Die Deutsche-Bank-Tochter DWS überrascht mit deutlich angehobenen Mittelfristzielen und kündigt eine außerordentliche Dividende für 2027 an. Der Fondsanbieter hat seine Ziele für 2025 übertroffen und zeigt sich für die kommenden Jahre ungewöhnlich optimistisch. Was steckt hinter dieser plötzlichen Zuversicht?
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Mit einem Gewinn je Aktie von 4,64 Euro hat DWS die eigene Zielmarke von 4,50 Euro übertroffen. Das Verhältnis von Aufwand zu Erträgen drückte das Unternehmen auf 58 Prozent – deutlich besser als geplant. Anleger reagierten erfreut: Die Aktie legte im nachbörslichen Handel auf Tradegate am 28. Januar 2026 um 2,4 Prozent zu.
Ehrgeizige Wachstumspläne bis 2028
Doch DWS-Chef Stefan Hoops legt die Latte nun noch höher. Bis 2028 soll der Gewinn pro Aktie jährlich um 10 bis 15 Prozent wachsen – eine deutliche Anhebung gegenüber den bisherigen zehn Prozent, die für 2026 und 2027 angepeilt waren. Gleichzeitig will das Unternehmen die Kostendisziplin verschärfen: Die Aufwand-Ertrag-Relation soll bis 2027 unter 55 Prozent fallen.
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Die Geschäftsführung plant zudem, einen substanziellen Teil des Überschusskapitals von derzeit einer Milliarde Euro für eine Sonderdividende im Jahr 2027 zu nutzen. Allerdings steht dieser Vorschlag unter dem Vorbehalt, dass keine lukrativen organischen oder anorganischen Wachstumschancen dazwischenkommen.
Analyst zeigt sich skeptisch
Mandeep Jagpal von der kanadischen Bank RBC reagierte am 28. Januar 2026 mit gemischten Gefühlen auf die Ankündigungen. Er bestätigte zwar seine Einstufung „Outperform“ mit einem Kursziel von 60 Euro, zeigte sich aber unsicher über die Gründe für die gestiegene Zuversicht des Managements. Mögliche Treiber sieht er in Nettozuflüssen bei alternativen Vermögenswerten sowie einer ungewöhnlich strikten Kostenkontrolle. Auch ein höheres Marktniveau mit Blick auf 2026 könnte die Prognosen stützen.
Die vollständigen Jahreszahlen für 2025 will DWS am 19. Januar veröffentlichen. Dann dürfte sich zeigen, ob die ambitionierten Ziele auf solidem Fundament stehen oder ob das Management hier zu optimistisch plant.
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