ServiceNow Aktie: Paradoxer Absturz? – Trotz übertroffener Gewinnerwartungen und zweistelligem Wachstum notiert der Software-Konzern nahe seinem 52-Wochen-Tief. Während die operativen Zahlen glänzen, dominiert am Markt eine massive Angst: Zerstört Künstliche Intelligenz das Geschäftsmodell der SaaS-Branche schneller als gedacht?
Starke Fundamentaldaten verpuffen
Der Blick auf die Zahlen für das vierte Quartal 2025 zeigt eigentlich ein gesundes Unternehmen. ServiceNow steigerte den Umsatz im Jahresvergleich um 20,7 Prozent auf 3,57 Milliarden US-Dollar. Auch beim Gewinn lieferte der Konzern: Mit einem Ergebnis je Aktie (EPS) von 0,92 US-Dollar wurden die Analystenschätzungen von 0,89 US-Dollar klar geschlagen.
Um das Vertrauen der Anleger zu stärken, kündigte das Management zudem ein neues Aktienrückkaufprogramm an. Strategisch setzt ServiceNow auf die Flucht nach vorn: Eine bestätigte Partnerschaft mit dem KI-Forschungsunternehmen Anthropic soll fortschrittliche KI-Agenten tief in die eigene Plattform integrieren und so das Produktangebot gegen technologische Disruption absichern.
Die Angst vor der „Seat Compression“
Trotz dieser harten Fakten erlebte die Aktie in der vergangenen Handelswoche ein Debakel und verlor rund 14 Prozent an Wert. Damit rutschte das Papier auf das Niveau von rund 100 US-Dollar ab. Auch Konkurrent Salesforce geriet mit einem Minus von 9 Prozent unter die Räder.
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Der Auslöser für diesen massiven Abverkauf ist eine fundamentale Sorge des Marktes, die als „Seat Compression“ bezeichnet wird. Investoren befürchten, dass KI-Agenten künftig traditionelle Benutzeroberflächen ersetzen und Unternehmen dadurch deutlich weniger Software-Lizenzen („Seats“) für menschliche Mitarbeiter benötigen. Diese Narrative führte zu einer extremen Entkopplung: Während der Dow Jones Industrial Average vergangene Woche erstmals die Marke von 50.000 Punkten durchbrach, kollabierten die Bewertungen im SaaS-Sektor.
Analysten sehen Übertreibung
Die Diskrepanz zwischen der operativen Leistung und dem Aktienkurs zwingt Analysten zum Handeln. Die Investmentbank Truist senkte ihr Kursziel drastisch von 240 auf 175 US-Dollar, behielt aber die Kaufempfehlung bei. Die Begründung: Die Bewertung habe sich zu weit von den fundamentalen Wachstumsdaten entfernt.
Der breite Marktkonsens liegt derzeit bei einem Kursziel von durchschnittlich 193 US-Dollar. Angesichts eines Kursverlusts von rund 45 Prozent über das letzte Jahr deuten diese Einschätzungen darauf hin, dass der aktuelle Pessimismus überzogen sein könnte. Solange ServiceNow jedoch nicht beweisen kann, dass KI die Umsätze treibt statt kannibalisiert, dürfte die Diskrepanz zwischen Geschäftszahlen und Börsenwert bestehen bleiben.
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