Intel Aktie: Zurück im Rennen

Intels Aktie erreicht ein 52-Wochen-Hoch nach einem Treffen mit Präsident Trump und der Ankündigung einer strategischen Wende in der Halbleiterfertigung. Die Rally wird durch eine positive Marktstimmung unterstützt.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktienkurs steigt um über 10 Prozent
  • Treffen zwischen CEO und US-Präsident Trump
  • Strategische Kehrtwende zu 1,4nm-Technologie
  • TSMC-Ergebnisse als nächster Prüfstein

Intel meldet sich eindrucksvoll an der Börse zurück. Am Freitag kletterte der Aktienkurs um über 10 Prozent und markierte damit ein neues 52-Wochen-Hoch. Verantwortlich für die Kaufwelle ist eine Kombination aus politischer Rückendeckung durch US-Präsident Trump und einer überraschenden technologischen Kehrtwende auf der CES. Das Unternehmen scheint unter CEO Lip-Bu Tan die Defensive zu verlassen und wieder anzugreifen.

Schulterschluss im Weißen Haus

Der primäre Auslöser für den Kurssprung auf 45,55 US-Dollar war ein Treffen zwischen CEO Lip-Bu Tan und US-Präsident Donald Trump am 9. Januar. Im Anschluss an das Gespräch lobte der Präsident den Chiphersteller öffentlich und bezeichnete Tan als „sehr erfolgreich“.

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Dieses politische Endorsement hat für Investoren besonderes Gewicht, da die US-Regierung nicht nur Regulierer, sondern auch Großaktionär ist. Seit August 2025 hält der Staat eine Beteiligung von 9,9 Prozent an Intel. Der damalige Einstiegspreis lag bei rund 20,47 US-Dollar. Angesichts der aktuellen Notierung hat sich der Wert dieser staatlichen Investition mehr als verdoppelt, was das Vertrauen des Marktes in die Kooperation zwischen Washington und dem Konzern stärkt.

Strategie-Wende bei der Fertigung

Parallel zur politischen Unterstützung lieferte Intel auf der CES 2026 substantielle Neuigkeiten zur technologischen Roadmap. CEO Tan kündigte einen strategischen Schwenk an und erklärte, das Unternehmen werde nun doch massiv in den „14A“-Fertigungsprozess (1,4 Nanometer) investieren.

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Dies stellt eine formelle Umkehr der im Juli 2025 getroffenen Entscheidung dar, diesen Technologieknoten zu pausieren. Laut dem aktualisierten Zeitplan sollen erste Design-Kits (PDKs) für externe Kunden bereits Anfang 2026 verfügbar sein, die Produktionsreife wird für 2027 angepeilt. Diese Maßnahme zielt darauf ab, im Foundry-Geschäft wieder konkurrenzfähig zu werden und externe Auftraggeber zu gewinnen. Flankiert wird diese Technologie-Offensive durch eine neue Partnerschaft mit dem Argonne National Lab zur Entwicklung eines 12-Qubit-Quantenprozessors.

Marktumfeld und nächste Hürden

Die Intel-Aktie profitiert derzeit auch von einer allgemein positiven Stimmung im Halbleitersektor. Der Konkurrent TSMC meldete am Freitag starke Umsatzzahlen für das vierte Quartal 2025, die die Erwartungen deutlich übertrafen. Während TSMC aktuell die Produktion von KI-Chips dominiert, signalisiert Intels Rückkehr in das 1,4nm-Rennen den Willen, Marktanteile im High-End-Bereich zurückzuerobern.

Der nächste wichtige Test für die Nachhaltigkeit dieser Rally steht bereits kurz bevor. Am 15. Januar 2026 wird TSMC seinen Earnings Call abhalten. Die dort getroffenen Aussagen zur Langlebigkeit der KI-Nachfragewelle dürften direkten Einfluss darauf haben, ob Intel das erreichte Kursniveau verteidigen kann.

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