BNP Paribas-Zertifikate auf IBM und SAP: Blockchain - Schneller, einfacher, transparenter - Zertifikateanalyse


14.02.19 11:30
Meldung
 
Paris (www.zertifikatecheck.de) - Die Analysten der BNP Paribas stellen in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate" ein Capped Bonus-Zertifikat (ISIN DE000PZ2J4T0 / WKN PZ2J4T ) auf die Aktie von IBM (ISIN US4592001014 / WKN 851399 ) sowie ein Capped Bonus-Zertifikat (ISIN DE000PP79J50 / WKN PP79J5 ) auf die Aktie von SAP (ISIN DE0007164600 / WKN 716460 ) vor.


Der Hype um den Bitcoin scheine erst einmal vorbei zu sein. Nachdem die digitale Währung Ende 2017 ihren Höchststand mit rund 20.000 US-Dollar erreicht habe, sei der jähe Absturz gefolgt. Zuletzt sei der Kurs unter die 4.000-Dollar-Marke gefallen. Der Blockchain-Technologie jedoch, die hinter dem Bitcoin und vielen anderen Kryptowährungen stecke, würden viele Experten eine große Zukunft prophezeien. Aus dem Englischen übersetzt bedeute Blockchain so viel wie "Blockkette". Bei der Digitalwährung sei es eine Kette aus Transaktionsblöcken.

Digitales Geld sei vereinfacht gesagt eine Aneinanderreihung von Zahlen, die durch eine Software berechnet werde. Die Betreiber, welche die Rechenleistung für die Blockchain zur Verfügung stellen würden, würden Miner heißen. Die komplexen Rechenvorgänge würden viel Strom verschlingen. Für die Bereitstellung der Rechner- und Stromleistung würden die Miner beim Bitcoin-System Bitcoins erhalten. Kryptogeld werde über Algorithmen geschaffen. Der Begriff "Krypto" (griechisch für "verborgen") deute auf die computergestützte Verschlüsselungstechnik hin. Durch diese sei es möglich, die Übertragung des Eigentums lückenlos zu dokumentieren. Hinter der Blockchain verberge sich eine Datenbank, bei der jeder Nutzer Daten mit sämtlichen Informationsketten besitze. Die Technologie funktioniere wie ein Kassenbuch für die digitale Welt, in das alle Transaktionen eingetragen würden. Das wesentliche Merkmal digitaler Währungen sei, dass sie nicht von einer zentralen Stelle herausgegeben würden.

Die Blockchain-Technologie könnte sich in den kommenden Jahren in verschiedenen Branchen durchsetzen. Experten würden davon ausgehen, dass sie bald erheblichen Einfluss auf Unternehmen und deren Wirtschaftlichkeit haben werde. Laut der IT-Unternehmensberatung Accenture seien bis 2017 rund zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Blockchains gespeichert worden.

Ein Musterbeispiel sei die Zusammenarbeit der US-amerikanischen Software-Gruppe IBM mit der weltgrößten Containerschiff-Reederei Maersk aus Dänemark. Die beiden Konzerne hätten eine globale Plattform ins Leben gerufen, die auf der Blockchain-Technologie basiere. Hintergrund: Maersk habe akribisch nachgerechnet und herausgefunden, dass beispielsweise eine einfache Lieferung von gekühlten Produkten von Ostafrika nach Europa durch eine Kette von beinahe 30 Personen und Organisationen gehen könne. Das allein bedeute mehr als 200 unterschiedliche Interaktionen und Kommunikationsschritte unter allen Beteiligten, in vielen Teilschritten noch auf Papier. Das sei zeitaufwendig, ineffizient und binde unnötig Ressourcen.

Über die Blockchain solle nun ein unveränderlicher Datensatz von Transaktionen entlang der Lieferkette erstellt werden. Dies ermögliche es allen beteiligten Unternehmen, alle notwendigen Informationen über jede Transaktion in einem einzigen Informationsfluss zu sehen. Sämtliche Papierformalitäten sollten dadurch digital und automatisiert ablaufen. IBM gehe davon aus, dass sich durch den damit verbundenen Wegfall von Bürokratie in der Containerschifffahrt 30 Milliarden US-Dollar pro Jahr einsparen lassen würden. Und das Weltwirtschaftsforum (WEF) rechne damit, dass der Welthandel durch die Beseitigung von Barrieren in den internationalen Lieferketten um fast 15 Prozent wachsen könnte.

