IBM steht vor einem Rätsel: Während die Investmentbank Jefferies das Kursziel auf 360 US-Dollar anhebt und auf ein massives KI-Auftragsbuch verweist, reagiert der Markt mit Zurückhaltung. Die Aktie verlor am 7. Januar 1,86 Prozent auf 296,83 US-Dollar – trotz optimistischer Analysteneinschätzung. Nach einem Plus von 35 Prozent im Jahr 2025 scheinen Investoren bei einer Bewertung von mehr als dem 35-fachen des Gewinns ins Grübeln zu geraten.
Upgrade trifft auf Gewinnmitnahmen
Jefferies hat IBM auf „Buy“ hochgestuft und ein Kursziel von 360 US-Dollar ausgegeben. Die Begründung: Ein KI-Auftragsvolumen von 9,5 Milliarden US-Dollar Ende des dritten Quartals 2025. Das impliziert ein Aufwärtspotenzial von rund 21 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau.
Der Markt zeigt sich jedoch skeptisch. Das aktuelle KGV von 35,5 liegt deutlich über historischen Durchschnittswerten und signalisiert eine anspruchsvolle Bewertung. Nach der monatelangen Rally scheinen Anleger Gewinne mitzunehmen, anstatt dem positiven Analystenvotum zu folgen. Der Konsens der Analystengemeinschaft liegt mit einem durchschnittlichen Kursziel von etwa 302 US-Dollar deutlich vorsichtiger.
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Neue Studiendaten stützen KI-Strategie
Zeitgleich mit den Kursbewegungen veröffentlichte IBM am 7. Januar eine gemeinsame Studie mit der National Retail Federation. Die Daten liefern konkrete Argumente für die milliardenschweren Investitionen in Beratung und Software:
- 45 Prozent der globalen Konsumenten nutzen inzwischen KI-Tools beim Einkauf
- 41 Prozent setzen KI gezielt für Produktrecherchen ein
- 54 Prozent der Einzelhandelsmanager kämpfen mit Datenherausforderungen – genau dort setzt IBMs Serviceportfolio an
Die Zahlen belegen, dass die Nachfrage nach IBMs KI- und Datenlösungen auf messbaren Verhaltensänderungen der Verbraucher basiert. Die watsonx-Plattform adressiert reale Probleme, nicht nur Zukunftsversprechen.
Quartalsvorlage als Wendepunkt
Am 28. Januar folgt der Quartalsbericht für das vierte Quartal 2025. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von etwa 4,33 US-Dollar. Entscheidend wird sein, inwieweit das Auftragsvolumen von 9,5 Milliarden US-Dollar in tatsächlich gebuchte Umsätze umgewandelt wurde. Bis dahin dürfte die Aktie volatil bleiben – zwischen Gewinnmitnahmen an der 300-US-Dollar-Marke und institutioneller Akkumulation in Richtung neuer Jahreshochs.
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