Julius Baer Aktie: Strategische Weichenstellung

Die Schweizer Privatbank setzt auf organisches Wachstum, muss aber Aktienrückkäufe aufgrund der FINMA-Aufsicht vorerst aussetzen. Der Abbau des Risikoportfolios schreitet voran.

Kurz zusammengefasst:
  • Dreijähriges Programm zur Steigerung der Produktivität
  • Aktienrückkäufe durch FINMA vorläufig gestoppt
  • Abbau des Private-Debt-Portfolios bis Ende 2026
  • Wichtige Termine: Bericht, Hauptversammlung, Dividende

Julius Bär richtet nach Vorlage der Jahreszahlen 2025 den Blick nach vorne. Während interne Wachstumsinitiativen die Produktivität steigern sollen, bleibt die Schweizer Finanzmarktaufsicht (FINMA) ein entscheidender Faktor für die künftige Kapitalpolitik. Kann die Bank ihre Wachstumsziele planmäßig erreichen, während sie gleichzeitig regulatorische Hürden und Altlasten abbaut?

Fokus auf organisches Wachstum

Das dreijährige „Revenue & Growth Programme“ bildet das Herzstück der aktuellen Unternehmensstrategie. Ziel ist es, das organische Wachstum durch eine höhere Effizienz im Kundenkontakt nachhaltig zu steigern. Eine zentrale Rolle spielt dabei die neue Einheit „Global Products & Solutions“, die bereits den vollen Betrieb aufgenommen hat und das Produktangebot für anspruchsvolle Privatkunden erweitern soll.

Julius Baer Gruppe

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Regulatorische Bremsen bei Aktienrückkäufen

Ein zentrales Thema für Aktionäre bleibt die Kapitalausstattung. Trotz einer verbesserten Kapitalisierung im Geschäftsjahr 2025 steht das Institut weiterhin unter Beobachtung der FINMA. Diese laufende Bewertung hat konkrete Folgen: Neue Aktienrückkäufe sind derzeit untersagt. Anleger müssen abwarten, bis die Aufsicht die Risikomanagement-Prozesse abschließend bewertet hat, bevor zusätzliches Kapital an die Aktionäre fließen kann.

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Parallel dazu treibt das Management den Risikoabbau voran. Das Private-Debt-Kreditbuch wird sukzessive verkleinert. Dieser Prozess ist ein wesentlicher Bestandteil der Neuausrichtung und soll bis Ende 2026 weitgehend abgeschlossen sein, um die Bilanz wetterfest zu machen.

Wichtige Termine für Anleger

Die kommenden Monate bringen wichtige Datenpunkte für die Bewertung der Fortschritte. Am 16. März veröffentlicht das Unternehmen den vollständigen Geschäftsbericht für 2025. Kurz darauf, am 9. April, folgt die Generalversammlung in Zürich, bei der Aktionäre über personelle Veränderungen im Verwaltungsrat entscheiden, einschließlich der Neubesetzung des stellvertretenden Präsidiums.

Für Dividendenempfänger sind die Tage nach der Generalversammlung entscheidend: Der Ex-Dividendentag ist für den 13. April angesetzt, die Auszahlung erfolgt am 15. April. Ein erstes operatives Update zum laufenden Jahr liefert das Interim Management Statement am 22. Mai, bevor am 21. Juli die Halbjahresergebnisse 2026 präsentiert werden.

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