Investmentidee: Vontobel-Zertifikate auf Starbucks - Wachstum trotz vermehrtem Konkurrenzkampf - Zertifikateanalyse


15.07.19 11:00
Meldung
 
München (www.zertifikatecheck.de) - Für Vontobel ist die Aktie von Starbucks (ISIN US8552441094 / WKN 884437 ) eine Investmentidee und die Bank Vontobel Europe AG liefert Vorschläge, wie Anleger mit Anlagezertifikaten von dieser Einschätzung profitieren können.


Die US-amerikanische Kaffeehauskette Starbucks weise weiterhin ein starkes globales Wachstum auf, trotz eines vermehrten Konkurrenzkampfes in China und Verhandlungen über eine mögliche Kaffeekartellbildung könne Starbucks seine Umsätze steigern.

Gegründet in Seattle von drei Universitätsfreunden habe die erste Starbucks Kaffeerösterei im März 1971 eröffnet. Zunächst habe das Geschäftsmodell lediglich aus dem Vertrieb selbst gerösteter grüner Kaffeebohnen bestanden. Nachdem der damalige Marketing Director von Starbucks, Howard Schultz, die Mehrheit am Unternehmen den drei Gründern abgekauft habe, habe zugleich die aggressive Wachstumspolitik von Starbucks begonnen. Als die beliebte Kaffeehauskette im Jahr 1992 an die Börse gegangen sei, habe sich die Anzahl der Cafés auf insgesamt 140 Läden belaufen - verteilt in allen Staaten der USA. Zum aktuellen Zeitpunkt betreibe Starbucks mehr als 30.000 weltweit verteilte Filialen mit über 291.000 Mitarbeitern.

Am 25. April habe Starbucks die Zahlen des zweiten Quartals veröffentlicht. Durch eine starke Expansionspolitik und starkes "In-Store Sales"-Wachstum in den Hauptmärkten USA und China habe Starbucks weiterhin mit starkem Umsatzwachstum glänzen können, so CEO Kevin Johnson. Insgesamt habe die amerikanische Kaffeehauskette ihren Umsatz um 5% im Vorjahresvergleich auf USD 6,3 Mrd. erhöhen können. Dies sei vor allem durch gestiegene Absatzzahlen im Ostasiatischen Markt und Performance Steigerungen durch neueröffnete Filialen getrieben worden.

Betrachte man die globalen Segmente im Einzeln falle auf, dass die Entwicklung im europäisch-afrikanischen Raum (EMEA) um 9 Prozent im Vorjahresvergleich auf USD 227,5 Mio. eingebrochen sei. Grund hierfür seien hauptsächlich negative Einflüsse durch starke Währungsschwankungen, welche die stark positive Wachstumspolitik überschattet habe (in den letzten zwölf Monaten seien mehr als 300 neue Filialen im EMEA-Raum eröffnet worden). In den Regionen Amerika bzw. Pazifik hätten die Umsätze um jeweils 8 Prozent angehoben werden können, was in einem Quartalsumsatz von jeweils USD 4,3 Mrd. im US-amerikanischen Raum und USD 1,3 Mrd. im pazifischen Raum resultiere. Für das gesamte Fiskaljahr 2019 werde eine Erhöhung der globalen Umsätze von ungefähr 3% bis 4% erwartet, so CEO Johnson. Der nächste Quartalsbericht stehe am 25. Juli nach Marktschluss an.

Trotz anhaltendem starkem Wachstum im asiatischen Markt könnte der größte Absatzmarkt China zu den aktuellen Problemkindern zählen - das Wachstum der chinesischen Cafékette "Luckin Coffee" scheine derzeit ungebremst weiterzugehen. Luckin Coffee's Geschäftsmodell unterscheide sich grundlegend von dem Geschäftsmodell von Starbucks - Während Starbucks Cafés klar als Treffpunkte und teilweise Lunch-Cafés auftreten würden, spezialisiere sich Luckin Coffee lediglich auf die Verarbeitung der per Online-App eingegangen Bestellungen zur Abholung. Dennoch wachse Luckin Coffee mit ungeheurem Tempo - nach der Eröffnung der ersten Filiale im Juni 2017 in Beijing würden zum heutigen Zeitpunkt bereits 2.370 Cafés in 28 verschiedenen chinesischen Großstädten existieren. Um dem Neuling der chinesischen Kaffeekultur entgegentreten zu können, müsste Starbucks seine Strategie dem chinesischen Markt anpassen, zum Beispiel anhand einer stärkeren Digitalisierung im Smartphone und App Bereich - so Jeffrey Towson, Professor der Peking-Universität.

