British American Tobacco hat den Startschuss für sein beschleunigtes Rückkaufprogramm 2026 gegeben — und gleichzeitig kommt aus den USA ein potenziell richtungsweisendes Gerichtsverfahren für das Vaping‑Geschäft. Kann ein Urteil des US‑Berufungsgerichts die regulatorischen Belastungen für Marken wie Vuse und Velo spürbar lindern? Die Antwort darauf dürfte Einfluss auf die Wachstumsdynamik der „New Categories“ haben.
Rückkauf und Kapitalstruktur
Das Unternehmen meldete heute die Rücknahme von 128.000 Stammaktien im Rahmen des angekündigten £1,3‑Milliarden‑Rückkaufprogramms für 2026. Die zurückerworbenen Titel sollen unmittelbar annulliert werden. Nach der Streichung reduziert sich die Zahl der ausgegebenen stimmberechtigten Stammaktien auf 2.179.059.085, exklusive der bereits im Treasury gehaltenen 132.988.352 Aktien. Die Transaktion wird von UBS AG London Branch ausgeführt und ist Teil der Strategie, Kapital an die Anteilseigner zurückzugeben — nach dem teilweisen Verkauf des Industrieriesenbeteiligung in Indien.
Ein kurzer Blick auf den Markt: Die Aktie notiert heute bei 46,25 €, damit liegt sie rund neun Prozent unter dem 52‑Wochen‑Hoch. Diese Kursentwicklung spiegelt einerseits den Anteil des Rückkaufs am Wertaufbau wider, andererseits die Unsicherheit durch regulatorische Risiken.
Regulatorische Lage in den USA
Beim US‑Berufungsgericht des Fifth Circuit wurde am selben Tag in Frage gestellt, ob die FDA de facto ein Verbot aromatisierter nachfüllbarer E‑Zigaretten durchsetzt, ohne formelle Regelsetzung mit Beteiligung der Öffentlichkeit. Für British American Tobacco ist das besonders relevant: Die USA stellen für die Gruppe das größte Nicotin‑Wertsegment dar, und die neuen Kategorien (Vuse, Velo) sind zentrale Wachstumspfeiler.
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CEO Tadeu Marroco hat wiederholt betont, dass ein großer Teil des US‑Vape‑Markts weiterhin außerhalb der formellen Regulierung liegt — ein Faktor, der die offizielle Umsatzentwicklung belastet. Ein Urteil, das die Durchsetzung der FDA einschränkt oder zumindest die rechtliche Basis für bisherige Maßnahmen infrage stellt, könnte den Absatzumfeld für regulierte Produkte verbessern. Gleichtzeitig bleibt jedoch erhebliche Unsicherheit: Ein günstiges Urteil ist nicht garantiert und würde nicht sofort alle praktischen Hürden beseitigen.
Ausblick und Relevanz
Die aktuellen Nachrichten fügen sich in das bereits im Spätjahr 2025 formulierte Rahmenwerk: Für 2026 erwartet das Management weiterhin ein Umsatzwachstum am unteren Ende einer Bandbreite von 3–5 % und ein bereinigtes operatives Ergebniswachstum von 4–6 %. Zugleich peilt die Gruppe bis Ende 2026 eine Entschuldung auf ein Verhältnis von 2,0x–2,5x (bereinigte Nettoverschuldung zu bereinigtem EBITDA) an.
Wichtig für Anleger und Beobachter sind zwei feste Termine: Die nächste große Berichtslinie sind die vollständigen Jahreszahlen für 2025 am 12. Februar 2026; der aktuelle Rückkauftranche‑Durchlauf soll am 11. Februar 2026 abgeschlossen sein. Sollte das Berufungsgericht der FDA‑Praxis Grenzen setzen, könnte das die Wachstumsaussichten der „New Categories“ kurzfristig entlasten und die Renditewirkung des Rückkaufs verstärken. Bleibt das Gericht bei einer restriktiven Linie, bleiben regulatorische Risiken ein spürbarer Gegenwind.
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