The Trade Desk kämpft mit massivem Gegenwind. Nach der abrupten Entlassung von Finanzchef Alex Kayyal – dem zweiten Wechsel auf dieser Position in weniger als einem Jahr – schwindet das Vertrauen der Anleger zusehends. Während Wettbewerber wie Amazon den Druck im Werbemarkt erhöhen, stellt sich die Frage: Kann das Interims-Management das Ruder herumreißen?
Unruhe in der Chefetage
Die Nachricht kam überraschend: Am 26. Januar 2026 verkündete das AdTech-Unternehmen die Trennung von CFO Alex Kayyal nach nur fünf Monaten im Amt. Als Nachfolgerin übernimmt Tahnil Davis, die bisherige Chief Accounting Officerin, die Position interimsweise. CEO Jeff Green lobte zwar Davis‘ strategischen Weitblick und ihre elfjährige Erfahrung im Unternehmen, doch der erneute Wechsel auf dem Posten des Finanzchefs wirft Fragen zur internen Stabilität und Nachfolgeplanung auf.
Analysten reagieren mit Kursziel-Kürzungen
Die Instabilität im Management in Kombination mit einem schwierigen Marktumfeld hat Analysten dazu veranlasst, ihre Erwartungen deutlich zurückzuschrauben. KeyBanc senkte das Kursziel drastisch von 88 auf 40 US-Dollar und verwies auf das herausfordernde Umfeld für mittelgroße AdTech-Anbieter.
Experten sehen vor allem drei Hauptgefahren für das Geschäftsmodell:
* KI-Disruption: Generative KI könnte die Wechselkosten für Kunden senken.
* Plattform-Konkurrenz: Amazon zieht mit seiner eigenen Demand-Side-Plattform immer mehr Werbegelder an.
* Marktsättigung: Der digitale Werbemarkt zeigt Anzeichen einer Wachstumsverlangsamung.
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Prognose bestätigt, Aktie am Boden
Trotz der Turbulenzen bekräftigte das Management die Finanzziele für das vierte Quartal 2025. Das Unternehmen rechnet weiterhin mit einem Umsatz von mindestens 840 Millionen US-Dollar und einem bereinigten EBITDA von rund 375 Millionen US-Dollar.
Den Kursverfall konnte diese Bestätigung jedoch nicht stoppen. Das Papier notiert aktuell bei 26,24 US-Dollar exakt auf dem 52-Wochen-Tief und hat auf Jahressicht über 76 Prozent an Wert verloren. Der massive Abstand zum 52-Wochen-Hoch von fast 119 US-Dollar verdeutlicht die Skepsis der Marktteilnehmer hinsichtlich der Wachstumsaussichten.
Ausblick: Zahlenvorlage im Fokus
Alle Augen richten sich nun auf den 25. Februar 2026. An diesem Mittwoch wird The Trade Desk nach Börsenschluss die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr präsentieren. Investoren erwarten neben den reinen Zahlen vor allem konkrete Aussagen zur Suche nach einem permanenten Finanzvorstand sowie einen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2026. Nur eine überzeugende Strategie gegen die übermächtige Konkurrenz dürfte das beschädigte Vertrauen wiederherstellen.
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