Amazon macht ernst mit seiner KI-Infrastruktur und nimmt dafür gewaltige Summen in die Hand. Doch die aggressiven Ausgabenpläne sorgen an der Wall Street für gemischte Gefühle – und haben bereits prominente Investoren wie Warren Buffett zum Teilrückzug bewegt. Während der Tech-Gigant Milliarden in neue Rechenzentren pumpt, steht die Frage im Raum: Zahlen sich diese massiven Kosten am Ende aus?
Milliarden-Projekt in Louisiana
Der Konzern beschleunigt den Ausbau seiner Kapazitäten aktuell mit einer Investition von 12 Milliarden Dollar im US-Bundesstaat Louisiana. Das Kapital fließt in die Errichtung fortschrittlicher Rechenzentren in den Bezirken Caddo und Bossier. Diese Infrastruktur zielt direkt darauf ab, die wachsenden Anforderungen im Cloud-Computing-Sektor zu bedienen und die Verbreitung künstlicher Intelligenz zu unterstützen.
Um den enormen Energiehunger dieser KI-Anlagen zu stillen, übernimmt das Unternehmen in Partnerschaft mit dem Versorger SWEPCO die kompletten Kosten für die neue Energieinfrastruktur. Zusätzlich plant Amazon Investitionen von bis zu 400 Millionen Dollar in die Modernisierung der lokalen Wasserversorgung.
Gigantische Ausgabenpläne schrecken Anleger
Das Projekt in Louisiana ist nur ein Teil eines weitaus größeren Puzzles. Für das Jahr 2026 plant Amazon Gesamtausgaben (Capital Expenditure) von rund 200 Milliarden Dollar. Der Fokus liegt dabei schwerpunktmäßig auf Cloud-Kapazitäten und dem Einsatz eigener Halbleiter, wie den Trainium-Prozessoren, um die Rechenkosten langfristig zu kontrollieren.
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Diese aggressive Ausgabenpolitik hat jedoch ihren Preis an der Börse. Nach der ursprünglichen Bekanntgabe der 200-Milliarden-Dollar-Prognose verzeichnete die Aktie eine neuntägige Verlustserie und büßte massiv an Marktkapitalisierung ein. Auch das „Smart Money“ reagierte vorsichtig: Im vierten Quartal 2025 reduzierte Warren Buffetts Berkshire Hathaway seine Beteiligung an Amazon um signifikante 75 Prozent und verkaufte Aktien im Wert von über 1,5 Milliarden Dollar.
Cloud-Wachstum als Gegenpol
Trotz der Kostensorgen gibt es fundamentale Gründe für die Investitionen. Die Cloud-Sparte verzeichnet weiterhin starkes Wachstum. Im vierten Quartal 2025 stieg der Cloud-Umsatz um 24 Prozent auf 35,6 Milliarden Dollar, und der Auftragsbestand lag zu Beginn des neuen Geschäftsjahres bei 244 Milliarden Dollar. Parallel dazu stärkt Amazon sein Einzelhandelsgeschäft durch neue Partnerschaften, wie den kürzlichen Start eines offiziellen Shops von Bath & Body Works auf der Plattform.
Aktuell notiert das Papier bei 174,48 Euro und verzeichnet seit Jahresanfang ein Minus von 9,75 Prozent. Die kommenden Quartale werden zeigen müssen, ob das Umsatzwachstum der Cloud-Sparte stark genug ist, um die enormen Infrastrukturkosten zu rechtfertigen und das Vertrauen der institutionellen Anleger zurückzugewinnen.
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