Investmentidee: Vontobel-Zertifikate auf Microsoft und TeamViewer - Zertifikateanalyse


04.03.21 10:15
Meldung
 
München (www.zertifikatecheck.de) - Für Vontobel sind die Aktien von Microsoft (ISIN US5949181045 / WKN 870747 ) und TeamViewer (ISIN DE000A2YN900 / WKN A2YN90 ) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Anlagezertifikaten von dieser Einschätzung profitieren können.


Die Anbieter von Videokonferenzen seien aktuell gefragter denn je. Während Büros und Meeting-Räume in pandemiebedingt leer bleiben würden, boome das Geschäft der Videodienste. Einige der wohl bekanntesten Anbieter von Videokonferenzen seien die Branchegrößen Zoom Video Communications, Microsoft mit ihrer Plattform Microsoft Teams und das deutsche Unternehmen TeamViewer. Wie würden diese vom Homeoffice-Trend profitieren und wie würden sie sich auf die Zeit nach der Pandemie vorbereiten?

Der Videodienst Zoom Video Communications sei einer der Hauptprofiteure des anhaltenden Trends zum Homeoffice. Aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen floriere das Geschäft wie nie zuvor. Gerade im vergangenen Jahr sei das US-Unternehmen Zoom Video Communications im dreistelligen Prozentbereich gewachsen. Das Konferenz-Tool, welches ursprünglich für Unternehmen gedacht gewesen sei, habe in der ersten Pandemiephase verschiedenste neue Kundengruppen für sich gewinnen können. Nicht nur Unternehmen, wie anfangs geplant, würden den Videodienst Zoom nutzen, sondern auch Universitäten, Schulen und Privatpersonen.

Dadurch sei nicht nur die Zahl der Nutzer der Videoplattform rasant gestiegen, sondern auch der Umsatz und der Gewinn des US-Unternehmens. Alleine im vierten Geschäftsquartal habe ein Umsatz von USD 882,5 Mio. erzielt werden können, was einem Wachstum von 369 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entspreche. Im kompletten Geschäftsjahr 2020 habe das Wachstum bei 326 Prozent gelegen. Für das aktuelle Geschäftsjahr peile der Videodienst eine Umsatzsteigerung von mindestens 42 Prozent an.

Die große Frage bleibe, wie es mit Zoom und den weiteren Konferenz-Tools nach der Krise weitergehe. Die Pläne des Unternehmens seien es, sich langfristig als starke Marke bei Videokonferenzen zu etablieren, um so auch im künftigen Büroalltag ein wichtiger Bestandteil zu bleiben. Zum anderen versuche Zoom nicht nur im Bereich der Videokonferenzen Marktanteile zu gewinnen, sondern das US-Unternehmen forciere mit Zoom Phone auch die bisherigen Telefonsysteme der Firmen zu ersetzen. Ziel sei es, durch das erweiterte Angebot nicht nur eine weiteres Kommunikations-Tool anzubieten, sondern auch gleichzeitig die Möglichkeit einer nahtlosen Integration mit Videokonferenzen.

Mit dem weltgrößten Musikkonzern Universal Music und der Universität von South Carolina sei es Zoom bereits gelungen im vergangenen Quartal Großkunden für den Zoom Phone Dienst zu gewinnen. Inwieweit es Zoom gelinge, auch hier ähnlich stark wie vom Videodienstboom zu profitieren, bleibe sicherlich fraglich. In erster Linie sollte für den künftigen Erfolg von Zoom jedoch die Entwicklung der Arbeitswelt nach der Pandemie maßgeblich sein.

Der Softwareanbieter TeamViewer habe im vergangenen Geschäftsjahr ebenfalls ein großes Wachstum verbuchen können. Das deutsche Unternehmen habe eine Umsatzsteigerung von 17 Prozent erzielt und somit geschafft, diesen auf rund EUR 456 Mio. zu steigern. Während der Wachstumsschub des letzten Jahres vor allem auf die Pandemie und die damit verbundene große Nachfrage an Kommunikationssoftwaren zurückzuführen sei, möchte das Unternehmen aus der Nähe von Stuttgart in Zukunft sein Geschäftsmodell expandieren. Um das Umsatzziel von EUR 1 Mrd. bis 2023 zu erreichen, setze Firmenchef Oliver Steil auf einen Diversifizierungsplan. So habe das Geschäftsfeld von TeamViewer bereits durch mehrere Akquisitionen weiter ausgebaut und auf mehrere verschiedene Märkte ausgeweitet werden können.

