Mini-Zertifikate auf Rohstoffe: Platin statt Gold - Zertifikateanalyse


03.10.17 10:38
Meldung
 
Paris (www.zertifikatecheck.de) - Die Analysten der BNP Paribas stellen in ihrer aktuellen Ausgabe von "Märkte & Zertifikate" ein Mini Long-Zertifikat (ISIN DE000PS7JYT6 / WKN PS7JYT ) und ein Mini Short-Zertifikat (ISIN DE000PA7S280 / WKN PA7S28 ) auf Platin sowie ein Mini Long-Zertifikat (ISIN DE000PB57466 / WKN PB5746 ) und ein Mini Short-Zertifikat (ISIN DE000PR80DM8 / WKN PR80DM ) auf Kupfer vor.


Die Ära des Erdöls als Energieträger sei nicht vorbei, doch alternative Antriebstechnologien würden mehr und mehr in den Fokus rücken. Mit Hochdruck werde etwa an der Entwicklung und am massentauglichen Einsatz von Elektro- und Wasserstoffantrieben gearbeitet, die den klassischen und auf Erdöl basierenden Verbrennungsmotor mittelfristig ablösen sollten. Eine Entwicklung, die auch nachhaltige Auswirkungen auf die Rohstoffszene habe. Standen bislang fossile Energieträger im Mittelpunkt, allen voran das Öl, richte man seinen Blick nun verstärkt auf jene Rohstoffe, die für die Konstruktion von alternativen Antrieben wichtig seien. Und das sei bei Weitem nicht nur das Lithium, das häufig als erster Rohstoff genannt werde, wenn über das "neue Elektrozeitalter" geredet werde.

Deutlich sei das nicht zuletzt auch auf dem Sprott Natural Resource Symposium geworden, das Ende Juli in Vancouver stattgefunden habe. Das Symposium gehöre zu den wichtigsten jährlichen internationalen Rohstoffkonferenzen. Populärer Gastredner in diesem Jahr sei unter anderem Robert Friedland gewesen. Der Gründer des Rohstoffkonzerns Ivanhoe Mines habe erklärt: "Ich besitze lieber Platin als Gold." Den wichtigsten Grund für seine Favoritenwahl sehe Friedland in den weltweiten Bemühungen, die Umwelt von schädlichen Abgasen zu entlasten. Das gelte insbesondere für China. Friedland habe gesagt: "China ist berüchtigt für seine vergiftete Atmosphäre. Aber das Land ist extrem darum bemüht, die "Airpocalypse" in den Griff zu bekommen." Darum rechne er mit einer deutlichen Produktionsausweitung bei Elektro- und Wasserstofffahrzeugen, denn der klassische Verbrennungsmotor sei der wichtigste Belastungsfaktor für die schlechte Luft in nahezu allen chinesischen Großstädten.

Doch für die Herstellung etwa von Wasserstoffantrieben benötige man Rohstoffe aus der Gruppe der Platinmetalle (Platinum Group Metals, PGM), also unter anderem Platin. Doch für Platin gebe es keine bedeutenden Vorräte, wie etwa bei Gold, das in großen Mengen in den Tresoren der Zentralbanken gehortet werde, so Friedlands Argumentation. Bei einer Nachfragesteigerung würde es deshalb unweigerlich auch zu einer Steigerung des Platinpreises kommen.

Dass der Bau von mit Wasserstoff angetriebenen Autos in Zukunft eine bestimmende Rolle im Platinmarkt einnehmen könnte, werde auch vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) bestätigt. Dieses habe im Auftrag der deutschen Rohstoffagentur DERA im zurückliegenden Jahr die Studie "Rohstoffe für Zukunftstechnologien 2016" ausgearbeitet. Dort heiße es: "Der Bedarf an Platin könnte bis zum Jahr 2035 auf circa 60 Prozent der Bergwerksförderung des Jahres 2013 anwachsen, vor allem getrieben durch die Nachfrage nach Brennstoffzellenfahrzeugen". Derzeit sei seitens der Wasserstofffahrzeuge, so das Institut weiter, noch "nahezu kein Bedarf an der Platin-Bergwerksförderung" festzustellen.

