Nel ASA Aktie: Expansion am Tiefpunkt

Der Wasserstoffpionier Nel ASA investiert massiv in eine neue Technologieplattform, während die Aktie ein Allzeittief erreicht und der Auftragsbestand deutlich zurückgeht.

Kurz zusammengefasst:
  • Investition in neue Plattform für kostengünstigen Wasserstoff
  • Aktienkurs notiert nahe historischem Tiefstand
  • Auftragsbestand um fast die Hälfte eingebrochen
  • 2026 als entscheidendes Jahr für Markteinführung

Die Diskrepanz könnte kaum größer sein: Während Nel ASA mit einer massiven Investitionsentscheidung die Weichen für die technologische Zukunft stellt, notiert die Aktie zu Beginn des Jahres 2026 nahe ihrem Allzeittief bei rund 0,19 Euro. Der norwegische Wasserstoff-Pionier setzt alles auf eine neue Technologie-Plattform, doch der Markt reagiert bisher mit eiserner Skepsis. Kann die strategische Neuausrichtung das Ruder noch herumreißen?

Großprojekt Herøya als Hoffnungsträger

Nach einem siebenjährigen Entwicklungsprogramm hat der Vorstand grünes Licht für den Ausbau der Produktion im norwegischen Herøya gegeben. Im Zentrum steht die neue „Pressurized Alkaline“-Technologie, deren Prototypen laut Unternehmensangaben eine marktführende Effizienz bewiesen haben.

Nel ASA

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Die Eckdaten des Projekts verdeutlichen die Ambitionen:
* EU-Förderung: Unterstützung durch den Innovationsfonds in Höhe von bis zu 135 Millionen Euro.
* Investition: Nel selbst investiert zunächst rund 300 Millionen NOK.
* Kapazität: Start mit bis zu 1 GW, skalierbar auf 4 GW Jahresproduktion.

CEO Håkon Volldal zielt mit dieser Maßnahme primär auf die Kostenführerschaft ab. Durch ein modulares Container-Design, das keine kostspieligen Gebäudehüllen mehr benötigt, sollen die Wasserstoffgestehungskosten (LCOH) so weit gesenkt werden, dass Projekte auch ohne massive Subventionen rentabel werden.

Einbruch beim Auftragsbestand

Dass die Anleger trotz dieser Zukunftsmusik zurückhaltend bleiben, liegt an der nackten Zahlenrealität. Die Ergebnisse des dritten Quartals 2025 offenbarten Licht und Schatten. Zwar gelang es dem Unternehmen, durch strikte Sparmaßnahmen die operativen Verluste (EBITDA) deutlich zu reduzieren, doch die Umsatzbasis bröckelt.

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Besonders alarmierend wirkt der Einbruch des Auftragsbestands, der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 47 Prozent auf 984 Millionen NOK geschrumpft ist. Diese Entwicklung erschwert die Umsatzprognosen für die kommenden Quartale erheblich und erklärt, warum die Aktie trotz strategischer Fortschritte im Bereich von 1,95 bis 3,61 NOK (52-Wochen-Spanne) am unteren Ende feststeckt.

Das Jahr der Entscheidung

Dennoch gibt es operative Lebenszeichen. Die Partnerschaft mit Samsung Engineering und jüngste Aufträge im Wert von über 50 Millionen US-Dollar für PEM-Elektrolyseure zeigen, dass die Technologie weiterhin gefragt ist.

Für die weitere Kursentwicklung wird das Jahr 2026 entscheidend sein. Der kommerzielle Start der neuen Plattform ist für die erste Jahreshälfte geplant. Gelingt es Nel ASA, diesen Zeitplan einzuhalten und die technologische Pipeline in profitable Umsätze umzuwandeln, könnte das aktuelle Kursniveau als Übergangsphase in die Geschichte eingehen. Jede Verzögerung bei der Markteinführung dürfte den Druck auf die Aktie jedoch weiter erhöhen.

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