Die BYD-Aktie legt in Hongkong leicht zu und zeigt nach einer volatilen Phase wieder etwas Stabilität. Treiber sind vor allem Berichte über Gespräche mit Ford, gleichzeitig bleibt das Umfeld 2026 anspruchsvoll. Im Mittelpunkt steht zunehmend die Frage, ob BYD seine Größe in nachhaltige Profitabilität ummünzen kann.
Kurse und Technik
Zuletzt schloss die Aktie bei 99,20 Hongkong-Dollar, einem moderaten Plus von 0,10 %. Nach der jüngsten Schwächephase wirkt der Titel damit gefestigter.
Aus technischer Sicht hat der Kurs wichtige gleitende Durchschnitte nach oben durchbrochen. Das signalisiert einen möglichen Stimmungsumschwung, auch wenn die Bewegung bislang überschaubar bleibt.
Gespräche mit Ford
Für neue Fantasie sorgt ein möglicher Deal mit Ford. Der US-Autobauer befindet sich dem Vernehmen nach in Gesprächen, Batterien von BYD für seine Hybridmodelle zu beziehen. Damit würde BYD seine Rolle als Zulieferer im globalen Autogeschäft ausbauen.
Die Bedeutung eines solchen Schritts:
- BYD erhielte Zugang zur Lieferkette eines großen etablierten Herstellers.
- Das Geschäft würde breiter aufgestellt, statt sich nur auf eigene Fahrzeugverkäufe zu stützen.
- Ford könnte kostengünstige und ausgereifte Batterietechnologie nutzen, um sein Hybridangebot auszubauen.
Ein Abschluss dieser Verhandlungen hätte das Potenzial, BYDs Batteriegeschäft deutlich aufzuwerten. Noch handelt es sich aber um laufende Gespräche, nicht um einen finalen Vertrag.
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Gegenwind im Heimatmarkt
Parallel dazu sieht sich BYD in China einem schwierigeren Umfeld gegenüber. Nach einer Phase außergewöhnlichen Wachstums treffen der Konzern und die Branche auf strukturelle Bremsfaktoren.
Zu den Belastungen zählen:
- Auslaufen wichtiger Steuervergünstigungen und Wechselprämien zu Jahresbeginn
- Ein intensiver Preiswettbewerb im chinesischen Elektroautomarkt
- Druck auf die Margen, da Hersteller Preissenkungen mitgehen oder sogar anführen müssen
In diesem Umfeld muss BYD seine Kostenvorteile ausspielen, um die Profitabilität zu stabilisieren.
Fokus verschiebt sich auf Gewinne
Nach dem Erreichen der globalen Absatzführerschaft rückt nun stärker die Ertragsseite in den Fokus. Der Markt bewertet nicht mehr allein die Stückzahlen, sondern die Fähigkeit, aus dem hohen Volumen verlässliche Gewinne zu generieren.
Im Zentrum steht dabei:
- Kann BYD seine vertikale Integration nutzen, um die branchenweit sinkenden Margen abzufedern?
- Reicht der Kostenvorsprung, um im chinesischen Preiskampf profitabel zu bleiben?
- Welche Rolle spielen mögliche Batterie-Lieferverträge wie mit Ford für die Ergebnisqualität?
Die kommenden Monate werden zeigen, ob der jüngste Kursanstieg sich zu einer stabileren Erholungsbewegung entwickelt oder ob 2026 von anhaltendem Margendruck geprägt bleibt. Entscheidend wird sein, ob BYD nach der Wachstumsphase klar belegt, dass das Geschäftsmodell auch im härteren Wettbewerbsumfeld attraktive Renditen ermöglicht.
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