"Risk on"- und "Risk off"-Zertifikate von UBS vorgestellt


04.04.12 11:22
Meldung
 
Kiel (www.zertifikatecheck.de) - Eine klare Positionierung beziehen Anleger mit den "Risk on"- und "Risk off"-Zertifikaten von UBS, so die Experten vom "ZertifikateAnleger".


Anders als es der Name vermuten lasse, werde bei keinem der Produkte das Risiko ausgeschaltet. Stattdessen setze der Investor mit dem "Risk on"-Zertifikat eine Strategie um, die bestimmte Werte als überdurchschnittlich rentabel in Phasen mit geringem Risiko ausmachen wolle. Die "Risk off"-Variante sei das Spiegelbild für Marktphasen mit hohem Risiko. Welches Szenario zu erwarten sei, müsse auch bei diesen Produkten allein der Investor entscheiden.

Ein bisschen was riskieren oder doch lieber den vermeintlich sicheren Hafen wählen? Täglich stünden Privatinvestoren vor dieser Entscheidung, und angesichts der großen Zahl verschiedener Anlageklassen und der zuletzt hohen Unsicherheit in vielen Märkten sei sie derzeit sicher alles andere als einfach zu treffen. Zwei neue Zertifikate von UBS könnten an diesem Umstand nichts ändern. Aber sie böten eine neue Möglichkeit, eine bestimmte Strategie umzusetzen, wenn man sich für die eine oder andere Richtung entschieden habe.

"Risk on" und "risk off" seien dabei die Begriffe, um die es gehe. Sie würden aus der Börsenberichterstattung in den US-amerikanischen Medien stammen. Unter "risk on" verstehe man eine Börsenphase, in der das Marktrisiko als vergleichsweise gering gelte. Die Marktteilnehmer seien in Kauflaune und bereit, höhere Risiken einzugehen und entsprechende Papiere zu erwerben. Im Gegensatz dazu würden sich die Investoren in einer "risk off"-Phase defensiv verhalten und Schutz für ihr Kapital in vermeintlich sichereren Anlagen suchen. Das Marktrisiko während einer "risk off"-Phase gelte als erhöht.

Ausgehend von dieser Einteilung hätten die beiden Wertpapierhändler Mark Fisher und Dennis Gartman über mehrere Anlageklassen analysiert, wie sich einzelne Titel in der Vergangenheit in den jeweiligen Phasen entwickelt hätten. Werte, die in "risk on"-Phasen ein überdurchschnittliches und in "risk off"-Phasen ein unterdurchschnittliches Potenzial gezeigt hätten, hätten sie offensiv genannt. Werte, für die sie genau das Gegenteil festgestellt hätten, hätten sie als defensiv bezeichnet.

Auf dieser Einteilung basiere der von ihnen entwickelte Fisher-Gartman Risikoindex. Der Index enthalte insgesamt 35 Positionen, verteilt auf die Anlageklassen Energie, Agrarrohstoffe, Metalle, Beteiligungskapital, Währungen und. Er sei für die "risk on"-Situation konzipiert. Zwar seien von den 35 Positionen lediglich 30 Werte gemäß der obigen Einteilung offensiv, fünf hingegen defensiv. Dass das kein Widerspruch sei, zeige jedoch der Blick auf die Indexkonstruktion: Während der Index wie herkömmlich in die offensiven (long-) Positionen investiere, handle es sich bei den defensiven um so genannte short-Positionen. Mit short-Positionen, zum Beispiel Leerverkäufen, spekuliere man auf fallende Kurse des jeweiligen Finanzinstruments.

Die Indexzusammensetzung mit Gewichtung: Die offensiven Werte würden zusammen 150 Prozent ergeben, die short-Positionen (minus) 50 Prozent. Der Grundgedanke dahinter: Durch den Leerverkauf der defensiven Werte entstehe ein Erlös, der in einen höheren Anteil der offensiven Werte investiert werden könne. Auf diese Weise verfolge der Index zu zwei Dritteln eine herkömmliche Beta-Strategie, die auf steigende Kurse der offensiven Werte setze, und zu einem Drittel eine Alpha-Strategie, die auf eine Outperformance der offensiven gegenüber den defensiven Werten setze, würden die Zertifikateexperten der Bank erklären.

Der Fisher-Gartman Risikoindex sei Basiswert der beiden neuen Zertifikate der Bank. Das eine bilde den Indexverlauf eins zu eins ab und eigne sich für Investoren, die eine "risk-on"-Phase erwarten würden und davon überzeugt seien, dass die Indexstrategie aufgehe (ISIN DE000UBS0NN7 / WKN UBSONN ). Beim zweiten Produkt (ISIN DE000UBS0FF9 / WKN UBSOFF ) handle es sich um die Reverse-Variante, mit der auf fallende Indexnotierungen gesetzt werde.

Anders als bei herkömmlichen Indexzertifikaten habe UBS bei beiden Produkten zwei Stopp-Loss-Regeln eingebaut. Wenn entweder der Preis des jeweiligen Zertifikats unter 25 Prozent seines Wertes bei Emission falle oder ein Tagesverlust größer als 60 Prozent ausfalle, werde die Reißleine gezogen. Angesichts der starken Verluste, die Anleger, die nicht vorher ausgestiegen seien, in einem solchen Fall wahrscheinlich erleiden würden, könne das nur ein kleiner Trost sein. Beide Zertifikate würden nicht über eine Kapitalgarantie verfügen.

Neben dem Kursrisiko würden die Zertifikatebesitzer wie üblich das Risiko tragen, dass die Bank zahlungsunfähig werde und die Zertifikate nicht tilgen könne. Auch seien die Produkte nicht gegen Wechselkursänderungen gesichert. Indexwährung sei der USD, während die Zertifikate in Euro notieren würden. UBS berechne bei den Zertifikaten eine Managementgebühr in Höhe von 1,25 Prozent per anno. (Ausgabe 7 vom 03.04.2012) (04.04.2012/zc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten: Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyseeinsehen.


 

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