EACH-Basket: Aktien mit Aufholbedarf? - Zertifikateanalyse


13.08.20 10:22
Meldung
 
München (www.zertifikatecheck.de) - Für Vontobel sind Unternehmen aus der Unterhaltungs- und Reiseindustrie eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Zertifikaten von dieser Einschätzung profitieren können.


EACH-Aktien - allesamt Unternehmen aus der Unterhaltungs- und Reiseindustrie (Entertainment, Airlines, Cruises, Hotels) - hätten während der Corona-Pandemie große Verluste erleiden müssen. Kurseinbrüche bei betroffenen Unternehmen seien die Folge gewesen. Nehme die Reiseaktivität aber wieder Fahrt auf, könnten die Titel von einem Aufwind profitieren. Ein interessanter Einstiegszeitpunkt?

Die Corona-Pandemie habe die Welt, insbesondere im zweiten Quartal dieses Jahres, fest im Griff gehabt. Die Wirtschaft sei teilweise "stillgelegt" worden, für die Gesellschaft hätten sich maßgebliche Einschränkungen ergeben und auch die Aktienmärkte hätten starke Einbussen hinnehmen müssen. Am stärksten habe wohl die Reisebranche unter den Folgen der Pandemie gelitten.

Grenzen seien geschlossen worden, Flugzeuge hätten auf dem Boden gestanden und Schiffe seien in den Häfen geblieben. Seien es Städtereisen an Wochenenden, mehrtägige oder sogar mehrwöchige Kreuzfahrten oder ein Strandurlaub am anderen Ende der Welt: Urlaube hätten verschoben oder im schlimmsten Fall sogar storniert werden müssen. Zudem sei die Zurückhaltung bei der Buchung künftiger Ferien nach wie vor groß. Denn niemand vermöge die zukünftige Entwicklung der Situation richtig einschätzen zu können. Urlaub im heimischen Land erscheine einer Vielzahl an Personen daher als beste Alternative.

Die jüngste Ausgabe des UNWTO-Welttourismusbarometers zeige, dass die als Reaktion auf die Pandemie verhängte nahezu vollständige Abriegelung der Grenzen im Mai zu einem Rückgang der internationalen Touristenzahlen um 98 Prozent, verglichen mit dem Vorjahresmonat, geführt habe. Für den Zeitraum zwischen Januar und Mai zeige das Barometer im Jahresvergleich ebenfalls einen deutlichen Rückgang. Dies bedeute eine Einbuße von 300 Millionen Touristen und einen Verlust von 320 Milliarden US-Dollar bei den Einnahmen aus dem internationalen Tourismus - mehr als das Dreifache des Verlustes während der Weltwirtschaftskrise 2009. Mit den Umsätzen seien auch die Aktienkurse vieler Unternehmen aus der Reisebranche stark eingebrochen.

Seit der zumindest teilweisen Öffnung der Grenzen im Juli sei ein "Neubeginn" des Tourismus im Gange. Laut der jüngsten Analyseder Welttourismusorganisation (UNWTO) hätten weltweit inzwischen 40% aller Reiseziele die Beschränkungen, welche sie dem internationalen Tourismus ursprünglich auferlegt hätten, gelockert. Licht am Ende des Tunnels für die Tourismusländer dieser Welt als auch für sämtliche Reiseunternehmen? Fraglich bleibe sicherlich, ob und - wenn überhaupt - wann der internationale Tourismus zur früheren Normalität zurückfinden werde. Fluggesellschaften, Hotelketten, Kreuzfahrtgesellschaften und noch viele mehr könnten ihre Aktivitäten langsam wieder hochfahren und somit auch die Umsätze wieder steigern.

Die meisten Mitglieder des UNWTO-Panels würden davon ausgehen, dass sich der internationale Tourismus bis zur zweiten Hälfte des Jahres 2021 erholen werde, gefolgt von denjenigen, die eine Erholung in der ersten Hälfte des nächsten Jahres erwarten würden. Von wachsenden Umsätzen könnten die Aktienkurse ebenfalls positiv beeinflusst werden. Das könnte für Anleger interessante Opportunitäten schaffen. Doch die Selektion der "richtigen" Aktien sei meist nicht ganz einfach.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel ein Partizipationszertifikat (ISIN DE000VP6R3V3 / WKN VP6R3V ) auf den EACH Basket. Korbbestandteile seien: Southwest Airlines (ISIN US8447411088 / WKN 862837 ), Las Vegas Sands (ISIN US5178341070 / WKN A0B8S2 ), Marriott Intl. (ISIN US5719032022 / WKN 913070 ), MGM Resorts (ISIN US5529531015 / WKN 880883 ), Carnival (ISIN PA1436583006 / WKN 120100 ), Dufry (ISIN CH0023405456 / WKN A0HMLM ), Intl. Consolidated Airlines (ISIN ES0177542018 / WKN A1H6AJ ), Delta Air Lines (ISIN US2473617023 / WKN A0MQV8 ), Wynn Resorts (ISIN US9831341071 / WKN 663244 ), Royal Caribbean Cruises (ISIN LR0008862868 / WKN 886286 ), easyJet (ISIN GB00B7KR2P84 / WKN A1JTC1 ), Norwegian Cruise Line (ISIN BMG667211046 / WKN A1KBL8 ), Hyatt (ISIN US4485791028 / WKN A0YAKV ) und Hilton Worldwide (ISIN US43300A2033 / WKN A2DH1A ). Der Kaufpreis liege bei EUR 99,00, zuzüglich Ausgabeaufschlag. Der Ausgabeaufschlag betrage EUR 1,00.Fällig werde das Zertifikat am 4. September 2023. Das Zertifikat könne noch bis zum 27. August 2020 gezeichnet werden.

Würden Anleger davon ausgehen, dass sich die Reisebranche mittelfristig wieder erholen und gegebenenfalls sogar wieder zu ihrer alten Stärke zurückfinden könnte, dann könnte das Partizipationszertifikat auf den EACH-Basket eine interessante Anlagemöglichkeit darstellen. Im Korb enthalten seien allesamt Aktien von Unternehmen, die einer der folgenden vier Branchen der Reiseindustrie angehören würden: Unterhaltungsindustrie (Entertainment), Fluggesellschaften (Airlines), Kreuzfahrtgesellschaften (Cruises) oder Hotels.

Die Aktienselektion habe im Wesentlichen auf zwei Kriterien basiert: Es seien Unternehmen mit starken Marken und einer vergleichsweise niedrigen Nettoverschuldung im Vergleich zum bereinigten EBITDA berücksichtigt worden. Alle Aktien seien zu Beginn gleichgewichtet und die Zusammensetzung sei über die Laufzeit von drei Jahren fixiert.

Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen sei von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen habe. Der Aktienkurs könne sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen könnten.

Anleger seien dem Risiko ausgesetzt, dass Emittent und Garant ihre Verpflichtungen aus dem Produkt und der Garantie - beispielsweise im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit / Überschuldung) oder einer behördlichen Anordnung von Abwicklungsmaßnahmen - nicht erfüllen könnten. Eine solche Anordnung durch eine Abwicklungsbehörde könne im Falle einer Krise des Garanten auch im Vorfeld eines Insolvenzverfahrens ergehen. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 11.08.2020) (13.08.2020/zc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.


 

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