Novo Nordisk Aktie: Skepsis bleibt

Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk sieht sich 2026 mit wachsendem Wettbewerb und dem Verlust von Patentschutz konfrontiert. Die anstehenden Quartalszahlen gelten als wichtiger Indikator für die Bewältigung dieser Herausforderungen.

Kurz zusammengefasst:
  • CEO warnt vor wachsendem Wettbewerbsdruck
  • Patentablauf in wichtigen Märkten belastet Geschäft
  • Orale Wegovy-Pille als neuer Wachstumsmotor
  • Quartalszahlen am 4. Februar als wichtiger Test

Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk steht vor einer wegweisenden Woche. Am 4. Februar folgen die Quartalszahlen für das Schlussquartal 2025 – und die Erwartungen sind gedämpft. CEO Mike Doustdar hatte Investoren bereits auf der J.P. Morgan Healthcare-Konferenz Mitte Januar auf Gegenwind eingestimmt: Wachsender Wettbewerb und der Verlust von Patentschutz in wichtigen Märkten werden 2026 belasten.

Patentablauf und Konkurrenz setzen zu

„Wenn man einen sehr hohen Marktanteil hat, wird der Wettbewerb einen Teil davon wegnehmen“, sagte Doustdar laut Reuters. Der Hintergrund: In mehreren internationalen Märkten laufen Patente aus, die bisherige Monopolstellungen schützten. Besonders Eli Lilly macht dem GLP-1-Marktführer zunehmend zu schaffen.

Novo Nordisk

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Novo Nordisk will mit drei Hebeln gegensteuern: Kapazitätsausbau, höher dosierte Formulierungen und neue Produkte. Doch die Strategie muss sich erst beweisen.

Kopien untergraben die Preismacht

Hinzu kommt ein hausgemachtes Problem: Rund 1,5 Millionen Amerikaner nutzen laut Doustdar mittlerweile nicht zugelassene, sogenannte compounded Versionen von GLP-1-Wirkstoffen. Diese Nachahmer-Präparate kosten oft nur 199 Dollar pro Monat – ein Bruchteil der Originalpreise, die ohne Versicherung mehrere hundert Dollar erreichen können.

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Orales Wegovy als Hoffnungsträger

Anfang Januar brachte Novo Nordisk sein orales Wegovy in den USA auf den Markt. Die tägliche Tablette kostet als Einstiegspreis 149 Dollar pro Monat und erhielt am 22. Dezember 2025 die FDA-Zulassung. Das Unternehmen geht davon aus, dass orale GLP-1-Medikamente bis 2030 ein Drittel oder mehr des Gesamtmarktes ausmachen könnten – mehr als ursprünglich prognostiziert.

Die Pille soll vor allem bei Männern und jüngeren Patienten punkten, die bisher unterrepräsentiert sind. Ob die Rechnung aufgeht, wird sich zeigen.

Quartalszahlen als Gradmesser

Am 4. Februar, vor Börseneröffnung in Kopenhagen, legt Novo Nordisk die Q4-Zahlen vor. Anleger dürften besonders auf zwei Aspekte achten: Wie stark belastet der Patentablauf das internationale Geschäft? Und kann die orale Wegovy-Formulierung erste Erfolge vorweisen? Die anschließende Telefonkonferenz wird zeigen, wie das Management die Balance zwischen Wettbewerbsdruck und Wachstumsambitionen konkret gestalten will.

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