Die Deutz-Aktie hat im Januar einen markanten Sprung hingelegt und ein neues Zehnjahreshoch erreicht. Getrieben wird der Titel vor allem von der starken Nachfrage nach Rüstungswerten und einer klaren strategischen Neuausrichtung. Hinzu kommen eine auffällige technische Stärke und wachsendes institutionelles Interesse – eine Kombination, die den Aufwärtstrend bislang stützt.
Starker Aufwärtstrend und technisches Bild
Seit dem 4. Dezember 2025 befindet sich die Aktie in einem ausgeprägten Aufwärtstrend. In diesem Zeitraum legte der Kurs um rund 41,7 Prozent zu. Am 23. Januar markierte der Titel mit 11,01 Euro ein neues 10-Jahres-Hoch und notiert damit so hoch wie zuletzt Mitte 2007.
Wichtige Kennzahlen im Überblick:
- Kursanstieg seit 4. Dezember 2025: +41,73 %
- Abstand zur 200-Tage-Linie: +32,95 %
- GD 20: 9,77 Euro (Abstand: +12,72 %)
- GD 50: 8,76 Euro (Abstand: +25,71 %)
- GD 100: 8,84 Euro (Abstand: +24,55 %)
- GD 200: 8,28 Euro (Abstand: +32,95 %)
Der Kurs liegt damit deutlich über allen relevanten gleitenden Durchschnitten. Aus technischer Sicht bleibt das positive Bild bestehen, solange der 20-Tage-Durchschnitt bei 9,77 Euro nicht unterschritten wird.
Institutionelle Investoren erhöhen Engagement
Am 22. Januar meldete Deutz eine Veränderung bei den Stimmrechtsanteilen. Die DWS Investment GmbH hat ihre Beteiligung von 2,87 Prozent auf 3,38 Prozent erhöht. Als Grund nennt DWS den Erhalt von Aktiensicherheiten.
Die Meldung zeigt, dass auch institutionelle Investoren ihre Position ausbauen und den Kursanstieg nicht ausschließlich von kurzfristig orientierten Marktteilnehmern getragen wird.
Rüstungsfantasie und neue Struktur als Treiber
Ein wesentlicher Kurstreiber ist die anhaltende Rüstungsfantasie an den europäischen Börsen. Am 12. Januar durchbrach die Aktie erstmals die psychologisch wichtige Marke von 10 Euro und führte zeitweise den SDAX an. Deutz hat sich mit einer eigenen Defense-Sparte strategisch in diesem Umfeld positioniert und profitiert von steigenden Verteidigungsbudgets in Europa.
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Seit dem 1. Januar 2026 arbeitet das Unternehmen zudem in einer neuen Organisationsstruktur mit fünf eigenständigen Geschäftsbereichen:
- Defense (Leitung: Marco Herre)
- Energy (Leitung: David Evans)
- Engines (Leitung: Markus Villinger)
- NewTech (Leitung: Bert van Hasselt)
- Service (Leitung: Andreas Schmidt)
Die Neuaufstellung soll die Umsetzung der Strategie beschleunigen und die Nähe zu Kunden in den jeweiligen Segmenten erhöhen.
Energiegeschäft im Fokus: Frerk-Übernahme
Parallel zum Defense-Geschäft stärkt Deutz den Bereich Energie. Im Dezember 2025 kündigte das Unternehmen die Übernahme der Frerk Aggregatebau GmbH an. Frerk erwirtschaftet rund 100 Millionen Euro Jahresumsatz und ist auf Notstromanlagen spezialisiert, insbesondere für Rechenzentren.
Rechenzentren gelten als Profiteur des anhaltenden KI-Booms, der in diesem Markt jährliche Wachstumsraten von 15 bis 20 Prozent mit sich bringt. Deutz plant, den Umsatz im Energiegeschäft bis 2030 auf etwa 500 Millionen Euro auszubauen. Die Übernahme von Frerk ist ein Baustein, um dieses Ziel zu erreichen.
Langfristige Kursentwicklung auf Mehrjahreshoch
Die langfristige Performance unterstreicht die aktuelle Stärke der Aktie:
- 12 Monate: von 4,43 Euro (Tief am 5. Februar 2025) auf 11,01 Euro (Hoch am 23. Januar 2026) – +148,64 %
- 24 Monate: von 3,93 Euro (Tief am 23. Dezember 2024) auf 11,01 Euro – +180,30 %
- 10 Jahre: von 2,66 Euro (Tief am 11. Februar 2016) auf 11,01 Euro – +314,38 %
Der Kurs befindet sich damit auf dem höchsten Stand seit Mitte 2007. Das historische Allzeithoch von 19,83 Euro aus dem April 1991 liegt noch rund 44,5 Prozent entfernt.
Fazit: Starker Trend mit klaren Wachstumsthemen
Die Deutz-Aktie verbindet derzeit mehrere positive Faktoren: einen kräftigen technischen Aufwärtstrend, wachsendes institutionelles Engagement, die neue Defense-Sparte im Umfeld steigender Verteidigungsausgaben und ein gezielter Ausbau des Energiegeschäfts mit Fokus auf Rechenzentren. Entscheidend wird nun, ob Deutz die ambitionierten Wachstumsziele im Bereich Energy bis 2030 umsetzen und damit die aktuelle Bewertung langfristig untermauern kann.
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