Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die Analysten von Vontobel Europe S.A. stellen ein Discount- (
ISIN DE000VT2WP61 /
WKN VT2WP6 ) und ein Bonus Cap-Zertifikat (
ISIN DE000VT32D92 /
WKN VT32D9 ) auf die Aktie von Glencore (
ISIN JE00B4T3BW64 /
WKN A1JAGV ) sowie ein Discount-Zertifikat (
ISIN DE000VT2WQY7 /
WKN VT2WQY ) auf die Aktie von
Xstrata (
ISIN GB0031411001 /
WKN 552834 ) vor.
Glencore International Plc. sei der weltgrößte Händler von Aluminium, Kohle und Öl. Darüber hinaus bediene das Unternehmen Produzenten und Konsumenten mit Finanz-, Logistik und Supply Chain Dienstleistungen. Glencore beschäftige weltweit in über 40 Ländern mehr als 2.700 Mitarbeiter im Bereich Marketing und mehr als 54.800 Mitarbeiter im Kernbereich des operativen Industriegeschäfts.
Nachdem Glencore bereits im Mai letzten Jahres mit dem größten Börsengang in der Londoner Geschichte für Aufsehen gesorgt habe, sei am heutigen Dienstag der nächste Paukenschlag gefolgt. Wie Experten bereits vermutet hätten, habe Xstrata zeitgleich zur heutigen Bilanzpressekonferenz ihre Fusionspläne zum "Zusammenschluss unter Gleichen" präsentiert. Der für das dritte Quartal 2012 avisierte Zusammenschluss sehe vor, dass Xstrata-Aktionäre 2,8 Glencore Aktien pro Anteil erhalten würden. Wie bereits zuvor erwartet worden sei, habe Glencore für die anstehende Elefantenhochzeit einen stattlichen Aufpreis gezahlt.
Xstrata-Aktionäre hätten bereits im Vorfeld angekündigt, einer Fusion nicht zustimmen zu wollen, sollte ein ordentlicher Aufschlag ausbleiben. Mit 34 Prozent habe Glencore bereits eine Kontrollmehrheit am Schweizer Bergbaukonzern Xstrata gehalten und steige mit der Megafusion zum weltgrößten Förderer von Kraftwerkskohle und Zink auf. Zudem könnte das neue Börsenschwergewicht mit einem Börsenwert von rund 90 Mrd. USD die komplette Wertschöpfungskette, angefangen vom Abbau über den Transport bis zum Verkauf von Bergbauprodukten, abdecken.
Xstrata-Aktionäre würden den geforderten und nun realisierten Aufschlag mit aus ihrer Sicht geringen Synergieeffekten rechtfertigen. Darüber hinaus habe Xstrata zuletzt mit einer Gewinnmarge von 34 Prozent gegenüber vier Prozent bei Glencore deutlich die Nase vorn und zuletzt mit Milliarden Investitionen in zukünftiges Wachstum und die Erschließung neuer Minen Gewinnaussichten weiter steigern können. Sollte sich die Eingliederung der beiden Konzerne aufgrund geringer Synergien erschweren, könnte dies aber die Ertragslage und den Aktienkurs beider Unternehmen negativ beeinflussen.
Mit Mick Davis werde der bisherige Xstrata Chef die Konzernleitung des neuen Rohstoffriesen übernehmen. Im Gegenzug werde der bisherige Glencore Chef Ivan Glasenberg sein Stellvertreter und gleichzeitig Verwaltungsratspräsident. Einige Anleger würden hierin erste schwarze Wolken am Horizont sehen und bereits jetzt darüber spekulieren, wie lange diese Führungskonstellation seitens Glencore hingenommen werde. Würde sich der neue Konzern gleich zu Beginn Führungsproblemen ausgesetzt sehen, könnte es in einem schwächelnden Brachenumfeld zu negativen Auswirkungen auf die Ertragslage und den Aktienkurs kommen.
Bei einem aktuellen Kurs von 4,7160 GBP würden derzeit neun Analysten bei Bloomberg die Glencore Aktie mit "kaufen" und fünf Analysten mit "halten" bewerten. Drei Analysten würden Glencore auf "verkaufen" setzen. Das Zwölf-Monats-
Kursziel bei Bloomberg liege bei 4,9139 GBP.
Bei einem aktuellen Kurs von 12,00 GBP würden derzeit 15 Analysten bei Bloomberg die Xstrata Aktie mit "kaufen" und neun Analysten mit "halten" bewerten. Zwei Analysten würden Xstrata auf "verkaufen" setzen. Das Zwölf-Monats-Kursziel bei Bloomberg liege bei 13,3933 GBP.
Man solle beachten, dass bei einer Investition in diese Produkte keine laufenden Erträge anfallen würden. Die Produkte seien nicht kapitalgeschützt, im ungünstigsten Fall sei ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals möglich. Bei nicht währungsgesicherten Produkten trage der Anleger zusätzlich das entsprechende Währungsrisiko. Bei Zahlungsunfähigkeit des Emittenten bzw. der Garantin drohe dem Anleger ein Geldverlust. (08.02.2012/zc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.