Volkswagen will die Kosten bis Ende 2028 konzernweit um 20% senken. Der Plan soll die Rendite wieder auf ein „nachhaltiges Niveau“ bringen – und zeigt, wie ernst die Lage in wichtigen Märkten eingeschätzt wird. Doch wie weit könnte der Konzern dabei gehen?
- Ziel: 20% Kostensenkung über alle Marken
- Zeithorizont: bis Ende 2028
- Nächster Fixpunkt: Medien- und Investorenkonferenz am 10. März
Interner Sparplan: Details noch offen
Nach einem Bericht des Manager Magazin haben CEO Oliver Blume und Finanzvorstand Arno Antlitz den Sparplan bereits Mitte Januar bei einem internen Führungskräftetreffen in Berlin vorgestellt. Wo genau die Einsparungen ansetzen sollen, blieb demnach zunächst offen – ebenso, wie die Zusammenarbeit zwischen den Marken konkreter verbessert werden könnte.
Brisant: Werkschließungen seien laut Bericht nicht ausgeschlossen und könnten Teil der Diskussion werden. Volkswagen selbst hat den Bericht bislang nicht kommentiert.
Druck von China, Zöllen und Wettbewerb
Als Treiber für das Programm nennt der Bericht mehrere Belastungsfaktoren: schwächere Nachfrage in China, US-Zölle sowie ein insgesamt härteres Wettbewerbsumfeld. Das passt ins Bild eines Konzerns, der parallel mehrere Baustellen managen muss – von regionalen Absatzproblemen bis zu geopolitischen Rahmenbedingungen.
Sparen läuft bereits – und die Transformation bleibt gesetzt
Der neue Ansatz baut auf bereits angekündigten Maßnahmen auf: Ende 2025 hatte Volkswagen ein Sparprogramm von mehr als 6 Mrd. Euro bis 2030 kommuniziert. Dazu zählen laut Quelltext ein Abbau der Inlandsbelegschaft um nahezu 50.000 Mitarbeiter, die Aussetzung von Lohnerhöhungen sowie eine Reduzierung der technischen Produktionskapazität in Deutschland um mehr als 40% bis 2027.
Gleichzeitig bekräftigte Volkswagen erst vor wenigen Tagen, trotz Änderungen der US-Klimaregulierung unter Präsident Donald Trump am Transformationskurs festhalten zu wollen. Ein Sprecher erklärte, der Konzern bleibe unabhängig von politischen oder regulatorischen Entwicklungen seinem langfristigen Kurs verpflichtet.
Rating-Blick und Porsche als Belastungsprobe
Zusätzlichen Druck liefert der Kapitalmarkt: S&P hatte im Dezember den Ausblick von stabil auf negativ gesenkt und darauf verwiesen, dass die Kreditkennzahlen 2026 unter den Schwellenwerten für das aktuelle Rating bleiben könnten.
Besonders genannt wird Porsche: Laut S&P seien die Porsche-Verkäufe in China in den zwölf Monaten bis zum dritten Quartal 2025 auf rund 46.000 Einheiten gefallen – nach einem Höchststand von fast 100.000 Anfang 2023.
Im Fokus steht nun der nächste Termin: Am 10. März findet die jährliche Medien- und Investorenkonferenz statt. Dort dürften Anleger konkretere Angaben erwarten, wie Volkswagen das 20%-Kostenziel bis 2028 operationalisieren will – und ob dabei auch strukturelle Einschnitte wie mögliche Werksthemen eine Rolle spielen.
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