Kurz vor der Veröffentlichung der Jahresbilanz verschärft Deutschlands größtes Geldhaus den Sparkurs. Der Vorstand kündigte die Schließung von rund 100 Filialen an und setzt bei der Kundenbetreuung künftig massiv auf Künstliche Intelligenz. Während Anleger gespannt auf die morgigen Zahlen warten, stellt sich die Frage: Reicht die Digitalisierungsoffensive, um die ambitionierten Renditeziele bis 2028 zu sichern?
- Filialnetz: Schließung von ca. 100 Standorten bis Ende 2026 geplant.
- Technologie: Einführung eines KI-Assistenten in der zweiten Jahreshälfte 2026.
- Termin: Vorläufige Jahreszahlen folgen morgen, am 29. Januar.
Weniger Filialen, mehr KI
Privatkundenvorstand Claudio de Sanctis macht ernst beim Umbau des Filialnetzes. Bis Ende 2026 soll die Zahl der Standorte von Deutsche Bank und Postbank um rund 100 reduziert werden. Ende 2025 existierten noch gut 750 Zweigstellen. Der Fokus verschiebt sich eindeutig ins Digitale: In den letzten 18 Monaten stiegen die Nutzungszahlen der Banking-App bereits um knapp 20 Prozent.
Um die verbleibenden 19 Millionen Privatkunden effizienter zu betreuen, plant das Institut für die zweite Jahreshälfte 2026 den Start eines digitalen Assistenten. Dieser soll Routineaufgaben wie Fragen zum Zahlungsverkehr oder Kreditkarten übernehmen. Das Ziel ist klar: Mitarbeiter sollen von administrativen Tätigkeiten entlastet werden, allerdings wird der Personalbedarf insgesamt sinken. Die Bank setzt hierbei primär auf natürliche Fluktuation.
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Starke Performance vor Zahlenvorlage
Der Kapitalmarkt honoriert den strikten Sanierungskurs bisher deutlich. Auf Sicht von zwölf Monaten kletterte das Papier um rund 74 Prozent nach oben. Aktuell notiert die Aktie bei 33,53 Euro und hält sich damit stabil über dem 50-Tage-Durchschnitt von 32,85 Euro.
Die fundamentalen Daten stützen diesen Trend. In den ersten neun Monaten 2025 erzielte der Konzern einen Rekord-Vorsteuergewinn von 7,7 Milliarden Euro. Allein im dritten Quartal lag das Ergebnis bei 2,4 Milliarden Euro – der beste Wert für diesen Zeitraum seit 2007. Um die langfristige Eigenkapitalrendite von über 13 Prozent bis 2028 zu erreichen, gilt die Senkung der Kosten-Ertrags-Quote auf unter 65 Prozent als entscheidender Hebel.
Tag der Wahrheit steht an
Morgen, am 29. Januar um 11:00 Uhr, legt das Management die vollständigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vor. Anleger werden genau prüfen, ob der Gewinntrend des bisherigen Jahres gehalten werden konnte und wie sich die Restrukturierungskosten auf die Bilanz auswirken. Bestätigen sich die Rekordwerte, dürfte der Fokus schnell auf die Umsetzung der neuen KI-Strategie und die Kosteneffizienz im laufenden Jahr rücken.
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