Mutares Aktie: Strategie geht auf

Mutares verkauft LiBCycle-Anteile und demonstriert damit die Funktionsweise seines gesamten Investment-Zyklus, während die Aktie nach starkem Jahresstart konsolidiert.

Kurz zusammengefasst:
  • Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an LiBCycle abgeschlossen
  • Strategischer Beweis für funktionierenden Gesamtzyklus
  • Aktienkurs korrigiert nach kräftigem Jahresauftakt
  • Fokus liegt nun auf Integration des SABIC-Deals

Mutares beweist aktuell, dass es die Klaviatur des Private Equity nicht nur auf der Einkaufsseite beherrscht. Nur wenige Tage nach der Ankündigung der historischen SABIC-Übernahme meldeten die Münchner den erfolgreichen Exit bei der LiBCycle GmbH. Während der Aktienkurs am Freitag eine Atempause einlegte, sendet das Management ein wichtiges Signal an den Markt: Das Geschäftsmodell funktioniert in beide Richtungen. Doch wie ist der jüngste Rücksetzer nach der Rallye zum Jahresstart einzuordnen?

  • Erfolgreicher Exit: Verkauf der LiBCycle-Anteile an Reverse Logistics Group finalisiert.
  • Strategischer Beweis: Bestätigung des kompletten Investment-Zyklus trotz Fokus auf Großübernahmen.
  • Kursreaktion: Aktie korrigiert am Freitag, bleibt aber im Jahresverlauf stark im Plus.

Kleiner Deal mit großer Signalwirkung

Der am 14. Januar bestätigte Verkauf der 51-prozentigen Mehrheitsbeteiligung an LiBCycle mag rein finanziell im Schatten der jüngsten Milliarden-Deals stehen. Mit einem Jahresumsatz von rund 4,1 Millionen Euro im Jahr 2025 ist der Logistik-Spezialist ein kleinerer Fisch im Portfolio. Strategisch wiegt der Schritt jedoch schwerer: Er demonstriert die Fähigkeit von Mutares, auch während komplexer Großakquisitionen bestehende Beteiligungen erfolgreich zu entwickeln und gewinnbringend zu veräußern. Diese sogenannte „Harvesting“-Phase ist essenziell, um Cashflow für neue Projekte zu generieren und die operative Effizienz zu belegen.

Mutares

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Konsolidierung nach dem Höhenflug

An der Börse nutzen Anleger die Nachricht vor dem Wochenende für Gewinnmitnahmen. Die Aktie gab am Freitag um 3,63 Prozent nach und ging mit 33,15 Euro aus dem Handel. Dieser Rücksetzer relativiert sich jedoch beim Blick auf das übergeordnete Bild: Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier immer noch ein Plus von über 11 Prozent.

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Technisch betrachtet wirkt die Korrektur gesund. Der RSI (Relative Strength Index) hat sich auf einen Wert von 37,3 abgekühlt, was darauf hindeutet, dass die kurzfristige Überhitzung abgebaut wurde. Trotz des Freitags-Rutsches notiert der Kurs weiterhin komfortabel über dem 50-Tage-Durchschnitt von 29,27 Euro, was den mittelfristigen Aufwärtstrend unterstreicht.

Fokus auf Integration

Nach dem Exit richtet sich der Blick nun auf die operative Arbeit. Die Eingliederung des massiven SABIC-Geschäftsbereichs wird die Ressourcen in der zweiten Jahreshälfte 2026 stark binden. Hier muss das Management beweisen, dass es die aggressiven Wachstumsziele auch in der Integrationsphase managen kann.

Die nächsten validen Datenpunkte zur finanziellen Gesundheit liefert der Geschäftsbericht für das vierte Quartal 2025, dessen Veröffentlichung für Mitte April erwartet wird. Bis dahin bleibt die Mutares-Aktie ein Spiel auf die erfolgreiche Balance zwischen Zukauf, Sanierung und Verkauf. Gelingt es, das Momentum der ersten Januarwochen nach dieser Konsolidierung wieder aufzunehmen, stehen die Chancen gut, dass der langfristige Trend intakt bleibt.

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