Puma Aktie: Flucht nach vorn!
Der Sportartikelhersteller Puma meldet einen operativen Verlust von 357 Millionen Euro und streicht die Dividende, während er sich mit elf WM-Ausrüstungen für 2026 positioniert.

Kurz zusammengefasst
- Operativer Verlust von 357 Millionen Euro
- Kompletter Ausfall der Dividende für Aktionäre
- Ausrüster von elf Fußball-Nationalmannschaften für WM 2026
- Chinesischer Investor Anta hält rund 29 Prozent
Der Sportartikelhersteller Puma rüstet sich für die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 und stattet gleich elf Nationalmannschaften aus. Hinter der glitzernden Marketingfassade verbirgt sich allerdings die tiefste operative Krise der jüngeren Unternehmensgeschichte. Während die Marke auf dem Platz massive Präsenz zeigt, müssen Anleger den kompletten Ausfall der Dividende und anhaltende Millionenverluste verdauen.
Das abgelaufene Geschäftsjahr lieferte ein ungeschöntes Bild der Lage. Der währungsbereinigte Umsatz schrumpfte um 8,1 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro, was in einem drastischen operativen Verlust von 357,2 Millionen Euro mündete. Auch für das laufende Übergangsjahr stellt CEO Arthur Hoeld einen Fehlbetrag von bis zu 150 Millionen Euro in Aussicht. Konsequenterweise streichen Vorstand und Aufsichtsrat die Gewinnbeteiligung für die anstehende Hauptversammlung am 19. Mai komplett.
US-Zölle und Q1-Stresstest
Neben der schwachen Nachfrage in China und der laufenden Großhandelsbereinigung in Nordamerika belasten handelspolitische Unsicherheiten die Bilanz. Ein US-Bundesgericht ordnete zwar kürzlich die Rückerstattung von Zöllen an – Puma beziffert die bisherige Belastung auf rund 80 Millionen Euro vor Steuern. Ein baldiger Geldregen gilt unter Marktbeobachtern jedoch als unsicher, da Importeure ihre Ansprüche über ein noch nicht gestartetes Portal anmelden müssen und Washington bereits neue Abgaben vorbereitet.
Der nächste Gradmesser für den Konzernumbau folgt am 30. April mit den Zahlen zum ersten Quartal. Analysten von mwb research kalkulieren mit einem operativen Ergebnis von mageren 20 bis 35 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum standen hier noch 70 Millionen Euro zu Buche.
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Skepsis trifft auf chinesische Rückendeckung
Ein struktureller Lichtblick ist der schnellere Abbau überschüssiger Lagerbestände, der bis Jahresende ein normales Niveau erreichen soll. Dass die Marke bei Konsumenten weiterhin zieht, bewies zuletzt eine rasch ausverkaufte Pokémon-Kollektion. Dennoch bleibt die Skepsis am Kapitalmarkt hoch. Die Leerverkaufsquote liegt mit gut acht Prozent mehr als doppelt so hoch wie im langfristigen Durchschnitt. Entsprechend nervös reagiert das Papier im heutigen Handel mit einem Abschlag von 2,59 Prozent auf 24,11 Euro.
Stabilität in diese unsichere Phase bringt der chinesische Rivale Anta Sports. Mit einem Anteil von rund 29 Prozent stärken die Asiaten Pumas Position im wichtigen Wachstumsmarkt Greater China massiv. Eine Komplettübernahme steht laut Unternehmenskreisen vorerst nicht auf der Agenda.
Puma finanziert seine globale WM-Präsenz faktisch als kalkulierten Markenaufbau auf Kredit. Die nachhaltige Rückkehr in die Gewinnzone ist erst für 2027 angesetzt. Kurzfristig liefert der anstehende Quartalsbericht Ende April harte Fakten darüber, ob der beschleunigte Lagerabbau die operativen Einbußen in Nordamerika und Asien bereits teilweise abfedern kann.
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