Micron Aktie: HBM-Boom treibt

Micron profitiert von der KI-Nachfrage, da seine Hochleistungsspeicher für 2026 komplett ausgebucht sind. Analysten heben die Kursziele nach starken Quartalszahlen deutlich an.

Kurz zusammengefasst:
  • HBM-Chips für KI bis 2026 ausverkauft
  • Analysten erhöhen Kursziele deutlich
  • Starke Umsatz- und Gewinnwachstumsraten
  • Aktie notiert auf neuem 52-Wochen-Hoch

Micron profitiert gerade von einem perfekten Rückenwind aus AI-Nachfrage und Analystenfantasie. Der Speicherhersteller meldet seine Hochleistungschips für künstliche Intelligenz auf Jahre hinaus ausverkauft – ein selten klares Signal für Planungssicherheit in einer sonst zyklischen Branche. Gleichzeitig ziehen große Häuser ihre Kursziele spürbar an. Wie weit trägt diese Kombination aus knapper Kapazität und neuem Optimismus?

2026-Kapazität schon verplant

Der zentrale Treiber der aktuellen Rally ist eine Meldung zur Produktionsauslastung: Micron hat bestätigt, dass seine High Bandwidth Memory (HBM)-Chips für das gesamte Kalenderjahr 2026 komplett ausverkauft sind. Diese Bausteine gelten als Schlüsselkomponente für KI-Rechenzentren und leistungsfähige AI-Hardware.

Micron

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Die vollständige Auslastung signalisiert, dass die „Memory-Supercycle“-These keine ferne Prognose mehr ist, sondern im Hier und Jetzt stattfindet. Die starke Nachfrage aus Datenzentren und von KI-Hardware-Herstellern sichert Micron über mehrere Quartale hinweg fest gebuchte Umsätze. Damit sinkt das Risiko negativer Überraschungen auf der Erlösseite deutlich, und der Markt bewertet die Aktie neu.

Die Folge: Der Kurs hat in den letzten Wochen eine starke Aufwärtsbewegung hingelegt und gestern mit 341,95 US‑Dollar ein neues 52‑Wochen-Hoch markiert. Auf Sicht von 30 Tagen summiert sich das Plus auf gut 61 Prozent – der Titel läuft weit über seinen gleitenden Durchschnitten.

Analysten drehen an den Kurszielen

Auf der Analystenseite gibt es flankierende Unterstützung. Das Researchhaus Bernstein hat sein Kursziel für Micron von 270 auf 330 US‑Dollar angehoben und verweist auf ein günstiges Preisumfeld im DRAM-Segment. Auch KeyBanc wurde optimistischer und setzt nun 325 US‑Dollar als Zielmarke an.

Diese Zielanhebungen kommen nicht aus dem luftleeren Raum. Im jüngsten Quartal legte der Umsatz auf 13,64 Milliarden US‑Dollar zu, ein Plus von 57 Prozent im Jahresvergleich. Der Gewinn je Aktie stieg sogar um 167 Prozent auf 4,78 US‑Dollar. Solche Wachstumsraten stützen die Argumentation, dass die aktuelle Bewertung nicht nur auf Hoffnung basiert, sondern auf tatsächlich starkem Geschäft.

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Die Marktreaktion fiel entsprechend lebhaft aus. Das Handelsvolumen sprang in der letzten Sitzung auf rund 48 Millionen Aktien und lag damit rund 84 Prozent über dem Drei-Monats-Durchschnitt von 26 Millionen. Marktbeobachter werten das als Zeichen starker institutioneller Nachfrage, die eher auf einen anhaltenden Trend als auf einen kurzen Kursspike hindeutet.

Rückenwind aus dem AI-Sektor

Zusätzlichen Schub erhält der gesamte Speichersektor von Aussagen auf der Technikmesse CES in Las Vegas. Nvidia‑Chef Jensen Huang bezeichnete den Markt für Speicher und Speicherbandbreite als weiter „unterversorgt“. Das unterstreicht die Perspektive, dass das aktuelle Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nicht kurzfristig gelöst sein dürfte.

Für Micron ist das eine externe Bestätigung der eigenen Positionierung im KI-Ökosystem. Auch andere Speicheranbieter wie SanDisk verzeichneten zuletzt deutliche Kursgewinne, was darauf hindeutet, dass Kapital breit in den Memory-Bereich fließt.

Technisch präsentiert sich die Aktie klar im Aufwärtstrend. Der Kurs notiert inzwischen rund 50 Prozent über dem 50‑Tage-Durchschnitt und mehr als 140 Prozent über der 200‑Tage-Linie. Gleichzeitig liegt der 14‑Tage-RSI mit 44,7 im neutralen Bereich, was eher auf eine Konsolidierung der starken Bewegung als auf akute Überkauftheit hindeutet.

Fazit: Hohe Auslastung, hohe Erwartungen

Micron verbindet derzeit zwei seltene Komponenten in einem zyklischen Geschäft: langfristig ausverkaufte Kapazitäten im margenstarken HBM-Bereich und deutlich anziehende Fundamentaldaten. Die kräftigen Zielanhebungen durch Bernstein und KeyBanc spiegeln diese neue Sicht auf Umsatz- und Gewinnpotenzial wider.

Mit einem Kurs von 341,95 US‑Dollar und einem Jahresplus von über 247 Prozent auf 12‑Monats-Sicht preist der Markt bereits viel Optimismus ein. Entscheidend wird in den kommenden Quartalen sein, ob die starke Nachfrage nach KI-Speicher anhält und Micron seine Kapazitäten und Margen auf diesem Niveau halten oder ausbauen kann – davon hängt ab, ob die Aktie ihren Vorsprung gegenüber den Durchschnittslinien strukturell verteidigt.

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