Die Aktien und Warrants von Abpro werden mit dem heutigen Handelsstart an der Nasdaq ausgesetzt. Das Unternehmen scheiterte daran, die Mindestanforderungen der Börse an das Eigenkapital rechtzeitig zu erfüllen. Trotz operativer Fortschritte in der klinischen Pipeline droht nun der dauerhafte Wechsel in den unregulierten Freiverkehr.
Einspruch gegen die Entscheidung
Das zuständige Nasdaq-Gremium informierte Abpro am vergangenen Samstag darüber, dass die Wertpapiere vom Handel ausgeschlossen werden. Grund ist ein Verstoß gegen die Listing-Regel 5550(b)(1), da das Unternehmen die geforderten Eigenkapitalstandards bis zum Stichtag am 16. Februar nicht nachweisen konnte. Das Management gab bekannt, gegen diesen Beschluss Berufung einzulegen.
Für diesen Schritt hat das Unternehmen ab Erhalt des Bescheids 15 Tage Zeit, um eine Überprüfung durch den Nasdaq Listing and Hearing Review Council zu beantragen. Kann der geplante Einspruch das Blatt für das Unternehmen noch wenden? Ein Erfolg des Verfahrens ist ungewiss, weshalb sich Abpro bereits auf alternative Handelsplätze vorbereitet.
Risiken im OTC-Handel
Sollte die Berufung scheitern, erwartet das Unternehmen eine Notierung im OTC Pink Market unter den bekannten Kürzeln „ABP“ und „ABPWW“. Dieser Schritt bringt für Investoren jedoch erhebliche Nachteile mit sich. Abpro warnt explizit vor einer geringeren Informationsdichte und eingeschränkter Transparenz in diesem Marktsegment.
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Zudem ist im Freiverkehr mit einer deutlich niedrigeren Liquidität und schwankungsanfälligeren Kursen zu rechnen. Es besteht keine Sicherheit, dass Broker-Dealer weiterhin einen Markt für die Titel pflegen oder das aktuelle Kursniveau sowie das Handelsvolumen gehalten werden können.
Operative Sanierung läuft
Die drohende Dekotierung überschattet die jüngsten operativen Bemühungen. Bereits im November 2025 vollzog Abpro einen Reverse-Aktiensplit, um die Börsenanforderungen wieder zu erfüllen. Parallel dazu gelang es dem Management, die Betriebskosten im Jahresvergleich um etwa 60 Prozent zu senken.
In der klinischen Entwicklung gab es zuletzt positive Signale: Im Januar erhielt das Unternehmen gemeinsam mit Celltrion die US-Zulassung (IND) für eine Phase-1-Studie des Antikörper-Programms ABP-102 zur Behandlung solider Tumore. Der Start der klinischen Tests ist für das erste Halbjahr 2026 geplant. Zur Finanzierung dieser Meilensteine hat Abpro Zugriff auf bis zu 44 Millionen US-Dollar an Eigenkapitalmitteln, was den operativen Betrieb bis Ende 2026 absichern soll.
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