Neben Konkurrenzkampf in China mache die aktuelle Entwicklung im Kaffeemarkt der Branche zu schaffen. Die großen Kaffeeanbauländer würden zurzeit überlegen eine Art OPEC für Kaffee einzuführen. Bei rund 30 Ländern wäre ein Kartell dieser Art relativ schwer zu organisieren, da alle zusammen an einem Strang ziehen und Entscheidungen treffen müssten, so das US-Magazin "Fortune". Dennoch sei der Gedanke der Kaffeebauern ein Kartell einführen zu wollen nicht fernliegend - Kaffeebohnenkäufer wie Starbucks und Nestlé hätten die Verantwortung mit Lieferanten und Kaffeebauern zusammenzuarbeiten, die ein Gehalt an ihre Angestellten zahlen sollten, welches zum Überleben ausreichend sei.

Diese Woche finde das World Coffee Producers Forum in Brasilien statt, bei dem das Thema eines Kaffeekartells und weitere aktuelle Probleme behandle werden sollten. Getrieben von dem Erfolg der Kakaobohnenbauern aus Ghana und der Elfenbeinküste, welche zuletzt im Mai eine Mindestpreisgrenze für Kakao hätten aushandeln können, erhoffe man sich auch im Rahmen der Kaffeebauern rasch eine ähnliche Lösung finden zu können.

Die Starbucks-Aktie notiere aktuell bei USD 88,38 (11.07.2019). Das 52-Wochenhoch habe bei USD 88,54 gelegen (10.07.2019), das 52-Wochentief bei USD 50,02 (11.07.2018). Bei Bloomberg würden 15 Analysten die Aktie auf "buy", 19 auf "hold" und ein Analyst auf "sell" setzen.

Eine Investmentidee sei zum Beispiel das Bonus Cap-Zertifikat (ISIN DE000VF7WG09 / WKN VF7WG0 ) auf die Starbucks-Aktie. Die Bonusrendite werde bei 17,99% und die Barriere bei USD 75,00 gesehen. Der Bonusbetrag sowie der Bonuslevel lägen bei USD 120,00. Der Geldkurs betrage EUR 89,96 und der Briefkurs EUR 90,16. Der Bewertungstag sei der 19.06.2020. (Stand: 15.07.2019, 12:07)

Interessant sei auch das Bonus Cap-Zertifikat (ISIN DE000VF7WGX5 / WKN VF7WGX ) auf Starbucks. Die Bonusrendite liege hierbei bei 9,84% und die Barriere bei USD 70,00. Sowohl der Bonusbetrag als auch der Bonuslevel würden USD 120,00 betragen. Der Geldkurs belaufe sich auf EUR 96,66 und der Briefkurs auf EUR 96,84. Der Bewertungstag sei am 20.03.2020. (Stand: 15.07.2019, 12:07)

Außerdem könnte das Bonus Cap-Zertifikat (ISIN DE000VF7WGY3 / WKN VF7WGY ) auf Starbucks interessant sein. Die Bonusrendite betrage 13,84% und die Barriere USD 75,00. Der Bonusbetrag und der Bonuslevel würden sich auf USD 120,00 belaufen. Der Geldkurs liege bei EUR 93,28 und der Briefkurs bei EUR 93,48. Der Bewertungstag sei der 20.03.2020. (Stand: 15.07.2019, 12:06)

Eine Investmentidee sei zudem das Bonus Cap-Zertifikat (ISIN DE000VF7WGZ0 / WKN VF7WGZ ) auf die Starbucks-Aktie. Die Bonusrendite werde bei 13,68% und die Barriere bei USD 70,00 gesehen. Der Bonusbetrag sowie der Bonuslevel lägen bei USD 120,00. Der Geldkurs betrage EUR 93,41 und der Briefkurs EUR 93,59. Der Bewertungstag sei der 19.06.2020. (Stand: 15.07.2019, 12:06)

Anleger sollten beachten, dass die Entwicklung des Aktienkurses des oben genannten Unternehmens von vielen unternehmerischen, konjunkturellen und ökonomischen Einflussfaktoren abhängig sei, die bei der Bildung einer entsprechenden Marktmeinung berücksichtigt werden sollten. Die Aktie könne sich immer auch anders entwickeln als Anleger es erwarten würden, wodurch Verluste entstehen könnten. Zudem seien vergangene Wertentwicklungen und Analystenmeinungen kein Indikator für die Zukunft.

Anleger seien dem Risiko der Insolvenz, das heiße einer Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit des Emittenten (Vontobel Financial Products GmbH, Frankfurt am Main) ausgesetzt. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei möglich. Das Produkt unterliege als Schuldverschreibung keiner Einlagensicherung. (Ausgabe vom 12.07.2019) (15.07.2019/zc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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