Auch MasterCard sei in der Blockchain-Welt angekommen. Der US-Kreditkartenkonzern habe sich im vergangenen Jahr ein Patent gesichert, mit dem Kunden künftig wählen könnten, ob sie mit einer etablierten Währung wie US-Dollar oder Euro oder lieber mit Kryptogeld bezahlen möchten. Mit dieser Kombination sollten Verbraucher und Händler die Vorteile der dezentralisierten Blockchain nutzen, während das System gleichzeitig die Sicherheit der Kontoinformation gewährleiste. In vielen Ländern sei das Bezahlen mit Kryptowährung immer noch schwierig. Es könne zudem einige Minuten dauern, bis die Transaktion bestätigt sei. Klassische MasterCard-Transaktionen würden hingegen nur wenige Sekunden dauern. MasterCard investiere schon länger in die Blockchain-Technologie - auch um internationale Transaktionen schneller und günstiger zu machen und Produktfälschungen schneller aufzuspüren.

Nicht nur, aber vor allem der Finanzdienstleistungssektor könnte künftig von der neuen Technik profitieren. Das Beratungsunternehmen Oliver Wyman glaube, dass Banken dank der Blockchain ihre Infrastrukturkosten bis 2022 um 15 bis 20 Milliarden US-Dollar pro Jahr senken könnten. Auch die Börse Stuttgart beschäftige sich intensiv mit dem Thema. Im Fokus stehe dabei der Gedanke, die Übertragung von Aktien über die Blockchain abzuwickeln. Ein so genannter digitaler Token - Token sei das englische Wort für Wertmarke oder Jeton - könnte hierbei das Wertpapier ersetzen. Statt der Wertpapiere würden die Token den Besitzer wechseln. Über solche digitale "Wertmarken" könnte man das Eigentumsrecht feststellen und die Kette der vorherigen Eigentümer über die Blockchain lückenlos dokumentieren. So wäre es möglich, beispielsweise Aktien direkt vom Verkäufer auf den Verkäufer zu übertragen. Intermediäre wie Depotbanken, Broker und zentrale Abwicklungsstellen und Wertpapierverwalter würden überflüssig.

Die große Blockchain-Nachfrage bekomme auch SAP zu spüren. Der deutsche Softwarehersteller aus Walldorf wolle seine Kunden unterstützen, Arbeitsprozesse und Effizienzen mithilfe der Technologie zu verbessern. "Die Blockchain bietet eine leistungsfähige Lösung, um mehr Vertrauen und Transparenz zwischen Unternehmen zu schaffen und die Zusammenarbeit zu vereinfachen", würden Gil Perez und Mala Anand sagen, beide bei SAP zuständig für die Entwicklung und Vermarktung von digitalen Strategien einschließlich der Blockchain-Technologie. Man biete seinen Kunden eine einfache Integration und technologische Flexibilität sowie eine branchenspezifische gemeinschaftliche Innovation, so die beiden Experten. Dies ermögliche es den Kunden, das Potenzial der Blockchain voll auszuschöpfen. SAP verweise in diesem Zusammenhang beispielsweise auf den Einsatz der Technologie im Pharma-, Medizin- und Agrarbereich. Dabei stünden vor allem Fragen der Nachverfolgbarkeit von Produkten im Fokus. In der Pharmaindustrie gehe es besonders darum, die Echtheit von Medikamenten zu belegen und Fälschungen aus dem Verkehr zu ziehen. Im Handel könne indes die Blockchain dazu beitragen, das Vertrauen zu verbessern, indem sicher und transparent nachgewiesen werde, wie bestimmte Produkte produziert worden seien.

Für Anleger, die vom künftigen Erfolg der Blockchain überzeugt seien, dürften Unternehmen interessant sein, die durch den Einsatz dieser neuen Technologie Geld verdienen würden. Auch wenn sie durch den Bitcoin und andere Kryptowährungen bekannt geworden sei: Die Blockchain eröffne nicht nur der Finanzindustrie, sondern auch Unternehmen aus anderen Branchen neue Perspektiven. (Ausgabe Februar 2019) (14.02.2019/zc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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