Lufthansa Aktie: Airbus-Schock am Wochenende!

Lufthansa bleibt trotz Airbus-Softwareproblemen bei Tausenden Flugzeugen operativ stabil und verzeichnet geringe Ausfälle, während Konkurrenten massiv betroffen sind. Die Aktie zeigt sich robust.

Kurz zusammengefasst:
  • Software-Update für A320-Familie nach Sonnensturm-Warnung
  • Deutlich weniger Ausfälle als bei internationalen Wettbewerbern
  • Aktie mit 33,78 Prozent Jahresplus nahe 52-Wochen-Hoch
  • Parallel laufende Übernahmepläne für TAP Air Portugal

Die globale Luftfahrtindustrie hält den Atem an: Ausgerechnet am verkehrsreichsten Wochenende des Jahres beorderte der Flugzeugbauer Airbus rund 6.000 Maschinen der A320-Familie in die Werkstätten. Während Konkurrenten weltweit hunderte Flüge streichen müssen, stellt sich für Anleger die entscheidende Frage: Droht auch bei der Lufthansa das operative Chaos oder erweist sich der Kranich-Konzern als Fels in der Brandung?

Gefährliche Sonnenstürme legen Flotten lahm

Der Auslöser für die hektische Betriebsamkeit in den Hangars klingt fast wie aus einem Science-Fiction-Roman, ist aber brandgefährlich. Die Europäische Luftfahrtbehörde EASA schlug Alarm, nachdem Untersuchungen zeigten, dass Sonnenstürme kritische Daten im Flugsteuerungssystem beschädigen können. Betroffen ist das sogenannte ELAC-System, das die Befehle der Piloten an die Höhenruder überträgt – ein potenzielles Sicherheitsrisiko, das keinen Aufschub duldet.

Die Lösung ist technisch simpel, aber logistisch ein Albtraum: Ein sofortiges Software-Downgrade. Erst wenn dieses aufgespielt ist, dürfen die Maschinen wieder abheben. Bei über 1.000 Jets muss sogar Hardware getauscht werden, was die Bodenzeiten drastisch verlängert.

Chaos bei der Konkurrenz – Entwarnung in Frankfurt?

Mitten im wichtigen US-Thanksgiving-Reiseverkehr trifft die Anordnung die Branche hart. Doch während andere Airlines massiv straucheln, sendet die Lufthansa überraschend entspannte Signale. Der Konzern erwartet lediglich eine geringe Anzahl von Ausfällen und Verspätungen. Die notwendigen Updates sollen binnen weniger Stunden pro Flugzeug erledigt sein.

Ein Blick auf die internationale Konkurrenz zeigt, wie glimpflich die Deutschen davonkommen:

  • Avianca: Die kolumbianische Airline musste den Ticketverkauf stoppen, da über 70 Prozent der Flotte betroffen sind.
  • American Airlines: Der Gigant mit der weltweit größten A320-Flotte musste hunderte Maschinen sofort prüfen.
  • ANA & Air France: Beide Airlines strichen Dutzende Verbindungen, bei den Franzosen fielen schlagartig fünf Prozent des Tagesvolumens weg.
  • IndiGo: Rund 200 Flugzeuge der indischen Gesellschaft sind involviert.

Dass die Lufthansa hier im Vergleich so stabil dasteht, ist kein Zufall. Investitionen in die operative Stabilität zahlen sich nun aus: Bereits im dritten Quartal konnte die Pünktlichkeit signifikant gesteigert werden.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Lufthansa?

Fundamentale Stärke in turbulenten Zeiten

Die operative Gelassenheit spiegelt sich auch in den harten Zahlen wider. CEO Carsten Spohr kann auf das umsatzstärkste Quartal der Unternehmensgeschichte zurückblicken und bestätigte den Ausblick für das Gesamtjahr 2025. Das Turnaround-Programm greift, die Stückkosten sind unter Kontrolle.

Diese Widerstandskraft honorieren die Anleger. Die Aktie ließ sich am Freitag von den Hiobsbotschaften kaum beeindrucken und ging mit einem Plus von 0,78 Prozent bei 8,23 Euro ins Wochenende.

Besonders bemerkenswert ist das große Bild:
* Mit einem Zuwachs von 33,78 Prozent seit Jahresanfang gehört das Papier zu den Gewinnern im DAX-Umfeld.
* Der Kurs notiert nur knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 8,32 Euro, was den starken Aufwärtstrend untermauert.
* Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt komfortable 13,30 Prozent – ein klares technisches Zeichen für Bullen-Dominanz.

Der Blick nach vorn: Angriff statt Verteidigung

Statt sich nur mit Reparaturen zu beschäftigen, schaltet das Management in den Angriffsmodus. Parallel zur Bewältigung der Airbus-Krise treibt der Konzern die Übernahme von TAP Air Portugal voran. Lissabon als strategisches Drehkreuz für Südamerika-Routen steht ganz oben auf der Wunschliste, auch wenn die Konkurrenz von Air France-KLM und IAG nicht schläft.

Die Botschaft an den Markt ist eindeutig: Die aktuellen technischen Probleme sind ein kurzfristiges Ärgernis, ändern aber nichts an der langfristigen Story. Während andere Airlines am Boden bleiben müssen, nutzt Lufthansa die relative Stärke, um die Marktposition weiter auszubauen. Ob der Angriff auf TAP gelingt, wird sich zeigen – die operative Hausaufgabe scheint jedoch gemacht.

Lufthansa-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Lufthansa-Analyse vom 29. November liefert die Antwort:

Die neusten Lufthansa-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Lufthansa-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Lufthansa: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Weitere Artikel zu Lufthansa

Neueste News

Alle News

Lufthansa Jahresrendite