Siemens Aktie: Neue CFO, neues Kapitel
Siemens meldet Rekordauftragsbestand und steigende Gewinne. Die neue Finanzchefin Veronika Bienert übernimmt in einer Phase des Aufschwungs und der strategischen Neuausrichtung.

Kurz zusammengefasst
- Aktie durchbricht wichtige 200-Tage-Linie
- Rekordauftragsbestand von 120 Milliarden Euro
- Neue CFO Veronika Bienert tritt Amt an
- Gewinnprognose für 2026 angehoben
Der Kurs über der 200-Tage-Linie, ein Rekordauftragsbestand und eine neue Finanzchefin — bei Siemens läuft gerade einiges zusammen. Seit dem Jahrestief im April 2025 hat die Aktie fast 29 Prozent zugelegt. Das Momentum ist zurück.
Ausbruch mit Substanz
Am 14. April kreuzte die Siemens-Aktie die 200-Tage-Linie nach oben — bei 237,20 Euro. Ein charttechnisches Signal, das Gewicht hat: Seit dem 5. März lag das Papier im langfristigen Abwärtstrend. Aktuell notiert es bei 238,30 Euro und damit knapp über diesem gleitenden Durchschnitt.
Das nächste technische Ziel liegt beim 10-Jahres-Hoch vom Januar 2026 bei 261,05 Euro. Rund neun Prozent Abstand — solange die Durchschnittslinie nicht wieder unterschritten wird.
Bienert übernimmt ein gut bestelltes Haus
Seit dem 1. April ist Veronika Bienert neue CFO der Siemens AG. Sie tritt die Nachfolge von Ralf P. Thomas an, der auf eigenen Wunsch ausscheidet. Thomas bleibt bis Dezember 2026 als Sonderberater und behält seinen Posten als Aufsichtsratsvorsitzender bei Siemens Healthineers.
Bienert ist keine Außenseiterin. Sie arbeitet seit 1993 für Siemens und kennt das Unternehmen aus Führungsrollen in Hongkong, Russland und Deutschland. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Digitalisierung der Finanzfunktion — im Einklang mit der „ONE Tech Company“-Strategie von CEO Roland Busch.
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Die Zahlen, die sie erbt, sind stark. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 stieg der Industriegewinn um 15 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro. Der Auftragseingang wuchs um 10 Prozent auf 21,4 Milliarden Euro. Der Gesamtauftragsbestand erreichte einen Rekordwert von 120 Milliarden Euro. Das Management hob daraufhin die Jahresprognose an: Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet Siemens nun einen Gewinn je Aktie zwischen 10,70 und 11,10 Euro.
ESA-Partnerschaft und der nächste Prüfstein
Strategisch setzt Siemens einen weiteren Akzent: Das Unternehmen tritt der ESA-Initiative EPIC bei und stellt europäischen Raumfahrt-Start-ups digitale Zwillinge sowie ein Simulations-Backbone bereit. Die ESA-BICs betreiben 37 Zentren in Europa. Über 2.000 Start-ups haben bisher von dem Netzwerk profitiert.
Der eigentliche Prüfstein kommt am 13. Mai. Dann legt Siemens die Ergebnisse des zweiten Quartals vor — Bienerts erster vollständiger Quartalsbericht als CFO. Das Segment Digital Industries hatte im ersten Quartal mit einem Plus von 37 Prozent überzeugt, getrieben durch Rechenzentrumsgeschäfte im Wert von 1,8 Milliarden Euro. Ob diese Dynamik trägt, wird der Markt genau messen.
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