Shell trennt sich von Jiffy Lube und treibt gleichzeitig ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm voran. Beides zusammen zeigt: Der Energiekonzern ist in einem aktiven Umbau seines Portfolios – und die Aktie notiert heute auf einem neuen 52-Wochen-Hoch.
Jiffy Lube geht für 1,3 Milliarden Dollar
Shell verkauft die Schnellöldienst-Kette Jiffy Lube International samt der Tochtergesellschaft Premium Velocity Auto an Monomoy Capital Partners. Der Deal umfasst mehr als 2.000 Servicestationen in den USA sowie kanadische Lizenznehmer. Jiffy Lube war seit über zwei Jahrzehnten Teil von Shells Schmierstoffgeschäft in Nordamerika und machte zuletzt rund 6,5 Prozent des dortigen Schmierstoffvolumens aus.
Der Abschluss des Verkaufs ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant, vorbehaltlich der Zustimmung der Regulierungsbehörden.
Shell behält dabei die Marken Pennzoil, Quaker State und Rotella sowie die gesamte Produktion und Distribution von Schmierstoffen in den USA und Kanada. Zusätzlich sicherte sich der Konzern einen langfristigen Liefervertrag mit Monomoy – die Jiffy-Lube-Stationen bleiben also Shell-Produkte nutzen, auch wenn das Netz selbst verkauft ist.
Die Logik dahinter ist klar: Shell konzentriert sich auf margenstarke Kernbereiche wie LNG-Handel und integrierte Energieoperationen. Verbraucherorientierte Einzelhandelsformate wie Jiffy Lube passen nicht mehr in dieses Bild.
Aktionäre profitieren – zum 17. Mal in Folge
Parallel zum Verkauf läuft ein Aktienrückkaufprogramm über 3,5 Milliarden Dollar, das bis Anfang Mai 2026 abgeschlossen sein soll. Allein am 10. März kaufte Shell knapp zwei Millionen eigene Aktien an verschiedenen europäischen Börsen zurück. Es ist bereits das 17. Quartal in Folge, in dem Shell mindestens drei Milliarden Dollar für Rückkäufe einsetzt.
Hinzu kommt eine Dividendenerhöhung um vier Prozent auf 0,372 Dollar je Aktie.
Die finanzielle Basis dafür ist solide: Im Gesamtjahr 2025 erzielte Shell einen operativen Cashflow von 42,9 Milliarden Dollar und einen freien Cashflow von gut 26 Milliarden Dollar. Das bereinigte Jahresergebnis lag bei 18,5 Milliarden Dollar – weniger als im Vorjahr, aber ausreichend, um die Kapitalrückführung auf hohem Niveau fortzusetzen. Bemerkenswert auch: Shell erreichte sein Kostensenkungsziel von fünf Milliarden Dollar bis Ende 2025 – drei Jahre früher als geplant.
Die Aktie spiegelt die positive Stimmung wider: Mit dem heutigen Kursanstieg auf 36,77 Euro markiert der Titel ein neues 52-Wochen-Hoch und liegt damit rund 16 Prozent über seinem 200-Tage-Durchschnitt.
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