Nach dem heftigen Rücksetzer der vergangenen Tage wirkt der Silbermarkt wie nach einem Sturm: Es wird ruhiger, aber die See bleibt rau. Heute stabilisiert sich der Preis bei 83,75 USD – nachdem Silber in der letzten Woche deutlich nachgegeben hat. Entscheidend ist jetzt weniger die Momentaufnahme, sondern die Frage: Was hat den Ausverkauf ausgelöst – und was spricht dafür, dass sich Silber fangen kann?
Was den Ausverkauf antrieb
Im Kern trafen mehrere Faktoren gleichzeitig auf einen ohnehin nervösen Markt. Als Auslöser nennt der Quelltext die Nominierung von Kevin Warsh als neuer Fed-Chef durch US-Präsident Donald Trump. Die Reaktion fiel dabei nicht geradlinig aus: Obwohl Warsh als eher „zinssenkungsfreundlich“ eingeschätzt wird, sorgte die Kombination aus erwarteten Zinssenkungen und einer gleichzeitig strafferen Bilanzpolitik der Notenbank für Verunsicherung.
Hinzu kam ein Marktmechanismus, der bei Silber besonders schnell greift: Zwangsliquidationen. Laut Bericht verstärkten massive Positionsauflösungen chinesischer Spekulanten den Abwärtsdruck. Gerade bei einem vergleichsweise kleinen Markt schaukeln sich solche Bewegungen schneller hoch.
Wichtige Punkte aus der Lage:
– 7-Tage-Entwicklung: -28,35% (starker kurzfristiger Druck)
– Kurs: 83,75 USD – nahe am 50-Tage-Durchschnitt (83,29 USD)
– Volatilität (30 Tage, annualisiert): 97,31% (extrem beweglich)
– RSI (14 Tage): 62,0 (nicht mehr tief „überverkauft“, aber noch kein Entwarnungssignal)
Fundamentaldaten: Defizit bleibt der Unterbau
Trotz der Turbulenzen bleibt der fundamentale Engpass das zentrale Gegengewicht. Das Silver Institute beziffert das kumulierte Angebotsdefizit 2021 bis 2025 auf fast 820 Mio. Unzen – in etwa eine Jahresproduktion. Gleichzeitig stagniert die globale Minenproduktion laut Bericht bei rund 813 Mio. Unzen pro Jahr.
Auf der Nachfrageseite sticht vor allem die Industrie heraus. Für 2024 nennt der Quelltext eine Rekord-Nachfrage von über 680 Mio. Unzen, getrieben unter anderem durch die Solarindustrie. Photovoltaik-Anwendungen sollen 2024 bei 232 Mio. Unzen gelegen haben – ein kräftiger Anstieg gegenüber 2015.
Auch die im Text zitierte Studie (Januar 2026) unterstreicht das Spannungsfeld: Bis 2030 könnte die globale Silbernachfrage demnach auf 48.000 bis 54.000 Tonnen steigen, während das Angebot nur 62 bis 70% der Nachfrage decken würde. Das ist kein kurzfristiger Kurstreiber, aber ein Argument, warum Rücksetzer schneller Käufer anziehen können.
Zusätzlicher Rückenwind: Safe-Haven – aber nicht allein
Neben der Industrie spielt die geopolitische Lage eine Rolle. Der Bericht verweist auf neue Spannungen (u.a. Vorfall im Arabischen Meer) sowie anstehende Gespräche zwischen den USA und dem Iran. Solche Nachrichten stützen typischerweise die Nachfrage nach „sicheren“ Anlagen.
Gleichzeitig bleibt Silber ein Sonderfall: Es reagiert nicht nur wie ein Schutzmetall, sondern auch wie ein Industriemetall. Genau diese Mischrolle kann in unruhigen Phasen zu abrupten Richtungswechseln führen.
Unterm Strich zeigt die aktuelle Stabilisierung bei 83,75 USD: Nach dem schnellen Abverkauf greift wieder Kaufinteresse – aber bei einer Volatilität von 97,31% bleibt das Umfeld anfällig für weitere harte Ausschläge. Wer auf die nächsten Impulse schaut, findet sie vor allem in der Fed-Kommunikation und in Nachrichten zur geopolitischen Lage, während das strukturelle Angebotsdefizit als längerfristiger Stabilitätsfaktor im Hintergrund wirkt.
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