Alphabet hat sich zum Überraschungssieger unter den Tech-Giganten entwickelt. Während Nvidia und andere „Magnificent Seven“-Mitglieder 2026 auf der Stelle treten, legte die Google-Mutter bereits 7,7 Prozent zu. Der Kurs notiert bei knapp 327 US-Dollar – und die Jahreszahlen stehen unmittelbar bevor.
Quartalszahlen als nächster Katalysator
Am 4. Februar 2026 präsentiert Alphabet die Ergebnisse für das vierte Quartal und Gesamtjahr 2025. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von 2,59 US-Dollar, was einem Plus von gut 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Beim Umsatz rechnet die Wall Street mit 94,6 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von knapp 16 Prozent.
Die Messlatte liegt hoch: Im dritten Quartal 2025 knackte der Konzern erstmals die 100-Milliarden-Dollar-Marke beim Umsatz in einem einzigen Quartal.
Fünf Gründe für den Kursanstieg
Der 65-Prozent-Zuwachs der vergangenen zwölf Monate speist sich aus mehreren Quellen:
- Gemini-Erfolg: Das hauseigene KI-Modell und proprietäre TPU-Chips erschließen neue Erlösquellen
- Cloud-Beschleunigung: Google Cloud profitiert von der Infrastruktur-Nachfrage, Analysten sehen Wachstumsraten jenseits der 40 Prozent
- Rekord-Ergebnisse: Kontinuierliche Gewinnsteigerungen, gekrönt vom historischen 100-Milliarden-Quartal
- Entschärfte Regulierung: Kartellrechtliche Entscheidungen fielen milder aus als befürchtet
- Aktionärsrenditen: 70 Milliarden US-Dollar für Aktienrückkäufe und höhere Dividenden
Apple-Deal unterstreicht KI-Führung
Mitte Januar 2026 verkündete Alphabet eine weitreichende Partnerschaft mit Apple. Gemini-Modelle und Google-Cloud-Technologie werden künftig Apples KI-Funktionen antreiben. Der Deal bedeutet eine Niederlage für OpenAI und Microsoft – und zementiert Alphabets Position im KI-Ökosystem.
Margenpower als Wettbewerbsvorteil
Die Zahlen belegen die operative Stärke: Das Segment Google Services – Werbung, Abos, Geräte – erzielte in den ersten neun Monaten 2025 eine Betriebsmarge von 40 Prozent. Google Cloud erreichte 21 Prozent und zeigt damit die Reife der Sparte.
Die vertikale Integration zahlt sich aus: DeepMind verfeinert die KI-Modelle, eigene TPU-Chips reduzieren die Nvidia-Abhängigkeit, und die 4,7-Milliarden-Dollar-Übernahme von Intersect sichert Energiekapazitäten für den Rechenzentren-Ausbau.
Bewertung auf Rekordniveau
Das Forward-KGV liegt bei rund 30 – deutlich über dem Branchenschnitt von knapp 18. Das PEG-Ratio steht bei 1,82. Nach der starken Rally sehen manche Beobachter die Aktie als ambitioniert bewertet.
Institutionelle Investoren stocken dennoch auf. Die Bank of America hält an ihrer Kaufempfehlung mit Kursziel 370 US-Dollar fest, was etwa zehn Prozent Potenzial impliziert.
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet der Konsens mit einem Gewinn je Aktie von 10,58 US-Dollar – ein Sprung um fast 32 Prozent. Elf Analysten haben ihre Schätzungen in den vergangenen 30 Tagen nach oben revidiert. Die Kombination aus stabiler Werbekonjunktur, YouTube-Stärke und Cloud-Expansion dürfte das zweistellige Gewinnwachstum tragen.
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