Canopy Growth Aktie: Wichtiger juristischer Erfolg

Eine Sammelklage gegen den Cannabis-Konzern wurde zurückgezogen, was ein erhebliches Risiko beseitigt. Das Unternehmen kann sich nun auf seine operative Sanierung und die anstehenden Quartalsergebnisse konzentrieren.

Kurz zusammengefasst:
  • Sammelklage von Investoren freiwillig zurückgezogen
  • Liquide Mittel von rund 425 Millionen CAD vorhanden
  • Umsatz in Kanada zuletzt deutlich gestiegen
  • Nächster Quartalsbericht am 6. Februar 2026 erwartet

Kurz vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen können Anleger bei Canopy Growth aufatmen. Eine seit April 2025 schwelende Sammelklage wurde von den Klägern freiwillig zurückgezogen. Damit entfällt ein erhebliches juristisches Risiko für den Cannabis-Konzern, der sich nun wieder voll auf seine operative Sanierung konzentrieren kann.

Klage ohne Folgen eingestellt

Am 22. Januar 2026 reichten die Kläger beim US-Bezirksgericht in New York einen Antrag auf Einstellung des Verfahrens ein. Der Rückzug erfolgte genau an dem Tag, an dem eine überarbeitete Klageschrift fällig gewesen wäre. Ursprünglich warfen Investoren dem Unternehmen irreführende Angaben zu den Produktionskosten der „Claybourne“-Produkte sowie zu Kosten im Zusammenhang mit den Vaporizern der Marke Storz & Bickel vor.

Canopy Growth

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Obwohl die Einstellung formal die Möglichkeit einer späteren Neueinreichung offenlässt („without prejudice“), werten Marktbeobachter den Schritt als deutliche Entlastung. Die unmittelbare juristische Unsicherheit, die den Aktienkurs monatelang belastete, ist damit vom Tisch.

Finanzielle Stabilisierung im Fokus

Die rechtliche Entspannung trifft auf eine verbesserte Bilanzstruktur. Nach einer umfassenden Rekapitalisierung Anfang Januar verfügt Canopy Growth über liquide Mittel von rund 425 Millionen Kanadischen Dollar (CAD). Durch die Verlängerung der Kreditlaufzeiten bis 2031 besteht zudem kein akuter Refinanzierungsdruck.

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Operativ zeigte der Konzern zuletzt Fortschritte:
* Der Umsatz im kanadischen Markt für den Erwachsenengebrauch stieg im zweiten Quartal um 30 %.
* Der Nettoverlust wurde drastisch auf 1,6 Millionen CAD reduziert.
* Die Cash-Position übersteigt die Schuldenlast.

Skepsis bleibt bestehen

Trotz dieser Fortschritte notiert die Aktie mit 1,19 US-Dollar weiterhin im unteren Bereich ihrer 52-Wochen-Spanne. Analysten bleiben mehrheitlich vorsichtig und bewerten den Titel im Konsens mit „Reduzieren“. Zwei Verkaufsempfehlungen stehen drei Halte-Ratings gegenüber.

Der entscheidende Impuls könnte am 6. Februar 2026 erfolgen. Dann legt Canopy Growth vor Börsenstart die Zahlen für das dritte Geschäftsquartal vor. Experten erwarten einen Umsatz von rund 71 Millionen CAD und eine deutliche Verbesserung des Ergebnisses pro Aktie auf -0,05 CAD im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

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