Discount-Zertifikat Classic auf FMC: Auf Buffetts Pfaden - Burggraben als Investmentansatz - Zertifikateanalyse


17.05.18 10:30
Meldung
 
Frankfurt (www.zertifikatecheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt ein Discount-Zertifikat Classic (ISIN DE000DD572D5 / WKN DD572D ) auf die FMC-Aktie (ISIN DE0005785802 / WKN 578580 ) vor.


Warren Buffett sei eine Investorenlegende. Für die Auswahl seiner Anlagen habe er eine ganz eigene Philosophie entwickelt, die auf mehreren Grundsätzen basiere. Beispielsweise bevorzuge er bei seinen Investments Aktien von Unternehmen, die einen Burggraben (engl.: moat) besitzen würden. Den Begriff Burggraben habe Buffett bereits 1987 in seinem jährlichen Brief an die Aktionäre verwendet. Heute seien die sogenannten Burggraben-Aktien (moat-stocks) ein fester Begriff in der Finanzwelt. Es handle sich dabei um Aktien von Unternehmen, deren Geschäftsmodelle nicht so einfach von anderen Firmen kopiert werden könnten, weil die Markteintrittsbarrieren sehr hoch seien. Diese so "geschützten" Gesellschaften hätten damit ein vergleichsweise stabiles Geschäftsmodell, das gerade langfristig orientierten Anlegern aussichtsreiche Renditechancen in Form von potenziellen Kurssteigerungen und Dividenden biete. Doch welche Burggräben gebe es?

Unter einem Burggraben würden in erster Linie einzigartige Wettbewerbsvorteile verstanden. Dazu würden beispielsweise Patente, Rezepturen, Produktionsverfahren, der exklusive Zugriff auf Ressourcen, Skaleneffekte, große etablierte Marken, staatliche Monopole und führende Marktpositionen gehören. Ein typisches Burggraben-Unternehmen sei Coca-Cola, das natürlich auch zu den langjährigen Investments von Warren Buffett gehöre. Die wohlgehüteten Rezepturen des Getränkeherstellers, die starke, weltweit bekannte Marke sowie die überragende Marktposition würden zusammen eine sehr hohe Markteintrittsbarriere bilden. Unter den deutschen Aktien würden beispielsweise SAP, die Deutsche Post und Fresenius Medical Care (FMC) einen Burggraben besitzen.

Fresenius Medical Care biete Produkte und Dienstleistungen für Menschen mit Nierenerkrankungen. Beispielsweise stelle die Gesellschaft Dialyseprodukte wie Dialysegeräte und Dialysefilter her. Außerdem betreue sie in einem Netz aus 3.790 Dialysezentren weltweit mehr als 320.000 Patienten. Mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung, seinen zukunftsweisenden Technologien bei Therapien und Produkten sowie einem großen Kundenstamm habe sich der Konzern eine weltweit führende Marktposition erarbeitet. Die starke Stellung im Kerngeschäft nutze FMC, um das Geschäftsmodell um zusätzliche medizinische Leistungen zu erweitern. In diesem sogenannten Versorgungsmanagement gehe es beispielsweise um Versicherungsleistungen für Dialysepatienten, den Vertrieb von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln sowie Dienstleistungen in ambulanten Operationszentren.

Den regionalen Schwerpunkt seiner Tätigkeit habe FMC in Nordamerika. Dort sei im Geschäftsjahr 2017 mit 73% der Großteil der Erlöse erwirtschaftet worden. In Deutschland habe der Umsatzanteil bei 2,5% gelegen. Aufgrund der überwiegenden Aktivitäten außerhalb der Eurozone hätten Wechselkurseffekte und dabei insbesondere die Entwicklung des Wechselkurses Euro/US-Dollar einen großen Einfluss auf die Ergebnisse. Spürbar sei dies auch 2017 gewesen. Insgesamt habe das Unternehmen mit seinen Produkten und Services Umsätze von 17,78 Mrd. Euro (+7%) erzielt. Währungsbereinigt habe das Umsatzwachstum bei 9% gelegen. Gestiegen seien auch die Gewinne. Das um Sondereinflüsse bereinigte operative Ergebnis habe sich um 4% auf 2,49 Mrd. Euro verbessert. Das bereinigte Nachsteuerergebnis habe um 5% auf 1,2 Mrd. Euro zugelegt.

Mit diesen Ergebnissen habe FMC seinen profitablen Wachstumskurs fortgesetzt und erneut Rekordergebnisse erzielt. Davon sollten auch die Aktionäre profitieren. Auf der Hauptversammlung am 17.05.2018 schlage der Vorstand eine Anhebung der Dividende von 0,96 auf 1,06 Euro je Aktie vor. Das sei ebenfalls ein neuer Spitzenwert in der Firmengeschichte.

