Die Übernahme durch den Ölkonzern Adnoc aus Abu Dhabi ist faktisch besiegelt. Über 95 Prozent der Anteile hat sich der neue Eigentümer bereits gesichert, das Squeeze-out-Verfahren läuft. Doch wie bewerten Analysten die Aktie in dieser Endphase? Berenberg liefert eine klare Einschätzung.
Die wichtigsten Fakten:
– Berenberg bestätigt „Hold“-Rating bei Kursziel 62 Euro
– Adnoc kontrolliert 95,1 Prozent der Anteile
– Squeeze-out-Verfahren seit 9. Januar aktiv
– Wechsel in General Standard beantragt
Analysten sehen kaum noch Spielraum
Die Privatbank Berenberg bleibt bei ihrer neutralen Haltung. Analyst Sebastian Bray bestätigte am Mittwoch das „Hold“-Rating mit einem Kursziel von 62 Euro. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von gerade einmal zwei Prozent zum aktuellen Kursniveau um 61 Euro.
Die Begründung liegt auf der Hand: Bei einer Beteiligung von über 95 Prozent durch Adnoc gibt es für freie Aktionäre keine nennenswerte Kursfantasie mehr. Der Squeeze-out wird die verbleibenden Minderheitsaktionäre gegen eine Barabfindung aus dem Unternehmen drängen.
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Der Rückzug aus dem Prime Standard
Am 22. Januar beantragte Covestro den Wechsel vom Prime Standard in den weniger regulierten General Standard. Dieser Schritt reduziert die Transparenzpflichten erheblich und gilt als klassische Vorstufe eines kompletten Delistings.
Für Anleger bedeutet dies: Die Zeit als börsennotierte Aktiengesellschaft mit hohen Publizitätspflichten läuft ab. Der neue Eigentümer Adnoc bereitet die vollständige Integration vor.
Operative Kontinuität in Asien
Trotz der Eigentümerwechsel läuft das Geschäft weiter. Im Januar nahm Covestro eine neue TPU-Anlage im chinesischen Zhuhai in Betrieb. Die Produktionskapazität von 30.000 Tonnen jährlich zielt auf die wachsende Nachfrage in Asien. Ob solche Investitionen unter Adnoc-Führung in gleichem Tempo fortgesetzt werden, bleibt abzuwarten.
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