Der Nahost-Konflikt trifft die Lufthansa Group an einer besonders empfindlichen Stelle: Sicherheit und Betrieb. Evakuierungsflüge, gesperrte Lufträume und teureres Kerosin zwingen den Konzern zu kurzfristigen Sondermaßnahmen – und erhöhen gleichzeitig den Kostendruck. Wie stark kann das den laufenden Flugbetrieb in den nächsten Tagen ausbremsen?
Evakuierungen: Sonderflüge statt Normalbetrieb
Die Lage vor Ort zwingt die Gruppe zu konkreten Einsätzen. Bereits am 1. März brachte Austrian Airlines mit einem Airbus A320neo gestrandete Crewmitglieder von Maskat (Oman) nach Wien. Hintergrund: Seit Beginn der Kampfhandlungen saßen Besatzungen unter anderem in den Vereinigten Arabischen Emiraten und im Oman fest. Weil die Flughäfen in den Emiraten für den zivilen Verkehr geschlossen blieben, mussten einige Crews zunächst auf dem Landweg von Dubai nach Maskat ausweichen.
Zusätzlich ist für die Nacht vom 4. auf den 5. März ein weiterer Evakuierungsflug geplant – diesmal im Auftrag der Bundesregierung. Lufthansa will mit einem Airbus A340-300 (279 Sitzplätze) deutsche Staatsbürger von Maskat nach Frankfurt bringen. Regulär buchbar ist der Flug nicht; die Registrierung läuft über die Krisenvorsorgeliste des Auswärtigen Amts.
Luftraumsperrungen: Strecken gekappt, Routen verlängert
Parallel dazu fährt der Konzern seinen Flugbetrieb in der Region deutlich zurück. Bis mindestens 8. März meidet Lufthansa die Lufträume von Israel, Libanon, Jordanien, Irak, Katar, Kuwait, Bahrain, Dammam und dem Iran. Entsprechend sind Linienflüge nach Tel Aviv, Beirut, Amman, Erbil, Dammam und Teheran vorerst gestrichen.
Weitere Einschränkungen gelten bis einschließlich 6. März: Flüge nach Dubai und Abu Dhabi sowie der Luftraum der Vereinigten Arabischen Emirate sind ausgesetzt. Auch Larnaka und der zypriotische Luftraum sind bis zum 6. März betroffen. Für Airlines bedeutet das meist: weniger Verbindungen, mehr Umwege, kompliziertere Umläufe – und damit operative Reibungsverluste.
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Kerosin teurer – Aktie kurzfristig unter Druck
Zusätzlichen Gegenwind liefert der Energiemarkt. Laut Quelltext hat die Blockade der Straße von Hormus die Energiepreise sprunghaft steigen lassen. Höhere Kerosinkosten wirken direkt auf die Margen und erhöhen den Druck in einem ohnehin kostenintensiven Geschäft.
An der Börse spiegelte sich die Gemengelage zuletzt in einer schwächeren Tendenz: In den vergangenen sieben Tagen verlor die Lufthansa-Aktie 8,55% und schloss gestern (Dienstag) bei 8,38 Euro. Damit notiert sie auch unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 8,84 Euro – ein Zeichen dafür, dass der kurzfristige Trend aktuell eher nach unten zeigt.
Entscheidend wird nun der Zeitplan der Einschränkungen: Bis zum 6. März stehen UAE/Zypern im Fokus, bis mindestens 8. März die breiteren Sperrungen. Jede Verlängerung oder weitere Ausweitung würde den operativen Aufwand und den Kostendruck hoch halten – während eine Entspannung zunächst vor allem Planungssicherheit zurückbringen würde.
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