Advanced Micro Devices greift tief in die Trickkiste, um im Rennen gegen Nvidia aufzuholen. Der Chipkonzern garantiert einem Cloud-Startup einen 300-Millionen-Dollar-Kredit – und verpflichtet sich notfalls, die eigenen Prozessoren zurückzuleasen. Ein ungewöhnlicher Schritt, der zeigt, wie hart der Kampf um Marktanteile im KI-Geschäft geworden ist.
Goldman-Finanzierung mit AMD-Rückendeckung
Wie The Information am 19. Februar berichtete, hat AMD eine Kreditgarantie für das AI-Infrastruktur-Startup Crusoe übernommen. Goldman Sachs stellt 300 Millionen Dollar bereit, mit denen Crusoe AMD-Beschleuniger für ein Rechenzentrum in Springfield, Ohio kaufen soll. Die Besonderheit: AMDs Chips dienen als Sicherheit. Sollte Crusoe nicht genügend Kunden finden, least AMD die Prozessoren zurück.
Diese Absicherung drückte den Zinssatz auf rund 6 Prozent – deutlich unter Marktniveau. AMD kopiert damit eine Strategie, die Nvidia bereits erfolgreich anwendet: Der Konkurrent nutzte H100-GPUs als Sicherheit für CoreWeaves 2,3-Milliarden-Dollar-Kreditlinie. Crusoe-Chef Chase Lochmiller hatte zuvor angekündigt, AMD-Chips im Wert von 400 Millionen Dollar erwerben zu wollen.
Kurs unter Druck nach Quartalszahlen
Die Aktie steht seit der Vorlage der Q4-Zahlen am 3. Februar unter Verkaufsdruck. Obwohl AMD mit einem Gewinn je Aktie von 1,53 Dollar die Erwartungen (1,32 Dollar) übertraf und der Umsatz um 34,1 Prozent auf 10,27 Milliarden Dollar kletterte, enttäuschte der Ausblick für das erste Quartal. Am 4. Februar brach der Kurs um 17,3 Prozent ein.
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Die Handelswoche vom 17. bis 20. Februar verlief volatil um die 200-Dollar-Marke. Am Freitag schloss die Aktie bei 200,15 Dollar – rund 25 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 267,08 Dollar. Das Handelsvolumen blieb mit 25 bis 36 Millionen Aktien täglich erhöht.
Gerüchte über MI455X-Verzögerung dementiert
Zusätzliche Verunsicherung brachte ein Bericht von SemiAnalysis, wonach die Massenproduktion des nächsten Instinct MI455X bis ins zweite Quartal 2027 rutschen soll. AMD wies dies scharf zurück. Anush Elangovan, Vizepräsident für Software-Entwicklung, nannte die Behauptung auf X „Unsinn“ und bekräftigte, dass Auslieferungen wie geplant in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen.
Die MI455X-Plattform mit 72 Beschleunigern und 31 Terabyte HBM4-Speicher gilt als AMDs Antwort auf Nvidias kommendes Vera-Rubin-System. Die pünktliche Markteinführung ist entscheidend, um verlorenes Terrain wettzumachen. Mit Nvidias Quartalszahlen am 25. Februar steht der nächste Gradmesser für die Dynamik im KI-Chip-Markt bevor.
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