Robert Friedland habe seinen Konzern Ivanhoe Mines deshalb stark auf die PGM ausgerichtet. Mit dem Platreef-Projekt in Südafrika habe das Unternehmen die potenziell weltweit größte PGM-Mine in der Hand. Sie verfüge derzeit über nachgewiesene Ressourcen von 42 Millionen Unzen an PGM.

Kupfer, Nickel und Kobalt im Fokus: Rohstoffe für alternative Antriebe sollten in Zukunft auch bei Glencore im Mittelpunkt stehen. Ivan Glasenberg, der Chef des weltweit größten Rohstoffhandelskonzerns Glencore, habe in einer Telefonkonferenz im August wissen lassen, dass man auf die Auszahlung einer für dieses Jahr angedachten Sonderdividende an die Anteilseigner verzichten werde. Das Geld solle stattdessen unter anderem in die Stärkung des Rohstoffportfolios im Hinblick auf den Bau von Elektroautos und Speicherbatterien angelegt werden. Glasenberg habe in diesem Zusammenhang Kupfer, Nickel und Kobalt genannt. Diese Rohstoffe könnte man über gezielte Zukäufe von Unternehmen im Portfolio von Glencore höher gewichten. Denn die Revolution bei der Elektromobilität sei in vollem Gange und China spiele dabei eine zentrale Rolle. "2035 sollen in China 90 Prozent der Autos im Inland produzierte Elektrofahrzeuge sein", so der Glencore-Chef.

Die positive Einschätzung etwa von Kupfer durch Glasenberg werde vom Branchenverband International Copper Association (ICA) unterstützt. Der Verband rechne in den kommenden zehn Jahren mit einer Verneunfachung der Nachfrage nach Kupfer resultierend aus der Elektromobilität. Eine von der ICA in Auftrag gegebene Studie komme zu dem Ergebnis, dass sich "die Nachfrage nach Kupfer für elektrische Autos und Busse von 185.000 Tonnen in diesem Jahr auf 1,74 Millionen Tonnen im Jahr 2027 erhöhen" werde. Ähnlich positiv die Einschätzung auch vom Fraunhofer Institut. In der eben erwähnten Studie kämen die Experten zu dem Ergebnis, dass im Jahr 2035 rund fünf Millionen Tonnen Kupfer für die Herstellung von elektrischen Traktionsmotoren für Hybrid-, Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeuge nachgefragt werden könnten. Das entspräche "circa 30 Prozent der Bergwerksförderung von 2013".

Nach Einschätzung von Robert Friedland könnte sich die Situation am Kupfermarkt schon sehr bald verschärfen, weil die steigende Nachfrage auf ein zunehmend begrenztes Angebot treffe. Die großen Kupferminen würden nämlich fallende Erzgehalte aufweisen. Sie würden "alten Damen, die aufs Sterben warten" gleichen, so der für deutsche Ohren etwas ungewöhnliche Vergleich des Ivanhoe-Chefs auf dem Sprott Natural Resource Symposium. Die Welt benötige laut seiner Einschätzung eine völlig neue Generation an Kupferminen. Doch bis diese in Betrieb gehen könnten, würden noch viele Jahre, gar Jahrzehnte, vergehen. Zudem würden sich die neuen Projekte erst ab einem Kupferpreis von 12.000 US-Dollar je Tonne lohnen. Aktuell koste eine Tonne Kupfer aber nur rund 6.000 US-Dollar. Deswegen rechne Friedland spätestens ab 2019 mit einer Krise, einem signifikanten Angebotsdefizit am Kupfermarkt. (Ausgabe Oktober 2017) (03.10.2017/zc/a/a)


 

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