PetroChina befindet sich in einem Spannungsfeld zwischen staatlich verordnetem Bestandsaufbau und volatilen Aktienmärkten. Während der Konzern die nationalen Ölreserven massiv ausbaut, verzeichnete die Aktie am gestrigen Freitag deutliche Kursverluste. Anleger fragen sich: Überwiegen die logistischen Vorteile der Bevorratung oder die Risiken sinkender Raffineriemargen?
- Bestandsziel: 140 Millionen Barrel zusätzliche Rohölreserven bis März 2026.
- Importe: Saudi-arabische Lieferungen erreichen im März ein Mehrjahreshoch.
- Kurswert: A-Aktie schloss am Freitag bei 10,54 CNY (-4,53 %).
- Analysten-Votum: JPMorgan bevorzugt PetroChina gegenüber dem Konkurrenten CNOOC.
Strategische Reserven im Fokus
Die chinesische Regierung hat die staatlichen Ölkonzerne angewiesen, zwischen Juli 2025 und März 2026 insgesamt 140 Millionen Barrel Rohöl einzulagern. Dies entspricht einer täglichen Aufbaurate von rund 520.000 Barrel. Branchenexperten von FGE prognostizieren, dass die gesamten Ölvorräte Chinas im Jahr 2026 sogar um 266 Millionen Barrel steigen könnten.
Diese aggressive Akkumulationsstrategie rückt PetroChina in das Zentrum der nationalen Energiesicherheit. Besonders deutlich zeigt sich dies bei den Importen: Die Rohölmengen aus Saudi-Arabien werden im kommenden Monat voraussichtlich einen Mehrjahresrekord erreichen.
Divergenz zwischen Kurs und Bewertung
Trotz der hohen operativen Volumina verlor die in Shanghai gelistete A-Aktie von PetroChina am Freitag 4,53 % an Wert. Marktbeobachter führen dies auf schwankende Ölpreise und geopolitische Unsicherheiten zurück, die den gesamten Sektor belasten. Dennoch stufen Institutionen wie JPMorgan das Unternehmen im Branchenvergleich positiv ein.
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Die Analysten stuften den Konkurrenten CNOOC jüngst auf „Neutral“ herab, bekräftigten jedoch ihre Präferenz für PetroChina. Ausschlaggebend hierfür ist die integrierte Struktur des Konzerns. Seine starken Kapazitäten in der Verarbeitung (Downstream) und im Transport (Midstream) werden in der aktuellen Marktlage als defensiver Vorteil gewertet.
Herausforderungen bei der Profitabilität
Das globale Umfeld bleibt jedoch gemischt. Die Internationale Energieagentur (IEA) erwartet für 2026 zwar ein Nachfragewachstum von 850.000 Barrel pro Tag, verweist jedoch auf wirtschaftliche Bremsfaktoren, die das Wachstum begrenzen könnten.
Zudem stehen die Raffineriemargen an wichtigen asiatischen Handelsplätzen wie Singapur derzeit unter Druck. Für PetroChina bedeutet dies, dass die Vorteile des massiven Rohöl-Einkaufs durch schwächere Margen im Verarbeitungsgeschäft teilweise neutralisiert werden könnten. Bis zum Erreichen des staatlichen Speicherziels im März bleibt die fundamentale Entwicklung der Bestände ein zentraler Faktor für die Bewertung der Aktie.
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