Bayer Aktie: Pharma-Durchbruch gelingt

Der Pharmariese präsentiert erfolgreiche Phase-III-Daten für seinen neuen Blutverdünner, der das Schlaganfallrisiko deutlich senkt und ein gutes Sicherheitsprofil aufweist.

Kurz zusammengefasst:
  • Studie zeigt 26 Prozent geringeres Schlaganfallrisiko
  • Kein signifikant erhöhtes Blutungsrisiko nachgewiesen
  • Strategischer Zeitvorsprung vor US-Konkurrenz
  • Aktie notiert nahe 52-Wochen-Hoch

Bayer atmet auf. Die Suche nach einem Nachfolger für den scheidenden Kassenschlager Xarelto hat einen entscheidenden Schritt nach vorne gemacht. Auf der International Stroke Conference 2026 in New Orleans präsentierte der Konzern Phase-III-Daten, die nicht nur die Wirksamkeit, sondern vor allem das Sicherheitsprofil des Hoffnungsträgers Asundexian untermauern. Damit verschafft sich der Leverkusener Konzern einen entscheidenden Zeitvorteil gegenüber der Konkurrenz.

Hier sind die wichtigsten Fakten zur Studie im Überblick:

Bayer

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  • Studie: OCEANIC-STROKE (Phase III) mit über 12.300 Patienten.
  • Wirksamkeit: Reduktion des Schlaganfallrisikos um 26 Prozent gegenüber Placebo.
  • Sicherheit: Keine signifikante Erhöhung schwerer Blutungen (1,9 % vs. 1,7 % bei Placebo).
  • Status: FDA Fast-Track-Designation liegt vor.

Sicherheit als Schlüssel zum Markt

Der kritische Punkt bei der Entwicklung neuer Blutverdünner ist traditionell nicht die Wirksamkeit, sondern das Blutungsrisiko. Genau hier liefert Asundexian die entscheidenden Argumente. In der zulassungsrelevanten Studie zeigte der Faktor-XIa-Inhibitor in Kombination mit Standardtherapien keine klinisch relevante Erhöhung der Blutungsneigung.

Dies ist für die geplante Markteinführung essenziell, da Asundexian die Lücke füllen muss, die durch auslaufende Patente beim aktuellen Bestseller Xarelto entsteht. Analysten wie Richard Vosser von JPMorgan sehen durch die neuen Daten Aufwärtspotenzial für die bisherigen Umsatzprognosen, die einen Spitzenumsatz von über 1,4 Milliarden Euro nach 2035 vorsahen.

Vorsprung vor US-Konkurrenz

Strategisch wertvoll ist der Zeitfaktor. Während Bayer detaillierte Phase-III-Daten vorlegt, hinken die Wettbewerber Bristol-Myers Squibb und Johnson & Johnson hinterher. Ergebnisse für deren Konkurrenzprodukt Milvexian werden erst Ende 2026 oder Anfang 2027 erwartet. Bayer hat damit die Chance, den Markt für die nächste Generation der Schlaganfall-Prävention frühzeitig zu besetzen.

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Starke Performance an der Börse

Die operativen Fortschritte spiegeln sich deutlich im Kurs wider. Das Papier notiert aktuell bei 46,05 Euro und damit in direkter Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch von 46,73 Euro. Auf Jahressicht haben sich die Anteilsscheine mit einem Plus von knapp 122 Prozent mehr als verdoppelt.

Treibender Faktor ist dabei nicht nur die Pharma-Pipeline. Auch die Entscheidung des US Supreme Court, den Fall Durnell im Glyphosat-Komplex zur Überprüfung anzunehmen, sorgt für Fantasie hinsichtlich einer möglichen Eindämmung der milliardenschweren Rechtsrisiken.

Mit dem vorliegenden Fast-Track-Status der FDA plant Bayer nun die zügige Einreichung der Zulassungsunterlagen. Ein Marktstart ist bei reibungslosem Ablauf noch im laufenden Jahr oder 2027 realistisch, was die Umsatzbasis der Pharma-Sparte mittelfristig stabilisieren dürfte.

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