Die Aktie von Rigetti Computing gleicht aktuell einer Achterbahnfahrt und stellt die Nerven der Anleger auf eine harte Probe. Doch während der Kurs zuletzt deutlich unter Druck geriet, richten Analysten den Blick bereits wieder nach vorne und sehen ein gewaltiges Aufholpotenzial. Ist der jüngste Rücksetzer also nur eine gesunde Korrektur vor dem nächsten großen Sprung oder ein ernstzunehmendes Warnsignal?
57 Prozent Kurspotenzial!
Trotz der spürbaren Volatilität sind sich die Experten weitgehend einig: Hier schlummert noch einiges an Wert. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 40,60 US-Dollar. Gemessen am aktuellen Kursniveau würde dies einem Anstieg von rund 57 Prozent entsprechen.
Zwar senkte David Williams, Analyst bei Benchmark, sein Ziel kürzlich leicht von 50 auf 40 US-Dollar, doch seine Grundaussage bleibt positiv. Er bezeichnete den Rückgang im Sektor als „gesund“ und hält an seiner optimistischen Einschätzung fest. Das Rating „Moderate Buy“ dominiert weiterhin den Konsens.
600 Millionen Dollar Kriegskasse
Was Rigetti von vielen Wettbewerbern im extrem kapitalintensiven Quanten-Wettlauf unterscheidet, ist die massive Liquidität. Durch die erfolgreiche Ausübung von Optionsscheinen sind die Barreserven auf beeindruckende 600 Millionen US-Dollar angewachsen.
Dieses finanzielle Polster ist der entscheidende Trumpf des Unternehmens. Es sichert nicht nur den laufenden Betrieb, sondern finanziert vor allem die ehrgeizige Roadmap – allen voran das Ziel, bis 2027 ein System mit über 1.000 Qubits zu entwickeln und die modulare Multi-Chip-Architektur voranzutreiben.
Licht und Schatten bei den Zahlen
Doch Anleger müssen auch die Risiken im Blick behalten. Mit einem Quartalsumsatz von lediglich 1,94 Millionen US-Dollar bleibt die operative Ertragskraft noch weit hinter der enormen Marktbewertung von über 8 Milliarden US-Dollar zurück. Zudem sorgten Meldungen über Positionsreduzierungen durch Großinvestoren wie Rockefeller Capital Management in früheren Quartalen für Verunsicherung.
Im direkten Vergleich zu Konkurrenten wie D-Wave sehen Marktbeobachter Rigetti dank der vollen Kasse jedoch defensiver und stabiler aufgestellt, um die teure Entwicklungsphase zu überbrücken.
Der Abwärtstrend bremst
An den Börsen spiegelt sich diese Zerrissenheit wider. Zwar konnte sich das Papier am Freitag mit einem leichten Plus von 0,45 Prozent auf 22,20 Euro stabilisieren, doch der Blick auf den letzten Monat zeigt die Skepsis: Ein Minus von rund 34 Prozent in 30 Tagen verdeutlicht, dass der Titel noch immer mit dem Abwärtstrend kämpft.
Für Anleger bleibt Rigetti eine Wette auf die technologische Zukunft. Alles hängt nun davon ab, ob das Management die prall gefüllte Kriegskasse effizient nutzen kann, um die technischen Meilensteine zu erreichen und die Lücke zum ambitionierten Kursziel der Analysten zu schließen.
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