Während der Markt chinesischen Elektro-Werten aktuell skeptisch gegenübersteht, schafft CATL Fakten und tritt die Flucht nach vorn an. Der Weltmarktführer setzt Milliarden in Bewegung und trotzt den wirtschaftlichen Gegenwinden mit einer aggressiven Wachstumsstrategie. Startet jetzt die große Aufholjagd oder übernehmen die Bären wegen makroökonomischer Sorgen erneut das Ruder?
Milliarden-Offensive in Spanien
Der wichtigste Treiber für die aktuelle Bewertung ist der offizielle Baubeginn der neuen Batteriefabrik im spanischen Zaragoza. Gemeinsam mit dem Autogiganten Stellantis startete das Unternehmen unter dem Joint-Venture-Namen „Contemporary Star Energy“ vor wenigen Tagen die Arbeiten in Figueruelas. Das Projekt ist eine enorme Wette auf die Zukunft: 4,1 Milliarden Euro fließen in den neuen Standort.
Ziel ist eine gewaltige Produktionskapazität von 50 GWh pro Jahr. Die Anlage ist speziell für Lithium-Eisen-Phosphat-Zellen (LFP) konzipiert – jene kostengünstige Technologie, die für den Massenmarkt bei Elektroautos entscheidend ist. Ab Ende 2026 sollen hier die Bänder rollen. Damit umgeht CATL geschickt potenzielle Handelsbarrieren und logistische Hürden in Europa.
Doch das Projekt ist nicht frei von Kontroversen. Berichte über den geplanten Einsatz von bis zu 2.000 chinesischen Arbeitern während der Bauphase sorgen lokal für hitzige Debatten, auch wenn das Management Offenheit für lokale Einstellungen im späteren Betrieb signalisiert.
Rohstoff-Gigant schlägt zu
Parallel zur Europareise sichert CATL seine Flanken strategisch ab. Ein massiver Liefervertrag mit Tinci Materials wurde bestätigt und garantiert die Versorgungskette. Es geht um Elektrolyte im Wert von rund 1,38 Milliarden Dollar – ein klares Signal, dass man trotz weltwirtschaftlicher Turbulenzen von einer anhaltend robusten Nachfrage ausgeht.
Die Eckdaten des Deals im Überblick:
- Volumen: Lieferung von 64.600 Tonnen Lithiumhexafluorophosphat.
- Zeitraum: Laufend bis ins Jahr 2025.
- Reichweite: Material deckt eine Batterieproduktion von ca. 410 bis 470 GWh ab.
- Strategie: Schutz vor Preisvolatilität bei kritischen Komponenten.
Kampfzone Chart: Warnsignale und Chancen
Die Lage für Investoren gleicht einem Ritt auf der Rasierklinge. Einerseits nahm die US-Bank JPMorgan den Titel erst am 27. November in ihre „Preferred List“ für chinesische Werte auf – ein massiver Vertrauensbeweis institutioneller Anleger. Andererseits drückt eine Angebotsflut auf den Markt: Die Haltefrist (Lock-up) für rund 76 Millionen Aktien ist abgelaufen, was kurzfristig für erheblichen Verkaufsdruck sorgen könnte.
Erschwerend kommen makroökonomische Sorgen hinzu. Der chinesische Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe verharrt im November 2025 mit 49,2 Punkten im Kontraktionsbereich. Zwar gab es einen minimalen Anstieg um 0,2 Punkte, doch die Schwelle von 50 Punkten bleibt unterschritten. Das signalisiert eine anhaltende Schrumpfung im heimischen Industriesektor.
CATL spielt mit dem gewaltigen Investment in Spanien klar auf langfristige Marktbeherrschung statt auf kurzfristige Kapitalschonung. Entscheidend wird nun sein, ob die operativen Meilensteine in Europa die negative Stimmung durch die schwachen Konjunkturdaten aus China überlagern können.
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