Wave XXL-Optionsscheine auf K+S: Grund zur Freude? Optionsscheineanalyse


25.07.14 10:29
Meldung
 
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DT3V476 / WKN DT3V47 ) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DX78PL2 / WKN DX78PL ) der Deutschen Bank auf die Aktie von K+S (ISIN DE000KSAG888 / WKN KSAG88 ) vor.


In Kürze jähre sich der so genannte "schwarze Dienstag", an dem der russische Kaliproduzent Uralkali die Vertriebsallianz Belarusian Potash Company (BPC) aufgekündigt und am gesamten Kalimarkt für Turbulenzen gesorgt habe. Während man beim Kasseler Salz- und Düngemittelhersteller K+S versuche, diesen Tag vergessen zu machen, habe sich zuletzt gezeigt, dass dies nicht ganz so einfach sei.

Die Ankündigung Uralkalis vom 30. Juli 2014, die Produktion massiv hochzufahren, habe in der Folge nicht nur für einen Preissturz bei Kalidüngemitteln, sondern auch für einen Kurssturz bei der K+S-Aktie gesorgt. Zwar habe sich das Papier seitdem etwas erholen können, doch zuletzt sei die Erholung ins Stocken geraten. Dabei habe Konzernchef Norbert Steiner in der Juli-Ausgabe des Wirtschaftsmagazins "Euro" noch einmal bestätigt, dass man von Unternehmensseite Anzeichen sehe, dass die Talsohle durchschritten sei. Nur genutzt habe es erst einmal wenig.

Einige Marktteilnehmer dürften es ihm auch übel genommen haben, dass man sich bei K+S nicht zu konkreten Prognosen für das Gesamtjahr 2014 durchringen möchte. Schließlich bleibe die Situation weiterhin angespannt. Der DAX-Konzern und einige seiner Branchenkonkurrenten wie Potash aus Kanada und Mosaic aus den USA hätten im ersten Quartal über Nachfrageverbesserungen berichtet, jedoch hätten sie gleichzeitig mit einem anhaltenden Preisdruck zu kämpfen gehabt. Außerdem habe K+S Investoren bereits bei der Präsentation der Geschäftsergebnisse für das erste Quartal 2014 am 14. Mai auf weitere Umsatz- und Ergebnisrückgänge im Vergleich zum schwachen Jahr 2013 vorbereitet.

Zudem dürften sich zuletzt einige Marktteilnehmer enttäuscht gezeigt haben, die auf eine relativ schnelle Rückkehr zu einer russisch-weißrussischen Vertriebsallianz gesetzt hätten. Immerhin habe es einen Eigentümerwechsel bei Uralkali gegeben. Doch bisher hätten sich die Parteien nicht dazu durchringen können, ein neues Preiskartell zu bilden. Vielmehr habe Uralkali im zweiten Quartal des Jahres mit 3,1 Millionen Tonnen die Produktion von Kaliumchlorid gegenüber den 2,4 Millionen Tonnen aus dem Vorjahreszeitraum deutlich ausgeweitet. Dies spreche nicht gerade dafür, dass man relativ bald wieder weg von einer Volumenstrategie zu einer preisstabilisierenden Politik zurückkehren möchte. Sollten Uralkali und Belaruskali jedoch wieder zusammenfinden, sollte dies auch dem K+S-Aktienkurs zugute kommen.

Langfristig setze man bei K+S allerdings mehr auf eine steigende Nachfrage aus Asien und Afrika. Schließlich müsse die wachsende Weltbevölkerung ernährt werden. Zudem solle das eigene Angebot mit dem kanadischen Legacy-Projekt, das im zweiten Halbjahr 2016 an den Start gehen solle, sichergestellt werden. Doch es bleibe abzuwarten, ob sich die Kalipreise bis dahin entsprechend erholen würden, damit in Kanada besonders profitabel produziert werden könne. Angesichts dieser Unsicherheiten sei es ein großer Vorteil, dass K+S mit dem Salzgeschäft ein weiteres Standbein habe. Allerdings müsse man sich dort immer wieder mit dem Wetter herumschlagen. Zuletzt habe der Konzern mit dem relativ kalten Winter in den USA Glück gehabt, während dieser in Europa mild ausgefallen sei. Auch deshalb bleibe die Frage offen, ob sich die K+S-Aktie weiter vom "schwarze Dienstag" erholen könne.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der K+S-Aktie erwarten würden, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 2,96, die Knock-Out-Schwelle bei 16,75 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,75; Knock-Out-Schwelle bei 28,35 Euro) auf fallende Kurse der K+S-Aktie setzen. (Stand vom 24.07.2014) (25.07.2014/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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