Die Aktie des Quantencomputer-Entwicklers Rigetti Computing befindet sich aktuell in einem Spannungsfeld widersprüchlicher Signale. Während eine neue Kaufempfehlung für frischen Optimismus sorgt und den Kurs antreibt, trüben tiefrote Geschäftszahlen und technische Verzögerungen das Gesamtbild. Anleger stehen vor der Herausforderung, die langfristige technologische Vision gegen die ernüchternde operative Realität abzuwägen.
Neuer Optimismus durch Analysten
Haupttreiber für die jüngste Aufmerksamkeit ist eine positive Neueinschätzung durch Rosenblatt Securities. Die Analysten haben die Bewertung der Aktie mit einem „Buy“-Rating und einem ambitionierten Kursziel von 40 US-Dollar aufgenommen. Diese Zuversicht stützt sich vor allem auf Rigettis modularen Ansatz zur Skalierung von Quantenprozessoren sowie die hauseigenen Fertigungskapazitäten, die als langfristige Wettbewerbsvorteile identifiziert wurden.
Diese positive Analystenstimme wirkte als direkter Katalysator für die Marktteilnehmer: Die Aktie reagierte am Freitag mit einem Anstieg von 3,72 Prozent auf 25,62 US-Dollar. Das gestiegene institutionelle Interesse, das bereits bei über 35 Prozent liegt, könnte durch diese Empfehlung weiteren Auftrieb erhalten.
Die Zahlen sprechen eine andere Sprache
Trotz des Expertenlobs sieht die bilanzielle Realität düster aus und steht im Kontrast zur jüngsten Kursfantasie. Der zuletzt gemeldete Quartalsumsatz sank im Jahresvergleich deutlich um 18,1 Prozent auf nur noch 1,95 Millionen US-Dollar und verfehlte damit die Markterwartungen.
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Schwerer wiegt für risikobewusste Investoren jedoch die Profitabilität. Rigetti operiert weiterhin mit tief negativen Margen. Diese fundamentale Schwäche wirft Fragen zur Nachhaltigkeit der aktuellen Kursbewegung auf, solange sich die finanzielle Basis nicht stabilisiert.
Technische Hürden bremsen
Neben den Finanzen drückt die technologische Umsetzung auf die Stimmung. Der Zeitplan für das nächste große Produkt, das 108-Qubit-System „Cepheus“, gerät ins Stocken.
* Verzögerung: Der Marktstart wurde auf das Ende des ersten Quartals 2026 verschoben.
* Ursache: Rigetti kämpft mit der notwendigen Präzision der Recheneinheiten.
* Status quo: Mit einer aktuellen „Two-Qubit Gate Fidelity“ (Genauigkeit) von 99,0 Prozent verfehlt das Unternehmen das selbstgesteckte Ziel von 99,5 Prozent und liegt damit hinter den Werten einiger Wettbewerber zurück.
Entscheidend für die weitere Entwicklung wird sein, ob Rigetti diese technischen Probleme bis zum neuen Zieltermin im März 2026 lösen kann. Gelingt der Durchbruch auf die geforderte Präzision, erhält das bullische Szenario von Rosenblatt eine reale technologische Basis. Sollten sich die Verzögerungen jedoch fortsetzen, dürften die schwachen Fundamentaldaten die aktuelle Aufbruchstimmung schnell wieder dämpfen.
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