Edinburgh (aktiencheck.de AG) - "Die einzig sicheren Häfen sind Im Moment der US-Dollar und der Japanische Yen", so Callum Henderson von Standard Chartered.
Eine Einschätzung, mit der er richtig liegen könnte, denn US-Dollar und Yen haben in den letzten Wochen gegenüber vielen anderen Währungen, auch gegenüber Währungen von Emerging Markets, deutlich aufwerten können (vgl. Währungsmonitor), so die Analysten der Royal Bank of Scotland in ihrer aktuellen Ausgabe "Märkte & Zertifikate".
Weil über die weitere Entwicklung der globalen Konjunktur große Unsicherheit bestehe, würden Anleger in US-Dollar und Yen flüchten. Zwar schiebe auch Japan einen riesigen Schuldenberg vor sich her, doch diesen könne es noch über Verkäufe von Staatsanleihen an die eigenen Bürger finanzieren. Von solchen Verhältnissen könnten die krisengeplagten Euroländer nur träumen. Dabei sei der Yen eine der wenigen Währungen, die derzeit gegenüber dem US-Dollar aufwerten könnten.
BCA Research rechne damit, dass der Yen sogar noch stärker werde. Es verweise auf die Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan. Immer wenn diese in den letzten Jahrzehnten unter die Marke von 400 Basispunkten gefallen sei, sei es zu einer Aufwertung des Yen gegenüber dem Greenback gekommen. Dies sei aktuell wieder der Fall. Da die FED bereits gesagt habe, dass sie die Zinsen bis 2013 auf niedrigem Niveau halten werde, könnte sich dieser Trend noch eine Zeit lang fortsetzen. Doch Vorsicht: Die japanische Notenbank sei mit einer weiteren Aufwertung nicht einverstanden; Interventionen könnten zu volatilen Ausschlägen führen.
Die Royal Bank of Scotland biete unter anderem ein MINI Short-Zertifikat (
ISIN NL0000799534 /
WKN AA0ET0 ) auf das Währungspaar USD/JPY an. Der Hebel liege bei 1,56. Der Preis des Basiswerts belaufe sich auf 76,585 JPY. Die Stopp-Loss-Marke befinde sich bei 123,30 JPY. Der Finanzierungslevel liege bei 125,725 JPY. Der Geldkurs betrage 48,82 EUR, der Briefkurs 48,87 EUR. (Ausgabe Januar/Februar 2012) (14.02.2012/zc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.