Amazon Web Services (AWS) treibt den Umbau seiner Lieferkette voran – mit einem ungewöhnlichen Partner aus der Rohstoffbranche. Gleichzeitig baut der Cloud-Gigant seine Position in Europa strategisch aus. Die jüngsten Ankündigungen zeigen: AWS will nicht nur technologisch, sondern auch beim Thema Nachhaltigkeit die Nase vorn haben.
Kupfer aus der Biotech-Mine
Mitte Januar gab AWS eine Kooperation mit dem Bergbaukonzern Rio Tinto bekannt. Der Clou: AWS wird als erster Kunde Kupfer abnehmen, das mittels eines CO2-armen Bioleaching-Verfahrens gewonnen wird. Das nachhaltig produzierte Material soll in den US-Rechenzentren von Amazon zum Einsatz kommen.
Die zweijährige Vereinbarung adressiert ein wachsendes Problem der Tech-Branche: den enormen Ressourcenbedarf für den Ausbau der Rechenzentrumsinfrastruktur. Kupfer ist dabei ein kritischer Rohstoff – und die Nachfrage steigt mit jedem neuen AI-Modell und jeder zusätzlichen Rechenkapazität. AWS nutzt im Gegenzug seine Cloud-Plattform, um Rio Tintos neue Mining-Technologie mit Datenanalysen zu optimieren.
Doppelte Offensive in Europa und Sport
Parallel dazu verstärkt AWS seine Präsenz in Europa. Mit der „European Sovereign Cloud“ schafft der Konzern eine physisch und logisch getrennte Cloud-Infrastruktur, die speziell auf die strengen Datenschutz- und Souveränitätsanforderungen von EU-Behörden und regulierten Branchen zugeschnitten ist. Ein strategischer Schachzug im Wettbewerb um öffentliche Aufträge und sensible Industriekunden.
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Daneben wurde die Partnerschaft mit der PGA Tour ausgebaut. AWS ist nun offizieller globaler Cloud-Provider der Golf-Tour und bringt KI-generierte Inhalte sowie personalisierte Fan-Hubs auf die digitalen Plattformen. Was nach Sport-Marketing klingt, ist auch ein Schaufenster für AWS-Technologie – ähnlich wie bei anderen Tech-Riesen, die ihre AI-Fähigkeiten über prominente Kooperationen demonstrieren.
Unter Druck: Walmart setzt auf Google
Die Ankündigungen fallen in eine Phase verstärkten Wettbewerbs. Zeitgleich wurde bekannt, dass Walmart für sein KI-gestütztes Commerce-Angebot auf Googles Gemini setzt – ein direkter Angriff auf Amazons Position im KI-getriebenen Einzelhandel.
Für Investoren bleibt AWS das zentrale Profitcenter im Amazon-Konzern. Die nächsten Quartalszahlen, die für Ende Januar oder Anfang Februar erwartet werden, dürften zeigen, ob das Wachstumstempo der Cloud-Sparte – angetrieben durch die hohe AI-Nachfrage – anhält. Analysten rechnen mit einem Gewinn je Aktie von etwa 1,97 Dollar für das abgelaufene Quartal.
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