Die Spezialchemie steht vor ihrer größten Transformation: Der Wechsel von fossilen Rohstoffen hin zu strombasierten Verfahren ist keine Option, sondern Notwendigkeit. Evonik hat sich nun eine Schlüsselposition in diesem Rennen gesichert. Das Forschungscluster ETOS erhält frisches Kapital für die nächste Phase – ein entscheidendes Signal für die langfristige technologische Wettbewerbsfähigkeit des Essener Konzerns.
Schulterschluss der Industrie
Ab dem 1. April 2026 startet offiziell die zweite Förderphase des Forschungsnetzwerks. Insgesamt stehen für die kommenden drei Jahre 18 Millionen Euro bereit. Davon steuert das Bundesministerium für Bildung und Forschung 12 Millionen Euro bei, während die Industriepartner die restlichen 6 Millionen Euro tragen. Evonik agiert hierbei in einem hochkarätigen Konsortium: Neben dem Chemie-Riesen BASF sind auch Boehringer Ingelheim und der Technologiekonzern ABB an Bord.
Ziel ist es, chemische Synthesewege zu elektrifizieren. Strom aus erneuerbaren Quellen soll fossile Brennstoffe und energieintensive thermische Prozesse ersetzen. Dass dieser Ansatz Potenzial hat, beweist die Bilanz der ersten Phase: Acht Patentanmeldungen und zwei erfolgreiche Markteinführungen neuer Verfahrenstechniken stehen bereits zu Buche.
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Solide Basis trifft auf schwachen Kurs
Für Evonik ist die Beteiligung Teil einer langfristigen Strategie, um Entwicklungsrisiken zu teilen und Produktionskosten von volatilen Rohstoffpreisen zu entkoppeln. Die finanzielle Basis dafür steht: Nach vorläufigen Zahlen erzielte der Konzern 2025 ein bereinigtes EBITDA von rund 1,87 Milliarden Euro.
An der Börse dominiert heute jedoch Zurückhaltung. Die Aktie verlor im Tagesverlauf 1,31 Prozent und notiert aktuell bei 15,09 Euro. Trotz eines starken Laufs in den letzten 30 Tagen (+14,49 Prozent) signalisiert der extrem niedrige RSI-Wert von 15,8 eine technisch stark überverkaufte Situation.
Der Fokus liegt nun auf der Umsetzung der Forschungsziele bis 2029. Mit einer Prognose von 1,7 bis 2,0 Milliarden Euro operativem Ergebnis für das laufende Jahr verfügt das Management über den nötigen Spielraum, um den technologischen Wandel voranzutreiben. Ob die neuen Verfahren den Sprung vom Labor in die Großindustrie schaffen, wird für die Margenentwicklung der kommenden Jahre entscheidend sein.
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