Hinsichtlich der künftigen Entwicklung zeige sich FMC zuversichtlich, die Erfolgsgeschichte fortschreiben zu können. Im vergangenen Geschäftsjahr seien dazu mit der Akquisition der Cura Group in Australien und der geplanten Übernahme von NxStage Medical in den USA weitere Weichen innerhalb der langfristigen Wachstumsstrategie gestellt worden. Mit den Akquisitionen baue FMC sein Kerngeschäft Dialyse und den Bereich Versorgungsmanagement weiter aus. Hintergrund dieser Maßnahmen sei die Erwartung, dass die weltweite Zahl der Patienten mit Nierenerkrankungen bis 2025 von derzeit 3,2 auf etwa 4,9 Millionen zunehmen werde.

Die Maßnahmen zur Erweiterung des Geschäfts würden die Analysten als zielführend ansehen. Angesichts der bereits erarbeiteten Marktstellung sei FMC in einer sehr guten Position, den weltweit steigenden Bedarf an Dialyseprodukten und -Dienstleistungen entsprechend zu bedienen. Dabei sei es Teil der Strategie, das eigene Geschäft auch regional auszubauen. Diesbezüglich sollte der Gesellschaft ihre umfangreiche Expertise auf dem Gebiet der Dialyse zugutekommen, angefangen bei Produkten bis hin zur ganzheitlichen Versorgung von Patienten. Dazu könne FMC außerdem auf ein umfangreiches Know-how im Bereich Dialyse zurückgreifen, das durch eine intensive Forschungs- und Entwicklungsarbeit, als fester Bestandteil der Wachstumsstrategie, kontinuierlich erweitert werde. Alles in allem seien die Analysten daher bezüglich der längerfristigen Wachstumsperspektiven von FMC zuversichtlich. Auch 2018 sollte das Unternehmen eine positive Geschäftsentwicklung zeigen.

FMC selbst strebe für das Geschäftsjahr 2018 erneut Rekorde an. Die Zahlen für das erste Quartal würden die Zuversicht des Managements unterfüttern, obgleich Umsatz und Gewinne von Währungseffekten sowie Änderungen im US-Gesundheitssystem negativ beeinflusst worden seien. FMC rechne im Gesamtjahr 2018 mit einem Umsatzwachstum von währungsbereinigt 5% bis 7%. Im April habe der Vorstand das bisherige Ziel von 8% gesenkt. Wesentlicher Grund für diese Anpassung sei die Neubewertung der Dosierungen eines Medikamentes zur Steuerung des Kalziumspiegels. Die Reduzierung der Dosierungen resultiere in einem geringeren Beitrag zum Umsatzwachstum als ursprünglich angenommen. Das Konzernergebnis solle 2018 bereinigt um Währungs- und Sondereffekte um 7% bis 9% steigen. In diesen Prognosen seien der geplante Erwerb von NxStage Medical sowie der im April eingeleitete Verkauf der Mehrheitsbeteiligung an Sound Inpatient Physicians allerdings noch nicht berücksichtigt.

Die Aktie von FMC würden die Analysten in einem übergeordneten Aufwärtstrend sehen, der von hohen Schwankungen geprägt sei. Vor diesem Hintergrund könnte ein Discount-Zertifikat eine interessante, alternative Anlagemöglichkeit zum Direktinvestment darstellen. Anlegern stünden verschiedene Discount-Zertifikate mit dem Basiswert Fresenius Medical Care AG & Co. KGaA zur Verfügung. Ein Beispiel sei ein Discount-Zertifikat, das am 29.04.2019 fällig werde (Rückzahlungstermin) und aktuell mit einem Discount (Abschlag) von rund 7,2% zum Kurs der FMC-Aktie notiere. Die Höhe der möglichen Rückzahlung werde durch den Cap (obere Preisgrenze) bei 88,00 Euro begrenzt.

Für die Rückzahlung des Zertifikats gebe es zwei Möglichkeiten: Liege der Schlusskurs (Referenzpreis) von FMC am 18.04.2019 auf oder über dem Cap von 88,00 Euro, erhalte der Anleger den Höchstbetrag von 88,00 Euro. Liege der Referenzpreis unter dem Cap von 88,00 Euro, erhalte der Anleger einen Rückzahlungsbetrag, der dem Referenzpreis multipliziert mit dem Bezugsverhältnis (1,00) entspreche. Der Anleger erleide einen Verlust, wenn der Rückzahlungsbetrag unter dem Erwerbspreis des Produkts liege.

Der Anleger erhalte während der Laufzeit keine sonstigen Erträge aus dem Basiswert. Das vorliegend beschriebene Discount-Zertifikat richte sich somit an Anleger, die davon ausgehen würden, dass der Schlusskurs der FMC-Aktie am 18.04.2019 auf oder über 88,00 Euro liegen werde. (Ausgabe vom 16.05.2018) (17.05.2018/zc/a/a)


 

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