operativer Turbulenzen

Die Aktie zeigt Stärke, obwohl das operative Umfeld alles andere als reibungslos verläuft. Wintereinbrüche führten am Flughafen Amsterdam zu massiven Flugausfällen. Ein technischer Ausfall der griechischen Flugsicherung legte am 6. Januar den Luftraum über Athen für Stunden lahm – mit Verspätungen im gesamten europäischen Netz als Folge.

Dass die Papiere in diesem Kontext dennoch im US-Handel ein 52-Wochen-Hoch bei 10,34 USD erreichten, spricht für robustes Vertrauen der Investoren. Auch Bernstein Research bestätigte am Dienstag seine „Neutral“-Einschätzung.

Diskrepanz zwischen Kurs und Kursziel

Mit einem aktuellen Kurs von 8,91 Euro notiert die Aktie bereits oberhalb des neuen JPMorgan-Ziels. Das wirft die Frage auf, ob der Markt die fundamentale Verbesserung bereits vorweggenommen hat – oder ob die Analysten zu konservativ bleiben.

Die charttechnische Situation liefert Argumente für beide Seiten: Der Titel liegt knapp 13 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 10,20 Euro, das erst Ende Dezember markiert wurde. Gleichzeitig notiert er deutlich über allen relevanten gleitenden Durchschnitten und fast 60 Prozent über dem Januar-Tief.

Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen, ob die von JPMorgan prognostizierte EBIT-Verbesserung bereits messbar wird – und ob die Kostendisziplin die operativen Herausforderungen kompensieren kann.

Lufthansa-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Lufthansa-Analyse vom 7. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Lufthansa-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Lufthansa-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Lufthansa: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Weitere Artikel zu Lufthansa

Neueste News

Alle News

Lufthansa Jahresrendite

Rechtliche Hinweise zu den Hebelprodukten