Die Deutsche Bank trennt sich von ihrem Privatkundengeschäft in Indien. Mindestens zwei verbindliche Kaufangebote liegen dem Frankfurter Institut bereits vor, darunter eines der Kotak Mahindra Bank. Der Schritt fügt sich in CEO Christian Sewings Strategie ein, die Komplexität des Konzerns zu reduzieren und Kapital für profitablere Geschäftsfelder freizusetzen.
Die wichtigsten Fakten:
- Mindestens zwei verbindliche Angebote für das Indien-Retail-Geschäft
- Kotak Mahindra Bank als potenzieller Käufer im Gespräch
- Parallel dazu Ausbau des Wealth Management in der Schweiz
- US-Investor Henry James stockt Position um 35,8 Prozent auf
Fokus auf Kerngeschäft
Der indische Markt ist für ausländische Banken im Retail-Bereich margenschwach und hart umkämpft. Ein Verkauf würde Ressourcen freisetzen, die das Institut gezielt in wachstumsstarke Bereiche wie Vermögensverwaltung und Unternehmensbank lenken kann. Gleichzeitig verstärkt die Deutsche Bank ihre Präsenz in Zürich und Genf sowie im digitalen Zahlungsverkehr durch eine neue Kooperation mit PayPal.
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Die strategische Neuausrichtung findet Anklang bei institutionellen Investoren. Henry James International Management erhöhte seine Beteiligung im dritten Quartal deutlich auf 257.001 Aktien – ein Marktwert von rund 9,1 Millionen US-Dollar. Die Deutsche Bank macht damit 2,8 Prozent des Portfolios aus und rangiert auf Platz elf der größten Positionen.
Solides Umfeld stützt
Zum Start der US-Berichtssaison übertraf JPMorgan Chase die Erwartungen mit einem bereinigten Gewinn von 5,23 US-Dollar je Aktie bei Erlösen von 46,77 Milliarden US-Dollar. Die positive Resonanz auf diese Zahlen stützte den gesamten Bankensektor. Die Deutsche Bank schloss bei 33,65 Euro nahezu unverändert (-0,12 Prozent), was Marktteilnehmer angesichts des starken Jahresauftakts als relative Stärke werten.
Was Anleger beachten sollten
Die offizielle Bestätigung des Indien-Verkaufs samt Details zur Verkaufssumme dürfte in den kommenden Tagen für Bewegung sorgen. Charttechnisch fungiert die Marke von 33,60 Euro als kurzfristige Unterstützung. Ein erfolgreicher Deal könnte die Kapitaldecke weiter stärken und den Weg in Richtung 34 Euro ebnen.
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