Nel Aktie: EU-Hilfe gefordert

Europas Wasserstoffindustrie drängt auf EU-Vorgaben für heimische Hersteller, um gegen Chinas wachsende Marktmacht zu bestehen. Nel legt Ende Februar Jahreszahlen vor.

Kurz zusammengefasst:
  • EU soll öffentliche Aufträge an europäische Anbieter binden
  • China kontrolliert bereits 60% der globalen Produktionskapazität
  • Nel veröffentlicht Quartals- und Jahresbericht am 26. Februar
  • EU-Kommission plant Gesetzespaket für 'Buy European'

Europas Elektrolyseur-Hersteller drängen die EU zu schnellen Gegenmaßnahmen gegen die wachsende Konkurrenz aus China. Mittendrin: Nel-Chef Håkon Volldal, der „Made in Europe“-Vorgaben bei öffentlichen Ausschreibungen fordert. Kann die Politik damit verhindern, dass Europa bei Großprojekten den Anschluss verliert?

Wichtige Punkte im Überblick:
– Nel-CEO Volldal fordert EU-Vorgaben zugunsten europäischer Anbieter bei öffentlichen Elektrolyseur-Aufträgen
– EU-Kommission will noch in diesem Monat ein Gesetzespaket für „Buy European“ in der öffentlichen Beschaffung vorschlagen
– China vereint bereits 60% der globalen Elektrolyseur-Fertigungskapazität auf sich
– Nel legt am 26. Februar die Q4-Zahlen und den Jahresbericht vor

Nel ASA

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Der Vorstoß aus der Branche

Wie Reuters berichtet, schloss sich Volldal diese Woche weiteren Führungskräften der europäischen Wasserstoffbranche an. Kernforderung: Öffentliche Auftraggeber in der EU sollen bei Elektrolyseuren stärker an „in Europa hergestellt“ gebunden werden.

Volldal begründete das mit dem Tempo im internationalen Wettbewerb. Europa habe zwar technologische Führungsansprüche, doch ohne breite Umsetzung in Projekten fehle die Lernkurve aus der Skalierung. In der Reuters-Meldung warnte er, chinesische Anbieter könnten sonst aufschließen und anschließend vorbeiziehen.

Warum der Druck steigt

Der Ruf nach Unterstützung fällt in eine Phase, in der viele europäische Wasserstoffprojekte zuletzt abgesagt oder verschoben wurden. Reuters verweist dafür auf das schwierige Umfeld im Jahr 2025: hohe Energiekosten in Europa und günstigere Alternativen, etwa wasserstoffbasierte Produktion aus fossilen Quellen.

Gleichzeitig zeigt der Markt ein zweigeteiltes Bild. Laut Oxford Institute for Energy Studies liefern europäische Hersteller zwar weiterhin den Großteil für Projekte im Heimatmarkt: Seit 2022 kamen mehr als 80% der Verkäufe an europäische Projekte von europäischen Firmen. Doch die industrielle Basis verschiebt sich, weil China bereits 60% der weltweiten Elektrolyseur-Produktionskapazitäten stellt.

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EU-Regeln und Nels nächste Termine

Die EU-Kommission plant laut Reuters, noch in diesem Monat Gesetzesvorschläge vorzulegen, die europäische Hersteller bei der öffentlichen Beschaffung priorisieren könnten. Im Raum steht dabei ein großer Hebel: EU-Behörden geben jährlich rund 2,5 Billionen Euro für Waren und Dienstleistungen aus.

Auch von der Europäischen Investitionsbank kam in dem Bericht ein Hinweis auf mögliche Schwerpunktsetzungen. EIB-Präsidentin Nadia Calviño nannte Elektrolyseure und Windenergie demnach als Bereiche mit vergleichsweise geringer Abhängigkeit, betonte aber zugleich die Notwendigkeit weiterer Investitionen in EU-Wertschöpfungsketten.

Für Nel fällt diese Debatte in eine terminlich wichtige Phase. Laut Finanzkalender stehen die Q4/2025-Zahlen und der Jahresbericht am 26. Februar an, die Hauptversammlung folgt am 10. April. Operativ kündigte das Unternehmen im Dezember zudem die endgültige Investitionsentscheidung an, die Next-Generation-Pressurized-Alkaline-Plattform am Standort Herøya zu industrialisieren – unterstützt durch Fördermittel aus dem EU-Innovationsfonds. Der kommerzielle Start ist für das erste Halbjahr geplant.

Zuletzt blieb das Umfeld für die Aktie anspruchsvoll: Im dritten Quartal 2025 meldete Nel einen Umsatz von 303 Mio. NOK (minus 17% zum Vorjahr). Der Auftragseingang sank um 64% auf 57 Mio. NOK. Der Auftragsbestand lag Ende September bei 984 Mio. NOK, die Liquiditätsposition bei rund 1,8 Mrd. NOK.

Am 26. Februar liefert Nel mit Jahreszahlen und Ausblick die nächste konkrete Standortbestimmung – parallel dürfte sich zeigen, wie schnell die EU ihre angekündigten Beschaffungsregeln tatsächlich auf den Weg bringt.

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