Investmentidee: Vontobel-Zertifikate auf Bayer - Wie teuer könnte der Streit um Glyphosat werden? Zertifikateanalyse


16.08.18 12:15
Meldung
 
München (www.zertifikatecheck.de) - Für Vontobel ist die Aktie von Bayer (ISIN DE000BAY0017 / WKN BAY001 ) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Anlagezertifikaten von dieser Einschätzung profitieren können.


Das Schadensersatzurteil gegen Monsanto habe dem neuen Eigentümer Bayer einen massiven Einbruch an der Börse beschert. Investoren seien verunsichert, wie teuer der Streit um Glyphosat werden könnte.

Das Urteil sei überraschend scharf ausgefallen: Umgerechnet ca. EUR 250 Mio. Schadensersatz solle Bayer-Tochter Monsanto an einen Hausmeister zahlen. Dieser mache den regelmäßigen Umgang mit dem Pflanzenschutzmittel Glyphosat für seine Krebserkrankung verantwortlich und habe geklagt. So hoch die Summe zunächst erscheinen mag, im Vergleich zu ihrem Effekt auf die Bewertung des Bayer-Konzerns wirkt sie sich eher gering aus: Rund EUR 10 Mrd. an Börsenwert büßte das Leverkusener Unternehmen am Montag in Reaktion auf das Urteil ein, so die Analysten der Bank Vontobel Europe AG. Am 7. Juni 2018 habe Bayer Monsanto für umgerechnet ca. EUR 54 Mrd. übernommen und sei mit dem Deal zum global führenden Agrochemiekonzern aufgestiegen.

Experten würden jedoch mögliche Rechts- und Reputationsrisiken als die größten Herausforderungen für Bayer ansehen. Das Urteil schüre somit die Sorgen, das sich Bayer mit Monsanto eine große und teure Klagewelle in den USA eingekauft habe. Denn gemäß der letzten Veröffentlichung von Monsanto hätten bis Ende Februar 2018 bereits 5.200 Klagen bestanden, die im Zusammenhang mit Glyphosat gestanden hätten. Es sei anzunehmen, dass die Zahl seither weiter gewachsen sei. Die Rückstellungen des US-Konzerns für Prozesse und Rechtsstreitfälle hätten zuletzt nur bei USD 254 Mio. gelegen. Die meisten Analysten und Anleger hätten offensichtlich im Vorfeld mit einer Entscheidung zugunsten von Bayer gerechnet. Dementsprechend überrascht gezeigt hätten sie sich von der Heftigkeit der Börsenreaktion.

Schadensersatzprozesse in den USA seien grundsätzlich schwer einzuschätzen. Jedoch habe sich vor allem in der Pharmabranche gezeigt, dass die Unternehmen viele dieser Klagewellen, auch im Falle von negativen Urteilen, relativ gut abwehren könnten. Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen würden auch Analysten den Kursverfall als übertrieben bewerten. So verweise Markus Mayer von der Baader Bank darauf, dass die Unbedenklichkeit des Produkts bereits durch zahlreiche, auch jüngere Studien abgesichert sei. Ulrich Huwald vom Bankhaus Warburg sehe insbesondere die Unsicherheit über die möglichen Gesamtkosten aus dem Glyphosat-Verfahren als Hauptbelastungsfaktor für das Papier von Bayer.

Bei Bayer habe sich in den letzten Jahren eine Reihe von Schwachstellen und Problemen akkumuliert. Dazu hätten beispielsweise Probleme im US-Geschäft mit freiverkäuflichen Arzneien (Consumer Health) gehört. In der heimischen Pharmaproduktion müsse Bayer unterdessen mit einem Millionenaufwand einige Qualitätsmängel beseitigen, die die amerikanische Arzneimittelbehörde FDA bemängelt habe.

Für Monsanto sei das Gylphosat-Geschäft bisher ein wichtiger Umsatzträger. Die Pflanzenschutzsparte, die überwiegend auf Glyphosat entfalle, habe im vergangenen Jahr USD 3,7 Mrd. Umsatz und einen Betriebsgewinn von USD 353 Mio. generiert. Das Kerngeschäftsfeld des US-Konzerns bestehe aus Saatgut. Insbesondere genmodifizierte Mais- und Sojasorten, die Glyhposat resistent seien, hätten den Aufstieg des Konzerns begründet.

Die Bayer-Aktie werde aktuell bei EUR 83,84 (14.08.2018) gehandelt. Das Jahreshoch habe bei EUR 118,04 (16.10.2017), das Jahrestief bei EUR 80,37 (13.08.2018) gelegen. Bei Bloomberg würden 18 Analysten die Aktie auf "kaufen", zwölf auf "halten" und ein Analyst auf "verkaufen" setzen. Bloomberg-Analysten würden aktuell ein Zwölf-Monats-Kursziel von EUR 113,05 setzen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel das Bonus Cap-Zertifikat (ISIN DE000VA3BWW2 / WKN VA3BWW ) auf die Bayer-Aktie. Die Bonusrendite werde bei 32,15% und die Barriere bei EUR 70,00 gesehen. Der Bonusbetrag sowie der Bonuslevel lägen bei 110,00 EUR. Der Geldkurs betrage EUR 83,87 und der Briefkurs EUR 84,05. Der Bewertungstag sei der 21.06.2019. (Stand: 16.08.2018, 10:09)

Interessant sei auch das Bonus Cap-Zertifikat (ISIN DE000VL8AVR2 / WKN VL8AVR ) auf Bayer. Die Bonusrendite liege hierbei bei 25,56% und die Barriere bei EUR 63,97. Der Bonusbetrag belaufe sich auf 130,00246 und der Bonuslevel auf 127,93. Der Geldkurs betrage EUR 104,13 und der Briefkurs EUR 104,33. Der Bewertungstag sei am 21.06.2019. (Stand: 16.08.2018, 10:09)

Außerdem könnte das Long Mini Future-Zertifikat (ISIN DE000VA5TF24 / WKN VA5TF2 ) auf die Aktie von Bayer mit einem Basispreis von EUR 66,27 interessant sein. Der Stopp-Loss liege bei EUR 69,57 und der Abstand zum Stopp-Loss bei 9,51%. Das Bezugsverhältnis betrage 0,1. Der Geldkurs belaufe sich auf EUR 1,10. Der Briefkurs werde bei EUR 1,11 gesehen. Das Papier habe einen Hebel von 7,42. (Stand: 16.08.2018, 10:09)

Eine Investmentidee sei zudem das Short Mini Future-Zertifikat (ISIN DE000VA3EY46 / WKN VA3EY4 ) mit einem Basispreis von EUR 120,06 auf die Bayer-Aktie. Der Stopp-Loss betrage EUR 114,24, der Abstand zum Stopp-Loss 49,41%. Das Bezugsverhältnis liege bei 0,1. Der Geldkurs belaufe sich auf EUR 4,29, der Briefkurs auf EUR 4,30. Das Papier habe einen Hebel von 1,75. (Stand: 16.08.2018, 10:09)

Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses des oben genannten Unternehmens von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig sei, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Die Aktie könne sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten. Zudem seien vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Anleger seien dem Risiko der Insolvenz, das heiße einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 15.08.2018) (16.08.2018/zc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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