TUI will im Reisegeschäft wieder stärker auf günstige Angebote setzen. Dafür bereitet der Konzern laut Berichten eine neue Abverkaufsmarke vor, die gezielt preissensible Urlauber ansprechen soll. Die spannende Frage dahinter: Passt der Schritt ins Preiswert-Segment zu den zuletzt soliden operativen Zahlen?
Neue Abverkaufsmarke: Fokus auf preissensible Gäste
Mit der geplanten Abverkaufsmarke zielt TUI auf Kunden, die stärker auf den Preis schauen. Der Schritt wirkt wie eine strategische Ergänzung in einem Markt, in dem Nachfrage zwar da ist, sich aber je nach Segment unterschiedlich entwickelt: Konzernweit stieg die Gästezahl, während das klassische Pauschalreisegeschäft zuletzt leicht nachgab.
Operativ besser – trotz Sonderbelastung
Im ersten Geschäftsquartal (endetet im Dezember 2025) legte das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) auf rund 77 Millionen Euro zu. Der Umsatz blieb mit etwa 4,9 Milliarden Euro stabil.
Auffällig: Insgesamt reisten 7,1 Millionen Gäste mit dem Konzern, ein Plus von 2%. Im Pauschalreisebereich sank die Gästezahl hingegen um 2% auf 3,7 Millionen. Zusätzlich drückte ein externer Effekt auf das Quartal: Der Hurrikan „Melissa“ führte im Oktober auf Jamaika zu Hotelschließungen und belastete das operative Ergebnis mit 10 Millionen Euro.
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Dividende, Rating – und der Blick auf den Kurs
Nach dem Beschluss der Hauptversammlung gibt es erstmals seit der Corona-Krise wieder eine Gewinnausschüttung: Für das Geschäftsjahr 2025 wurde eine Dividende von 10 Cent je Aktie festgelegt. Zudem bestätigte Fitch Ende der vergangenen Woche das Rating „BB“ mit stabilem Ausblick. Als Stärken nennt die Agentur die führende Marktposition, weist aber auch auf die hohe Saisonalität des Geschäfts hin.
An der Börse steht der Titel zuletzt dennoch eher unter Druck: Heute notiert die Aktie bei 8,10 Euro. Damit liegt sie rund 9% unter dem 50-Tage-Durchschnitt (8,91 Euro) und knapp 14% unter dem 52-Wochen-Hoch von 9,41 Euro (10.01.2026).
Unterm Strich trifft die geplante Rückkehr ins Preiswert-Segment auf ein operativ verbessertes Quartal, aber auch auf erste Risse im Pauschalreisegeschäft. Die nächsten Signale dürften vor allem daraus kommen, wie schnell und konsequent TUI die neue Abverkaufsmarke tatsächlich in den Markt bringt – und ob damit zusätzliche Gäste gewonnen werden, ohne die Ertragskraft zu verwässern.
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