Im Juli des vergangenen Jahres habe das Unternehmen den Augmented-Reality-Spezialisten Ubimax für rund EUR 136,5 Mio. übernommen. Augmented-Reality, also die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung, gelte als Schlüsseltechnologie, die heute schon in diversen Anwendungen, wie beispielsweise in der bekannten App Pokémon Go, weltweit eingesetzt werde. Durch die jüngst veröffentlichte Akquisition des US-amerikanischen Unternehmens Upskill verstärke TeamViewer nicht nur die eigene Position in Bezug auf branchenspezifische Augmented-Reality Lösungen. Diese ermögliche es dem Unternehmen auch, seine Präsenz am wichtigen US-Markt weiter auszubauen. Den Einstieg ins Geschäftsfeld der digitalen Kundenbetreuung habe TeamViewer durch den Zukauf des österreichischen Start-Ups Xaleon realisiert, was das Geschäftsmodell um ein zusätzliches Standbein erweitere.

Der US-amerikanische Softwarehersteller Microsoft habe sich im Geschäftsjahr 2020 vor allem mit seiner Videokonferenzplattform Microsoft Teams profilieren können. Ebenso wie die Plattformen der Mitbewerber habe das Microsoftsystem im vergangenen Jahr eine Vielzahl neuer Benutzer gewonnen. Alleine im März des vergangenen Jahres sei es Microsoft Teams innerhalb einer Woche gelungen, einen Zuwachs von stolzen 12 Mio. neuen Anwendern zu erreichen. Die meisten deutschen Schulen würden auf die Videokonferenzplattform von Microsoft setzen, um das Home-Schooling so einfach wie möglich zu gestalten. Im Gegensatz zu den zuvor genannten Anbietern von Videokonferenzsystemen verfüge das US Softwareurgestein sicherlich über das diversifizierteste Geschäftsmodell und dürfte damit am besten auf die Zeit nach Corona vorbereitet sein.

Die Aktie der Zoom Video Communications, Inc. werde aktuell bei USD 409,66 (02.03.2021) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei USD 568,34 (19.10.2020) und das Jahrestief bei USD 70,44 (27.01.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden zwölf Analysten die Aktie auf "buy", 14 auf "hold" und drei auf "sell" setzen.

Die Aktie der TeamViewer AG werde aktuell bei EUR 46,42 (02.03.2021) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei EUR 53,62 (09.07.2020) und das Jahrestief bei EUR 24,81 (17.03.2020) erreicht worden Bei Bloomberg würden zwölf Analysten die Aktie auf "buy", ein auf "hold" und ein auf "sell" setzen.

Die Aktie von Microsoft Corporation werde aktuell bei USD 236,94 (02.03.2021) gehandelt. Das Jahreshoch sei bei USD 244,99 (12.02.2021) und das Jahrestief bei USD 135,42 (16.03.2020) erreicht worden. Bei Bloomberg würden 36 Analysten die Aktie auf "buy", vier auf "hold" und kein Analyst auf "sell" setzen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel das Long Mini Future-Zertifikat (ISIN DE000VP71P52 / WKN VP71P5 ) auf Microsoft mit einem Basispreis von USD 175,22. Der Stopp-Loss betrage USD 182,19 und der Abstand zum Stopp-Loss 19,67%. Das Papier habe ein Bezugsverhältnis von 0,1 und einen Hebel von 4,37. Der Geldkurs liege bei EUR 4,38. Der Briefkurs werde bei EUR 4,43 gesehen. (Stand: 04.03.2021, 09:11)

Interessant sei auch das Long Mini Future-Zertifikat (ISIN DE000VQ1ELP9 / WKN VQ1ELP ) bezogen auf TeamViewer, das einen Basispreis von EUR 35,19 habe. Der Stopp-Loss liege bei EUR 36,59, der Abstand zum Stopp-Loss belaufe sich auf 20,40%. Das Bezugsverhältnis betrage 0,1, der Hebel 4,14. Der Geldkurs liege bei EUR 1,10, wobei der Briefkurs bei EUR 1,12 gesehen werde. (Stand: 04.03.2021, 09:11)

Die Entwicklung der Aktienkurse der jeweiligen Unternehmen sei von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig, die der Anleger bei der Bildung seiner Marktmeinung zu berücksichtigen habe. Der Aktienkurs könne sich auch anders entwickeln als erwartet, wodurch Verluste entstehen könnten. (Ausgabe vom 03.03.2021) (04.03.2021/zc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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