Der chinesische Technologiekonzern Xiaomi drängt mit Macht auf den europäischen Automarkt. Berichte über mögliche Partnerschaftsgespräche mit dem kriselnden Autogiganten Stellantis verleihen den Expansionsplänen kurz vor der Präsentation der Jahreszahlen eine völlig neue Dimension. Für den Smartphone-Hersteller könnte sich damit eine unerwartete Abkürzung in die europäische Fahrzeugproduktion eröffnen.
Laut Insiderberichten lotet Stellantis derzeit Kooperationen mit chinesischen Herstellern aus, um sein schwächelndes Europageschäft neu aufzustellen. Im Raum steht dabei auch der Verkauf von Anteilen an Traditionsmarken wie Maserati. Für Xiaomi kämen diese Verhandlungen zu einem idealen Zeitpunkt. Bislang produziert das Unternehmen seine Elektroautos ausschließlich in China. Ein Deal mit dem Fiat-Mutterkonzern würde sofortigen Zugang zu etablierten Produktionskapazitäten auf dem Kontinent liefern und den für 2027 anvisierten EU-Markteintritt massiv erleichtern. Ob es tatsächlich zu einer Einigung kommt, ist laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen allerdings noch offen.
Elektromobilität als neuer Ertragstreiber
Dass Xiaomi im Automobilsektor ernst zu nehmen ist, belegen die jüngsten operativen Fortschritte. Bereits im dritten Quartal 2025 erreichte die EV-Sparte erstmals die Profitabilität. Im Gesamtjahr rollten über 410.000 Fahrzeuge zu den Kunden, für das laufende Jahr hob Gründer Lei Jun das Auslieferungsziel sogar auf 550.000 Einheiten an.
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Diese Dynamik im Autogeschäft ist strategisch enorm wichtig, denn das Kerngeschäft mit Smartphones schwächelt. Explodierende Speicherpreise belasten die Margen erheblich, da Xiaomi die gestiegenen Kosten bislang nicht an seine preissensible Kundschaft weitergibt, um Marktanteile zu schützen. Diese operative Zweiteilung spiegelt sich deutlich im Chartbild wider. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 17 Prozent an Wert verloren und notierte am Freitag bei 3,73 Euro – weit entfernt vom 200-Tage-Durchschnitt bei 5,06 Euro.
Fokus auf die Jahreszahlen
Um den Kursdruck abzufedern, stützte das Management die Notierung zuletzt mit Aktienrückkäufen in Milliardenhöhe. Die eigentliche Richtungsentscheidung für die Aktie steht jedoch in der kommenden Woche am 24. März an. An diesem Tag präsentiert der Vorstand die finalen Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025. Das Zahlenwerk wird konkret belegen müssen, ob die wachsenden Erträge aus dem boomenden Autogeschäft bereits ausreichen, um die schrumpfenden Margen in der Smartphone-Sparte vollständig zu kompensieren.
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