Covestro Aktie: Letzte Station

XRG überschreitet die 95-Prozent-Hürde und schließt Minderheitsaktionäre am 19. Mai aus. Die Aktie folgt nur noch der erwarteten Barabfindung, während die operative Entwicklung weiterhin schwach bleibt.

Kurz zusammengefasst:
  • XRG kontrolliert über 95 Prozent der Aktien
  • Squeeze-out der Minderheitsaktionäre am 19. Mai
  • Schwache operative Zahlen für das Jahr 2025
  • Aktienkurs spiegelt nur noch Abfindungserwartung

Der Börsenabschied von Covestro nimmt konkrete Formen an. Großaktionär XRG hat die entscheidende Schwelle von 95 Prozent überschritten und will am 19. Mai die verbliebenen Minderheitsaktionäre ausschließen. Während die operative Entwicklung weiter schwächelt, orientiert sich der Kurs ausschließlich an der noch unbekannten Höhe der Barabfindung.

Squeeze-out am 19. Mai beschlossen

XRG, die Investmentgesellschaft des staatlichen Ölkonzerns ADNOC aus Abu Dhabi, kontrolliert inzwischen 95,1 Prozent aller Covestro-Aktien. Damit ist die rechtliche Voraussetzung für einen Zwangsausschluss der Minderheitsaktionäre erfüllt. Vorstand und Aufsichtsrat unterstützen das Vorhaben, um die aufwendigen Strukturen und Berichtspflichten eines börsennotierten Unternehmens abzustreifen.

Covestro

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Der Rückzug vom Kapitalmarkt läuft bereits: Seit Anfang Februar notiert Covestro nur noch im General Standard mit reduzierten Transparenzpflichten. Die Höhe der Barabfindung, die XRG den ausscheidenden Aktionären zahlen muss, steht noch nicht fest und wird erst im Vorfeld der Hauptversammlung bekanntgegeben.

Tiefpunkt der Branchenkrise

Die Zahlen für 2025 belegen die anhaltende Schwäche der Chemieindustrie. Der Umsatz sank um 8,7 Prozent auf 12,9 Milliarden Euro, das operative Ergebnis (EBITDA) brach um knapp ein Drittel auf 740 Millionen Euro ein. Der Free Operating Cash Flow rutschte mit minus 283 Millionen Euro ins Negative, unter dem Strich stand ein Verlust von 644 Millionen Euro.

Konsequenz: Keine Dividende für 2025. Zuletzt hatte der Konzern 2021 eine Ausschüttung von 3,40 Euro je Aktie gezahlt. Für 2026 erwartet Covestro ein EBITDA auf Vorjahresniveau, während sich Free Operating Cash Flow und Kapitalrendite deutlich verbessern sollen. Das Sparprogramm „STRONG“ hat bisher 275 Millionen Euro eingebracht, bis Ende 2028 sollen es jährlich 400 Millionen Euro werden.

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Kurs folgt nur noch der Abfindung

Trotz der schwachen Geschäftsentwicklung notiert die Aktie stabil nahe dem 52-Wochen-Hoch von 61 Euro. Diese Entkopplung hat einen simplen Grund: Der Kurs bildet nicht mehr die operative Lage ab, sondern einzig die Erwartung an die kommende Barabfindung. Für die letzten Minderheitsaktionäre sind Quartalszahlen und Margenentwicklung damit faktisch bedeutungslos geworden.

Auch personell steht der Umbruch bevor: CEO Markus Steilemann wird seinen 2028 auslaufenden Vertrag nicht verlängern, Finanzvorstand Christian Baier verlässt den Konzern bereits im September. Für die rund 17.600 Mitarbeiter an 46 Standorten weltweit beginnt ein neues Kapitel unter der Führung des staatlichen Ölkonzerns aus Abu Dhabi.

Die einzige noch offene Variable ist die konkrete Höhe der Barabfindung, die bis zur Hauptversammlung am 19. Mai auf den Tisch muss. Diese Zahl markiert den Schlusspunkt für Covestro als eigenständiges Börsenunternehmen.

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