Barrick Aktie: Mali-Risiko unterschätzt?

Malis Regierung zieht mit neuem Dekret die Kontrolle über den Bergbau an sich, während Barrick mit starken Quartalszahlen punktet. Analysten stufen auf, doch die Produktion in Mali brach ein.

Kurz zusammengefasst:
  • Neues Präsidialdekret verschärft Kontrolle in Mali
  • Goldproduktion in Loulo-Gounkoto um 75 Prozent gesunken
  • Barrick übertrifft mit Gewinn und Umsatz die Erwartungen
  • Mehrere Banken heben ihre Bewertung für die Aktie an

Die Barrick-Aktie markiert neue Höchststände – während sich in Mali die Spielregeln grundlegend ändern. Die Regierung hat per Dekret die komplette Kontrolle über den Bergbausektor an sich gezogen und direkt dem Präsidialamt unterstellt. Für Barrick, dessen Loulo-Gounkoto-Komplex zu den größten Goldminen des Landes zählt, bedeutet das: Künftig entscheidet die Staatsspitze persönlich über Genehmigungen und Vertragsverhandlungen.

Präsidialdekret verschärft staatliche Kontrolle

Mit dem neuen Dekret schuf Mali ein eigenes Ministerium, das ausschließlich dem Präsidenten untersteht. Die neue Behörde überwacht die Einhaltung des Bergbaugesetzes von 2023 und führt alle strategischen Verhandlungen mit Minenbetreibern. Zum Leiter der Behörde ernannte die Regierung Hilaire Bebian Diarra – einen ehemaligen Barrick-Manager.

Die Personalie ist brisant: Diarra kennt das Unternehmen von innen und übernimmt seine neue Rolle nach einer zweijährigen Auseinandersetzung zwischen Barrick und der malischen Regierung um eben jenen Loulo-Gounkoto-Komplex.

Produktion brach um 75 Prozent ein

Die jüngste Vergangenheit zeigt, wie schnell aus politischen Spannungen operative Probleme werden. Während der Auseinandersetzung mit der Regierung fiel die Produktion des Loulo-Gounkoto-Komplexes von 22,5 Tonnen Gold (2024) auf nur noch 5,5 Tonnen im Jahr 2025.

Das hatte direkte Folgen: Malis industrielle Goldproduktion sank um knapp 23 Prozent. B2Gold überholte Barrick zeitweise als größten Goldproduzenten des Landes.

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Starke Quartalszahlen treiben Kurs

Trotz der Risiken in Mali reagiert der Markt mit Optimismus auf die jüngsten Geschäftszahlen. Barrick meldete einen Gewinn je Aktie von 0,58 US-Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen knapp. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 23,2 Prozent auf 4,19 Milliarden US-Dollar. Die Aktie erreichte daraufhin ein neues 52-Wochen-Hoch bei 50,81 US-Dollar.

Mehrere Analysten reagierten mit Heraufstufungen: Die Bank of America hob ihr Rating von „Neutral“ auf „Kaufen“ an und erhöhte das Kursziel. Scotiabank stufte von „Sector Perform“ auf „Sector Outperform“ hoch.

Die zentrale Frage bleibt: Können operative Erfolge und eine steigende Goldnachfrage die strukturellen Risiken in einem Schlüsselmarkt wie Mali langfristig ausgleichen? Das neue Dekret gibt der Regierung jedenfalls deutlich mehr Durchgriffsmöglichkeiten als zuvor.

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