Silber wird gerade wie ein strategischer Rohstoff behandelt – und genau das treibt den Markt an. Denn hier geht es nicht nur um Schmuck oder „sichere Häfen“, sondern um handfeste Industrie-Nachfrage und ein enger werdendes Angebot. Doch kann ein Preis auf Rekordniveau halten, wenn Hersteller anfangen, Silber zu ersetzen?
Der Preis steht heute bei 113,06 USD je Unze – genau auf dem 52‑Wochen-Hoch. In nur 30 Tagen zog Silber damit um 59,29% an.
- Aktueller Preis: 113,06 USD
- 30 Tage: +59,29%
- Seit Jahresanfang: +56,46%
- Abstand zum 50‑Tage‑Schnitt: +37,78% (50‑Tage: 82,06 USD)
- RSI (14 Tage): 62,0 (nicht extrem, aber klar trendstark)
China verengt das Angebot
Ein zentraler Preistreiber sind die neuen chinesischen Exportbeschränkungen, die zum Jahreswechsel in Kraft traten. Laut Reuters dürfen nur noch 44 Unternehmen Silber aus China exportieren. Das ist deshalb so brisant, weil China laut MarketWatch 60 bis 70% des weltweit gehandelten raffinierten Silbers kontrollieren soll.
Damit bekommt der Markt eine politische Komponente. Die staatliche chinesische Securities Times wertet Silber ausdrücklich als strategisches Material – in einer Liga mit Seltenen Erden. Auch Elon Musk kommentierte das kritisch: Silber werde in vielen industriellen Prozessen benötigt.
Solar, E‑Autos, KI: Die Nachfrage läuft heiß
Auf der Nachfrageseite drückt die Industrie weiter aufs Gaspedal. Laut Silver Institute erreicht die industrielle Silbernachfrage historische Höchststände. Besonders auffällig: Photovoltaik. Der Sektor steht inzwischen für 29% der industriellen Nachfrage – 2014 waren es noch 11%. Pro Solarpanel stecken demnach 15 bis 25 Gramm Silber.
Dazu kommen strukturelle Treiber:
– Elektrofahrzeuge benötigen laut Quelltext 25 bis 50 Gramm Silber pro Fahrzeug – deutlich mehr als Verbrenner.
– Der Ausbau von KI-Rechenzentren erhöht den Bedarf an Hochleistungselektronik, in der Silber wegen seiner Leitfähigkeit genutzt wird.
Strukturelles Defizit – aber Substitution als Gegenwind
Laut CME Group steckt der Silbermarkt im fünften Jahr in Folge in einem Angebotsdefizit. Das Angebot reagiert träge, weil rund 72% des Silbers als Nebenprodukt bei der Förderung anderer Metalle (z.B. Kupfer, Blei, Zink) anfallen. Eine schnelle Produktionsausweitung ist dadurch begrenzt.
Gleichzeitig wächst aber der Druck, Silber bei hohen Preisen einzusparen. Laut Business Insider haben chinesische Solarhersteller wie Longi Green Energy und Jinko Solar bereits angekündigt, Silber teilweise durch günstigere Basismetalle zu ersetzen. Das ist der erste konkrete Hinweis, wie der Markt sich selbst bremsen könnte.
Im Hintergrund helfen zudem makroökonomische Faktoren: Die Fed beließ die Zinsen am 29. Januar bei 3,50 bis 3,75%, während der US-Dollar laut Guardian auf ein Vierjahrestief fiel – ein Umfeld, das Dollar-Rohstoffe für Käufer außerhalb der USA tendenziell attraktiver macht.
Zum Wochenabschluss bleibt die Lage damit klar: Silber wird von Angebotsrisiken und Industrie-Nachfrage nach oben gezogen – aber je länger der Preis so hoch bleibt, desto stärker dürfte der Anreiz zur Substitution werden. Genau dieser Spagat entscheidet, ob der Markt das aktuelle Niveau stabilisiert oder ob die Bewegung anfälliger für schnelle Richtungswechsel wird.
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