Palantir Aktie: Erklärungen erwartet
Palantir wächst im US-Verteidigungsgeschäft stark, steht aber wegen mangelnder Transparenz bei einem britischen Gesundheitsprojekt in der Kritik. Analysten bewerten die Aktie zurückhaltend.

Kurz zusammengefasst
- Kritik an NHS-Datenplattform wegen Intransparenz
- Maven-AI-System erhält Pentagon-Status für Langfristigkeit
- Umsatzwachstum von 70 Prozent im letzten Quartal
- Aktienkurs deutlich unter Analystenzielen notiert
Starkes Wachstum, volle Kassen – und trotzdem steht Palantir unter Beobachtung. Britische Parlamentarier haben dem Unternehmen eine deutliche Warnung ausgesprochen, während der £330-Millionen-Vertrag mit dem National Health Service weiter für Debatten sorgt.
NHS-Vertrag im Kreuzfeuer der Kritik
Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht die Federated Data Platform, die Palantir für den NHS betreibt. Kritiker bemängeln mangelnde Transparenz und stellen die Frage, ob ein Unternehmen mit engen Verbindungen zur Rüstungsindustrie sensible Gesundheitsdaten verwalten sollte.
NHS England meldet zwar operative Erfolge: Bis Ende Februar 2026 nutzten 123 Gesundheitsbehörden die Plattform, 110.000 zusätzliche Operationen sollen durchgeführt worden sein, Entlassungsverzögerungen gingen um 12 Prozent zurück. Das Problem: Diese Zahlen basieren auf Daten, die der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind – was die Skepsis der Kritiker kaum zerstreut.
Pentagon-Rückenwind und Rekordwachstum
Auf der anderen Seite des Atlantiks läuft es für Palantir deutlich besser. Das Maven-AI-System des Unternehmens wurde am 9. März 2026 offiziell als „Program of Record“ des Pentagon eingestuft – ein Status, der langfristige Budgetsicherheit und eine breitere Integration in alle US-Militärzweige ermöglicht. Ab dem 30. September 2026 soll die US Army die Vertragssteuerung übernehmen.
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Die Finanzzahlen untermauern die starke Marktstellung. Im vierten Quartal 2025 erzielte Palantir einen Umsatz von 1,41 Milliarden Dollar – ein Plus von 70 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allein das US-Regierungsgeschäft wuchs um 66 Prozent auf 570 Millionen Dollar. Das Geschäftsjahr 2025 schloss das Unternehmen mit 7,2 Milliarden Dollar Cash und keinerlei Schulden ab. Die sogenannte „Rule of 40″ – ein Gesundheitsindikator für Softwareunternehmen, der Wachstum und Profitabilität kombiniert – erreichte rund 127 Prozent.
Ehrgeizige Ziele, geteilte Meinungen
Das Management hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Den Jahresumsatz bis Anfang der 2030er Jahre auf 40 bis 45 Milliarden Dollar zu verzehnfachen. Grundlage soll die Artificial Intelligence Platform (AIP) sein. Für das laufende Jahr peilt Palantir im US-Kommerzgeschäft einen Umsatz von über 3,14 Milliarden Dollar an.
Analysten sind gespalten. Institutionelle Kursziele liegen zwischen 200 und 230 Dollar, doch die Aktie notiert aktuell bei rund 148 Dollar – etwa 29 Prozent unter den Hochs aus dem Herbst 2025. Hinzu kommen Insiderverkäufe im Volumen von rund 137,75 Millionen Dollar in den vergangenen 90 Tagen. Die Bewertung bleibt damit das zentrale Gesprächsthema, während das operative Geschäft weiter Fahrt aufnimmt.
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