Der Schweizer Schienenfahrzeughersteller Stadler Rail steht vor einer charttechnischen Weichenstellung. Nachdem die Aktie zuletzt die wichtige 100-Tage-Linie zurückerobern konnte, beobachten Investoren am Montag gespannt, ob sich die Stabilisierung fortsetzt. Dabei wirkt ein Milliarden-Deal aus Dänemark als fundamentaler Katalysator – während ein juristischer Streit mit den Schweizerischen Bundesbahnen weiterhin belastet.
Die wichtigsten Fakten im Überblick:
* Aktie überwindet 100-Tage-Durchschnitt bei rund 21,36 Euro
* Großauftrag für 226 fahrerlose S-Bahnen in Kopenhagen gesichert
* Kooperation mit Siemens für das dänische Projekt
* Rekurs gegen SBB-Auftragsverlust weiterhin anhängig
Technisches Signal am Scheideweg
Der Freitags-Schlusskurs von 21,40 Euro markiert einen bedeutsamen Moment: Erstmals seit Monaten gelang es den Papieren, sich über der 100-Tage-Linie zu behaupten. Aus charttechnischer Sicht wäre eine Etablierung oberhalb von 21,50 Euro der nächste logische Schritt in Richtung der 200-Tage-Linie bei 22,02 Euro. Ein Rückfall unter 21,30 Euro würde das zarte Kaufsignal hingegen sofort annullieren.
Unterstützung erfährt die technische Erholung durch den Kopenhagen-Deal: Mitte Januar sicherte sich ein Konsortium aus Stadler und Siemens Mobility den Zuschlag für die Lieferung von 226 vollautomatischen S-Bahnen an die Dänischen Staatsbahnen (DSB). Das Projektvolumen umfasst neben der Lieferung auch eine 30-jährige Wartung. Stadler steuert dabei die mechanischen Komponenten und Wagenkästen bei. Der Auftrag sendet ein wichtiges Signal zur Wettbewerbsfähigkeit – insbesondere nach den Rückschlägen im Heimatmarkt.
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Wien-Projekt läuft planmäßig
Ergänzend präsentierte der Betreiber des City Airport Train (CAT) in Wien am 21. Januar das Außendesign der neuen Stadler-KISS-Doppelstockzüge. Die fünf Triebzüge waren bereits im Oktober 2023 bestellt worden und sollen 2027 in Betrieb gehen. Die termingerechte Abwicklung bestehender Aufträge belegt die operative Zuverlässigkeit des Unternehmens.
SBB-Niederlage überschattet Erfolge
Trotz der positiven Entwicklungen bleibt ein fundamentaler Belastungsfaktor: Im November 2025 verlor Stadler die prestigeträchtige SBB-Ausschreibung über 116 Doppelstockzüge an Siemens. Der eingelegte Rekurs führt zu einer juristischen Hängepartie, die das Aufwärtspotenzial der Aktie deckelt. Solange diese Unsicherheit nicht ausgeräumt ist, dürfte der Titel nicht nachhaltig durchstarten können.
Die Stadler Rail Aktie steht am Montag an einer technischen Schlüsselmarke. Der Kopenhagen-Auftrag liefert die fundamentale Basis für eine mögliche Erholung, während der SBB-Konflikt als Bremse wirkt. Ob sich die Bodenbildung fortsetzt, entscheidet sich in den kommenden Handelstagen an der Verteidigung der 21,50-Euro-Marke.
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