ZinsFix Express StepDown-Zertifikat auf Airbus: Luftfahrt boomt, Airbus liefert - Zertifikateanalyse


16.07.18 10:00
Meldung
 
Frankfurt (www.zertifikatecheck.de) - Das DZ BANK-Derivate-Team stellt ein ZinsFix Express StepDown-Zertifikat (ISIN DE000DGE3H72 / WKN DGE3H7 ) auf die Airbus-Aktie (ISIN NL0000235190 / WKN 938914 ) vor.


Einer der Trends, die unsere Welt beeinflussen, ist die gestiegene Bedeutung der Luftfahrtbranche, so die Analysten der DZ BANK. Nicht nur zur Ferienzeit zeige das rege Treiben an den Flughäfen, dass das Ansteuern auch weiter entfernt gelegener Ziele mit dem Flugzeug heute kein Problem mehr sei. Gleichzeitig beschleunige die Luftfahrtbranche den internationalen Handel, denn sie unterstütze Unternehmen logistisch bei der Erschließung neuer Märkte in Wachstumsregionen. Zur steigenden Nutzung des Luftverkehrs hätten vor allem technologische Fortschritte beigetragen. Diese würden nicht nur dafür sorgen, dass das Fliegen im Laufe der Zeit sicherer geworden sei. Neue Materialien (Leichtbauweise) und effizientere Triebwerke würden den Bau von Flugzeugen ermöglichen, die weniger Kerosin verbrauchen würden. Geringere Kosten wiederum würden die Nutzung des Luftverkehrs für immer mehr Menschen erschwinglich machen.

Zu den Profiteuren dieses Trends würden Fluggesellschaften, Flughafenbetreiber, die Hersteller von Flugzeugen sowie Zulieferer von Flugzeugkomponenten und Unternehmen zählen, die die Maschinen regelmäßig warten würden. Unter den Flugzeugherstellern seien Airbus und Boeing das Maß der Dinge. Beide Konzerne würden sich seit Jahren einen Wettstreit um die höchsten Auslieferungen pro Jahr liefern und alles daran setzen, auf Luftfahrtmessen die größten Aufträge zu ergattern. Der Bedarf der Fluggesellschaften an neuen Maschinen sei hoch. Vor allem bei den Mittelstreckenjets und mittelgroßen Langstreckenjets sei die Nachfrage hoch. Hier biete Airbus mit der A320neo-Familie und dem A350 zwei Modelle, die bei den Fluggesellschaften sehr beliebt seien. So werbe Airbus beispielsweise damit, dass die Maschinen der A320neo-Familie dank moderner Technologie vom Tag der Auslieferung an mindestens 15% sparsamer fliegen und den Treibstoffverbrauch bis 2020 um 20% reduzieren würden. Ein Argument, das die Airlines überzeuge. Und so komme Airbus mit der A320neo-Familie inzwischen auf einen Marktanteil von rund 60%.

In seiner jüngsten globalen Marktprognose rechne Airbus mit einem weiter steigenden Bedarf an Verkehrsjets. Für den Zeitraum von 2018 bis 2037 prognostiziere der Konzern einen weltweiten Bedarf an voraussichtlich 37.390 neuen Passagier- und Frachtmaschinen im Gesamtwert von rund 5,8 Billionen US-Dollar. Das seien rund 2.500 Maschinen mehr, als Airbus im vergangenen Jahr für die nächsten beiden Jahrzehnte prognostiziert habe. Die weltweite Flotte an Passagiermaschinen werde sich der Prognose zufolge in den nächsten 20 Jahren mehr als verdoppeln und auf über 48.000 Flugzeuge steigen.

In den ersten sechs Monaten 2018 habe Airbus mit 303 Maschinen weniger ausgeliefert als im Vorjahreszeitraum und auch weniger als die Hälfte des Gesamtjahresziels für 2018. Ausschlaggebend dafür seien Probleme bei Zulieferern gewesen, insbesondere bei den Triebwerken für die A320neo. Für das zweite Halbjahr rechne der Vorstand mit einer Besserung der Lage und habe das Ziel bekräftigt, in diesem Jahr rund 800 Flugzeuge auszuliefern. Airbus-CEO Tom Enders zufolge werde es hart, das Jahresziel zu erreichen, aber es sei machbar. Mitte Juni 2018 habe Airbus am Standort Hamburg eine vierte Produktionslinie für Flugzeuge der A320-Familie offiziell in Betrieb genommen. Diese solle Mitte 2019 die volle Kapazität von zehn Maschinen pro Monat erreichen, sodass Airbus dann an allen Standorten zusammen 60 Maschinen der A320-Familie im Monat produzieren könne.

Der Handelskonflikt zwischen den USA, der EU und China trübe Enders zufolge die ansonsten gesunde Nachfrage nach Verkehrsflugzeugen etwas. Nach Ansicht der Analysten könnte Airbus aber auch profitieren, wenn sich chinesische Fluggesellschaften bei Auftragsvergabe für neue Maschinen künftig für die Europäer entscheiden würden. Einen ersten Fingerzeig in diese Richtung habe es bereits beim Treffen des chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang mit dem französischen Amtskollegen Edouard Philippe gegeben, bei dem China einen Ausbau des Handels angekündigt und zugleich den Kauf von Airbus-Flugzeugen in Aussicht gestellt habe. Am 18. Juli werde Airbus im Rahmen der Farnborough Airshow ein Investorentreffen abhalten, auf dem es auch Nachrichten zu neuen Aufträgen geben dürfte. Die Bilanz für das erste Halbjahr 2018 werde Airbus dann am 26. Juli 2018 vorlegen.

Die Analysten würden das Hochfahren der Produktion des wichtigsten Modells, der A320neo, als Voraussetzung sehen, damit der Konzern den großen Auftragsbestand abarbeiten und in steigende Gewinne umwandeln könne. Die Probleme beim A400M sollte Airbus nach ihrer Einschätzung im laufenden Jahr weitgehend in den Griff bekommen (Sonderbelastungen weitgehend als Rückstellung gebucht). Mit Blick auf den Anlauf von Neuprogrammen (z.B. A330neo, A350XWB) würden sie erfreuliche Aussichten erwarten. Zudem könnte das Aktienrückkaufprogramm 2019 erneuert werden.

Mögliche Risiken könnten von einem unkontrollierten Ausscheiden Großbritanniens aus der EU ausgehen. Konzern-Chef Tom Enders zufolge könnte dadurch die Zertifizierung für Tausende Teile wegfallen, die Teil der Wertschöpfungskette der Flugzeuge seien. Dies könnte letztlich zu einem Stillstand der Produktion führen. Um diesem Fall vorzubeugen, ziehe das Management die Suche nach Alternativen ernsthaft in Erwägung.

Es würden sich Zertifikate mit der Aktie der Airbus SE als Basiswert in der Zeichnung befinden. Ein Beispiel sei ein ZinsFix Express StepDown-Zertifikat, das ebenfalls eine alternative Anlagemöglichkeit zur Direktanlage darstelle. Die Zeichnungsfrist für dieses Produkt laufe noch bis zum 31.07.2018. (Ausgabe vom 11.07.2018) (16.07.2018/zc/a/a)


 

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