Newmont hat das beste Jahr seiner Unternehmensgeschichte hinter sich – und enttäuscht trotzdem die Börse. Der weltgrößte Goldproduzent meldete Rekordgewinne und einen Cashflow-Berg von 7,3 Milliarden Dollar. Doch die Prognose für 2026 fiel schwächer aus als erwartet. Zusätzlich brodelt ein Konflikt mit Joint-Venture-Partner Barrick, der nun eskaliert.
Starke Zahlen, schwache Reaktion
Die Zahlen für das vierte Quartal 2025 konnten sich sehen lassen: Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 2,52 Dollar – deutlich über der Analystenschätzung von 1,97 Dollar. Der Umsatz erreichte 6,82 Milliarden Dollar, erwartet waren 6,19 Milliarden. Für das Gesamtjahr 2025 wies Newmont einen Nettogewinn von 7,2 Milliarden Dollar aus.
Der durchschnittlich erzielte Goldpreis stieg um 45 Prozent auf 3.498 Dollar je Unze. Im vierten Quartal lag er sogar bei 4.216 Dollar. Die Produktion belief sich auf 5,89 Millionen Unzen Gold. Der freie Cashflow erreichte mit 7,3 Milliarden Dollar einen historischen Höchstwert – allein 2,8 Milliarden Dollar davon im Schlussquartal.
Newmont nutzte die Stärke zur Bilanzbereinigung: 3,4 Milliarden Dollar flossen über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre, weitere 3,4 Milliarden Dollar dienten dem Schuldenabbau. Zum Jahresende stand eine Netto-Liquidität von 2,1 Milliarden Dollar zu Buche, die Gesamtliquidität summierte sich auf 11,6 Milliarden Dollar.
Prognose enttäuscht
Trotz der Rekorde reagierte der Markt verhalten. Der Grund: Die Produktion soll 2026 auf rund 5,3 Millionen Unzen sinken – ein Rückgang um etwa zehn Prozent. Gleichzeitig steigen die Förderkosten (AISC) voraussichtlich auf 1.680 Dollar je Unze, nach 1.358 Dollar im Vorjahr.
Verantwortlich dafür sind geplante Produktionsverschiebungen an mehreren Standorten. Die neu in Betrieb genommene Mine Ahafo North soll zwar den Rückgang bei Ahafo South auffangen, doch Peñasquito wechselt in eine neue Abbauphase. Bei Cadia steht während einer Umstellung auf Blockbruchbau weniger Gold zur Verfügung. Auch die Joint-Venture-Beteiligungen Nevada Gold Mines und Pueblo Viejo werden voraussichtlich unter Vorjahresniveau liegen.
Eskalation mit Barrick
Parallel zu den Quartalszahlen verschärfte sich ein Streit mit Barrick Mining. Newmont hat dem Partner am 3. Februar 2026 eine formelle Kündigung wegen Vertragsbruchs zugestellt. Der Vorwurf: Barrick habe Ressourcen aus dem gemeinsamen Joint Venture Nevada Gold Mines (NGM) abgezogen, um das eigene Fourmile-Projekt voranzutreiben.
Barrick betreibt NGM mit einem wirtschaftlichen Anteil von 61,5 Prozent, Newmont hält 38,5 Prozent. Die Kündigungserklärung gibt Barrick 30 Tage Zeit zur Abhilfe. Bleibt diese aus, droht eine Klage vor Gerichten in Nevada. Der Konflikt könnte auch Barricks geplanten Börsengang der nordamerikanischen Goldsparte Ende 2026 komplizieren – Newmont besitzt ein vertragliches Vorkaufsrecht.
Die Aktie gab am 20. Februar rund 4,7 Prozent nach. Anfang März läuft die Frist für Barrick ab. Bis dahin bleibt offen, ob sich der Streit um eine der wichtigsten Goldförderregionen der Welt beilegen lässt oder ob Newmont den juristischen Weg einschlägt.
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