Infineon hat am Dienstag erfolgreich Unternehmensanleihen im Volumen von 2 Milliarden Euro am Kapitalmarkt platziert. Die Emission war mehrfach überzeichnet – ein deutliches Signal für das Vertrauen der Investoren in die Bonität des DAX-Konzerns. Doch wozu braucht der Halbleiterhersteller die frischen Mittel? Die Antwort liegt in der aktuellen Wachstumsstrategie: strategische Zukäufe im Sensor- und Automobilbereich.
Die wichtigsten Fakten zur Kapitalmaßnahme:
- Volumen: 2 Milliarden Euro in drei Tranchen
- Laufzeiten: 5, 8 und 11 Jahre
- Kupons: 3,0 % bis 3,75 %
- Verwendungszweck: Refinanzierung und Akquisitionsfinanzierung
- Status: Mehrfach überzeichnet
Finanzierung für AMS-Osram-Deal
Das eingeworbene Kapital fließt direkt in konkrete Projekte. Infineon nutzt die Mittel zur Ablösung fälliger Verbindlichkeiten und zur Bezahlung laufender Übernahmen. Im Fokus steht dabei der Erwerb des nicht-optischen Sensorportfolios von AMS Osram für 570 Millionen Euro. Der Deal wurde Anfang Februar konkretisiert, der Abschluss ist für das zweite Quartal 2026 geplant.
Mit der Transaktion erwirbt Infineon ein Geschäft, das im laufenden Kalenderjahr einen Umsatz von rund 230 Millionen Euro beisteuern soll. Etwa 230 Mitarbeiter wechseln im Zuge der Übernahme zum Chipkonzern. Die Akquisition stärkt die Position bei Sensoren für Automobil- und Industrieanwendungen – ein Bereich, in dem Infineon seine Mixed-Signal-Kompetenz weiter ausbaut.
Zusätzlich dienen die frischen Mittel der Ablösung von Bankkrediten aus dem Kauf des Automotive-Ethernet-Geschäfts von Marvell.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Infineon?
KI-Fantasie treibt Kursziele nach oben
Neben den M&A-Aktivitäten entwickelt sich das operative Geschäft dynamisch. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 steigerte Infineon den Umsatz um 7 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. Besonders auffällig: Das Geschäft mit Chips für Künstliche Intelligenz wächst schneller als erwartet. Der Konzern hob die Umsatzprognose für KI-Server-Chips im laufenden Geschäftsjahr auf 1,5 Milliarden Euro an.
Diese Entwicklung blieb nicht unbemerkt. Deutsche Bank Research bestätigte die Kaufempfehlung und schraubte das Kursziel von 44 auf 48 Euro nach oben. Auch Warburg Research zog nach und erhöhte das Ziel auf 47 Euro. Die Aktie notiert aktuell bei rund 43 Euro und liegt damit nahe am 52-Wochen-Hoch von 43,42 Euro.
Solide Basis für weiteres Wachstum
Mit der erfolgreichen Anleihe-Emission schafft Infineon die finanzielle Grundlage für geplante Expansionen. Die Kombination aus strategischen Zukäufen und starkem KI-Geschäft verleiht der Wachstumsstory neue Dynamik. Investoren honorierten dies mit der Mehrfachüberzeichnung – ein Vertrauensbeweis in die Strategie des Managements. Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Integration der zugekauften Geschäfte wie geplant verläuft.
Infineon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Infineon-Analyse vom 11. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Infineon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Infineon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Infineon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...