AMD legt 250 Millionen Dollar auf den Tisch und geht eine strategische Partnerschaft mit Nutanix ein. Der Chip-Riese erwirbt für 150 Millionen Dollar Aktien des Cloud-Spezialisten zum Stückpreis von 36,26 Dollar und stellt zusätzlich bis zu 100 Millionen Dollar für gemeinsame Entwicklungs- und Vertriebsaktivitäten bereit. Die Reaktion an der Börse ließ nicht auf sich warten: Nutanix schoss im vorbörslichen Handel am Donnerstag um über 23 Prozent nach oben.
Vollständige KI-Infrastruktur im Fokus
Gemeinsam wollen beide Unternehmen eine komplette KI-Infrastrukturplattform für agentenbasierte KI-Anwendungen entwickeln. Dabei verbindet man Nutanix‘ Cloud- und Kubernetes-Systeme mit AMDs Epyc-Prozessoren und Instinct-Grafikprozessoren. Auch die Open-Source-Software ROCm von AMD kommt zum Einsatz. Dan McNamara, Senior Vice President bei AMD, spricht von einer „skalierbaren, auf Offenheit basierenden Full-Stack-KI-Plattform“, die Unternehmen maximale Flexibilität bei der Implementierung bieten soll.
Der Deal hat durchaus strategische Tiefe: Kunden fordern zunehmend KI-Umgebungen mit offenen Standards und Architekturwahlmöglichkeiten – genau hier setzen AMD und Nutanix an. Der Abschluss der Kapitalbeteiligung wird für das zweite Quartal erwartet.
Zweiter Großdeal binnen weniger Tage
Die Investition reiht sich nahtlos in AMDs aggressive Expansionsstrategie im KI-Bereich ein. Erst zwei Tage zuvor hatte Meta Platforms eine weitreichende Vereinbarung mit AMD getroffen. Der Social-Media-Konzern plant, ab der zweiten Jahreshälfte 2026 bis zu sechs Gigawatt an Instinct-GPUs einzusetzen – ein Volumen von über 100 Milliarden Dollar. Meta erhielt im Gegenzug leistungsbasierte Optionsscheine für bis zu zehn Prozent der AMD-Anteile.
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Truist Securities bekräftigte nach der Meta-Partnerschaft sein Kaufvotum mit einem Kursziel von 283 Dollar. Die Analysten sehen das als Wachstumschance für alle großen Infrastruktur-Anbieter, nicht als Verdrängungswettbewerb. Auch Jefferies setzt mit einem Kursziel von 300 Dollar auf weiteres Aufwärtspotenzial.
Marktposition wird ausgebaut
Mit den beiden Deals innerhalb einer Woche demonstriert AMD eindrucksvoll, wie ernst man den Angriff auf Nvidias Vormachtstellung im KI-Chip-Markt nimmt. Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten bereits 106 Prozent zugelegt und notiert aktuell bei 213,51 Dollar. Analysten sehen im Konsens weiteres Aufwärtspotenzial von 36 Prozent.
Die Partnerschaft mit Nutanix erschließt AMD zusätzlich den Enterprise-Bereich, wo Hybrid-Cloud-Lösungen stark nachgefragt werden. Während Nutanix mit Lieferkettenproblemen zu kämpfen hat und seine Quartalsprognose unter den Erwartungen blieb, könnte die AMD-Allianz dem Unternehmen neuen Schwung verleihen. Analyst Simon Leopold von Raymond James sprach von einem „Halo-Effekt“, auch wenn die konkreten Auswirkungen noch nicht vollständig absehbar seien.
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