Die Preise für Seltene Erden klettern auf ein Mehrjahreshoch und übersteigen eine kritische Marke des US-Verteidigungsministeriums. Doch anstatt zu jubeln, schickten Anleger die MP Materials Aktie vor dem Wochenende auf Talfahrt. Was steckt hinter dieser Diskrepanz kurz vor den Quartalszahlen?
Wichtige Preisschwelle überschritten
Der Marktpreis für Neodym und Praseodym (NdPr) erreichte am 20. Februar 123 US-Dollar pro Kilogramm – der höchste Stand seit Juli 2022. Diese Entwicklung hat direkte finanzielle Auswirkungen: Der Marktpreis liegt nun deutlich über der Untergrenze von 110 Dollar, die in einer Vereinbarung mit dem US-Verteidigungsministerium als Schutzmechanismus festgelegt wurde.
Das bedeutet konkret, dass MP Materials derzeit keine staatlichen Stützungsmaßnahmen in Anspruch nehmen muss. Das Unternehmen profitiert damit wieder uneingeschränkt vom Aufwärtspotenzial des Marktes. Zuvor hatte die US-Regierung 400 Millionen Dollar in Form von Vorzugsaktien und Optionsscheinen investiert, um die heimische Versorgung mit kritischen Mineralien zu sichern.
Anleger bleiben skeptisch
Trotz des günstigen Rohstoffumfelds geriet die Bewertung des Unternehmens unter Druck. Die Aktie verlor am Freitag 5,5 Prozent und schloss bei 55,34 Dollar. Marktteilnehmer wägen derzeit die starke Preisentwicklung im physischen Markt gegen Risiken bei der Umsetzung der Expansionspläne ab.
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Im Zentrum der Skepsis stehen die kapitalintensiven Erweiterungen. Die Anlage in Fort Worth, Texas, nähert sich der Inbetriebnahme, während eine zweite Fabrik für 2028 geplant ist. Investoren beobachten genau, ob diese Projekte im Zeit- und Kostenrahmen bleiben, da sie das Rückgrat der unabhängigen US-Lieferkette bilden.
Operative Fortschritte
Die strategische Abkopplung von China schreitet voran. Seit Anfang 2025 verkauft das Unternehmen kein Konzentrat mehr zur Weiterverarbeitung ins Ausland, sondern setzt auf die interne Wertschöpfung. Diese Neuausrichtung zeigte im dritten Quartal 2025 bereits Wirkung: MP Materials meldete eine Rekordproduktion von 721 Tonnen NdPr, was einer Steigerung von 51 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Zahlenwerk am Donnerstag
Der Fokus verschiebt sich nun auf den kommenden Donnerstag, den 26. Februar 2026. Nach Börsenschluss wird das Management die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 präsentieren. Investoren erwarten konkrete Aussagen zu den Investitionsausgaben für den Standort Texas sowie eine Einschätzung, wie sich die Preiserholung auf 123 Dollar pro Kilogramm in den zukünftigen Margen niederschlagen wird.
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