Die Aktie von Strategy hat seit ihrem Hoch massiv an Wert eingebüßt, parallel zum schwächelnden Bitcoin-Kurs. Doch wer nun Zurückhaltung erwartet, irrt gewaltig. Das Unternehmen nutzt die niedrigeren Kurse aggressiv und baut seine Bestände weiter aus – finanziert durch frisches Kapital der Aktionäre. Anleger müssen sich fragen, wie lange diese Wette gegen den aktuellen Markttrend gutgehen kann.
Ungebremste Akkumulation
Am Montag gab das Unternehmen den Kauf von weiteren 3.015 Bitcoin für rund 204,1 Millionen US-Dollar bekannt. Damit hält der Konzern nun die Rekordsumme von 720.737 Einheiten der Kryptowährung. Interessant ist dabei vor allem die Finanzierung: Entgegen früherer Aussagen von CEO Phong Le, sich stärker auf die Ausgabe von Vorzugsaktien zu stützen, wurde der Großteil dieser Transaktion durch den Verkauf neuer Stammaktien bezahlt. Dies spülte netto 237,1 Millionen US-Dollar in die Kasse, verwässert jedoch potenziell die Anteile der bestehenden Aktionäre.
Die Bilanz unter Wasser
Die aggressive Kaufstrategie trifft auf ein schwieriges Marktumfeld. Während der durchschnittliche Kaufpreis von Strategy mittlerweile bei knapp 76.000 US-Dollar pro Bitcoin liegt, notiert der aktuelle Kurs deutlich darunter im Bereich von Mitte 60.000 US-Dollar. Diese Diskrepanz belastet die Bilanz erheblich. Da die Bestände nach den neuen Rechnungslegungsstandards zum Marktwert bilanziert werden, schlagen Preisschwankungen direkt auf die Gewinn- und Verlustrechnung durch. Der massive buchhalterische Verlust im vierten Quartal 2025 dominiert weiterhin die Schlagzeilen und drückt auf die Stimmung.
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Hebelwirkung und Dividenden-Trost
Die Struktur des Unternehmens als gehebelte Bitcoin-Schatzkammer wirkt in beide Richtungen. Durch den Einsatz von Wandelanleihen und verschiedenen Vorzugsaktien-Serien (wie STRC) fungiert die Aktie als Verstärker der Bitcoin-Entwicklung. Seit dem Höchststand im November 2024 hat das Papier rund 75 Prozent an Wert verloren; der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt aktuell über 70 Prozent.
Um die Attraktivität für Investoren der Vorzugsaktien zu wahren, erhöhte das Management die Dividende für die Serie STRC zum siebten Mal in Folge auf nun 11,50 Prozent jährlich. Dies soll als Puffer gegen die anhaltende Volatilität dienen.
Fazit: Kurs halten um jeden Preis
Das Management lässt sich von den roten Zahlen im Portfolio nicht beirren. Mit einer Barreserve von 2,25 Milliarden US-Dollar sieht sich Strategy gut gerüstet, um Dividendenzahlungen über Jahre hinweg auch ohne Bitcoin-Verkäufe zu bedienen. Die Marschrichtung bleibt damit eindeutig: Das Unternehmen setzt seine Akkumulationsstrategie unabhängig von der kurzfristigen Profitabilität fort und zementiert seinen Status als größter korporativer Bitcoin-Halter der Welt.
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