Faktor-Zertifikate auf Brent-Öl: Preisstabilisierung in Sicht? Zertifikateanalyse


12.12.14 11:40
Meldung
 
Frankfurt (www.zertifikatecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt ein Faktor-Long-Zertifikat (ISIN DE000DT4BRT7 / WKN DT4BRT ) sowie ein Faktor-Short-Zertifikat (ISIN DE000DT4BST5 / WKN DT4BST ) der Deutschen Bank auf Brent-Öl vor.


Nachdem die Ölpreis-Bullen von dem Ausgang der jüngsten OPEC-Sitzung enttäuscht worden seien, müssten sie sich nun neue Hoffnungsträger für eine Preisstabilisierung suchen. Doch angesichts der nicht gerade boomenden Weltkonjunktur dürften diese rar gesät sein.

Am 27. November sei es soweit gewesen. Mit großer Spannung hätten die Marktteilnehmer nach Wien geblickt. Dort habe sich die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) getroffen, um über mögliche Maßnahmen gegen die weltweit fallenden Ölpreise zu beraten. Allerdings habe man sich nicht darauf einigen können, die Produktion von derzeit 30 Millionen Barrel pro Tag zu senken, um auf diese Weise das Angebot zu verknappen und für einen Preisanstieg zu sorgen. Als Reaktion darauf seien die Notierungen noch weiter abgestürzt. Vielmehr hätten sowohl die Nordseesorte Brent als auch die US-Ölsorte WTI inzwischen neue Fünfjahrestiefs ausgebildet.

Allerdings könnte eine Preisstabilisierung in Kürze anstehen. In einem "Wall Street Journal"-Bericht vom 4. Dezember heiße es, dass man in Saudi-Arabien, dem größten OPEC-Mitglied, damit rechnen würde, dass sich die Preise bei etwa 60 US-Dollar stabilisieren sollten. Zudem würden insbesondere die Produzenten am Persischen Golf mit einem solchen Preisniveau leben können. Gerade dies würde jedoch bedeuten, dass die Golfstaaten noch eine ganze Weile auf eine Angebotsverknappung verzichten dürften.

Dabei sei es in den vergangenen Jahren sowieso fragwürdiger geworden, inwieweit die OPEC angesichts ihres insgesamt kleiner gewordenen Einflusses auf den Weltmarkt dazu in der Lage sei, die Preise nach Belieben zu manipulieren. Wegen des Schieferölbooms seien die USA auf dem Weg zur Unabhängigkeit von Ölimporten, während auch andere Produzenten ihre Produktion massiv ausgeweitet hätten. Daher müssten sich die Erdölförderer am Golf weiterhin um die wachsende Konkurrenz kümmern, um nicht Marktanteile einzubüßen. Zudem sei es paradoxerweise so, dass selbst die Produktion in Konfliktgebieten wie dem Irak oder Libyen weitergehe.

Während es auf der Angebotsseite derzeit also nicht nach einer Knappheit aussieht, scheinen die Ölpreis-Bullen derzeit auch in Sachen höhere Nachfrage wenig Glück zu haben, so die Experten von X-markets by Deutsche Bank. Schließlich hätten sich die Aussichten für die Weltwirtschaft zuletzt eingetrübt. Laut Angaben des Statistikamtes Eurostat vom 5. Dezember sei das BIP in der Eurozone im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal lediglich um 0,2 Prozent gewachsen. Auch in China scheine sich weiterhin eine abnehmende Wachstumsdynamik abzuzeichnen. Dies zeige sich zum Beispiel bei einem Blick auf die Exportdaten der chinesischen Zollverwaltung vom 8. Dezember für November. Dabei hätten die langsamer wachsenden Exporte für einen Rekord beim Handelsüberschuss gesorgt. Schließlich habe die Regierung in Tokio am gleichen Tag bestätigt, dass Japan im dritten Quartal in die Rezession gerutscht sei.

Auf der anderen Seite dürfe aber auch zumindest auf eine Bodenbildung bei den Preisen gehofft werden. Schließlich dürften gerade die Golfstaaten darauf hoffen, dass eine ganze Reihe von Bohrvorhaben in Nordamerika angesichts des gesunkenen Preisniveaus unrentabel werde und sich auf diese Weise eine Angebotsverknappung einstelle.

Spekulative Anleger, die steigende Notierungen bei der Ölsorte Brent erwarten würden, könnten mit einem Faktor-Long-Zertifikat der Deutschen Bank mit dem Hebel (Faktor) von 4 auf ein solches Szenario setzen. Wer aber als spekulativer Anleger eher Short orientiert sei und auf fallende Ölpreise bei der Sorte Brent setzen möchte, erhalte mit einem Faktor-Short-Zertifikat der Deutschen Bank mit dem Hebel (Faktor) 4 die Gelegenheit dazu. (Stand vom 09.12.2014) (12.12.2014/zc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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