Graphite One Aktie: DOE-Milliarden im Visier
Das US-Energieministerium schreibt bis zu 500 Millionen Dollar für heimische Graphitverarbeitung aus. Graphite One könnte mit seiner geplanten Anlage in Ohio profitieren und strebt wichtige Genehmigungen bis Herbst 2026 an.

Kurz zusammengefasst
- US-Förderrunde für kritische Batteriemineralien
- Geplante Anlage in Ohio erfüllt Förderkriterien
- Genehmigungen für Alaska-Mine bis September 2026 geplant
- Aktie leidet unter schwachen Graphit-Spotpreisen
Washington setzt seinen Kurs in der Rohstoffpolitik fort. Das US-Energieministerium hat eine Förderrunde über bis zu 500 Millionen Dollar für heimische Mineralverarbeitung und Batterieproduktion ausgeschrieben — und Graphit gehört explizit zu den Zielmaterialien. Für Graphite One kommt das zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen ohnehin auf mehreren Fronten gleichzeitig voranschreitet.
Ohio-Anlage trifft Förderkriterien
Die geplante Graphitverarbeitungsanlage in Niles, Ohio, passt direkt auf die Anforderungen des DOE. Das Energieministerium sucht Projekte im kommerziellen Maßstab — neue Anlagen können mindestens 100 Millionen Dollar erhalten, Demonstrationsprojekte mindestens 50 Millionen. Bewerbungsfristen: Absichtserklärungen bis zum 27. März, vollständige Anträge bis zum 24. April 2026.
Das finanzielle Fundament des Ohio-Projekts ist bereits erheblich. Die US-amerikanische Export-Import-Bank hat Graphite One zur Beantragung zweier Darlehen über insgesamt 2,07 Milliarden Dollar eingeladen — 1,4 Milliarden für die erste Ausbauphase der Raffinerie und 670 Millionen für die Erschließung der Graphite-Creek-Mine in Alaska.
Genehmigungen bis Herbst 2026 im Zeitplan
Parallel läuft die Genehmigungsuhr. Das Graphite-Creek-Projekt ist das erste Bergbauprojekt in Alaska, das den beschleunigten FAST-41-Prozess des Bundes durchläuft. Bundesbehörden haben festgelegt, dass alle notwendigen Genehmigungen für den Minenbetrieb bis Ende September 2026 vorliegen sollen.
Die zugrundeliegende Machbarkeitsstudie stützt diesen Zeitplan mit konkreten Zahlen: einem Vorsteuerwert von 6,4 Milliarden US-Dollar, einer internen Rendite von 30 Prozent und einem Reservenzuwachs von 317 Prozent für das integrierte Projekt.
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Strukturelle Nachfrage trifft schwache Spotpreise
Das politische Umfeld bleibt günstig. Die USA sind bei 16 kritischen Mineralien — darunter Graphit — vollständig auf Importe angewiesen. Die im Mai 2024 verlängerte Sperre für chinesisches Graphit in Batterielieferketten bis 2027 gibt Automobilherstellern Zeit, alternative Quellen aufzubauen, und sichert westlichen Projekten mittelfristig ihren Investitionsfall.
Am Spotmarkt sieht es weniger rosig aus. Graphitpreise liegen im März 2026 je nach Region zwischen 0,59 und 1,81 US-Dollar pro Kilogramm — Folge anhaltenden Überangebots chinesischer Produzenten. Sphärisches Graphit hatte 2023 ein Elfjahrestief erreicht, eine nachhaltige Erholung blieb seither aus. Die Graphite-One-Aktie spiegelt diesen Gegenwind wider: Seit Jahresbeginn hat sie rund 45 Prozent verloren.
Das Unternehmen plant, bis 2028 eine jährliche Produktion von 50.000 Tonnen Naturgraphit zu erreichen und bis 2031 auf 175.000 Tonnen auszubauen — vorausgesetzt, Genehmigungen und Finanzierung laufen wie geplant zusammen. Mit dem DOE-Antragsfenster im April und der Genehmigungsentscheidung im September 2026 werden die nächsten sechs Monate zeigen, ob sich die strategische Ausgangslage in konkrete Projektfortschritte übersetzt.
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