iShares MSCI World ETF: Rekordjagd mit Klumpenrisiko

Der ETF notiert nahe seinem Rekordhoch, doch die starke Fokussierung auf US-Tech und Nvidia erhöht das Klumpenrisiko deutlich. Die Bewertung ist hoch und die kommenden Quartalszahlen entscheidend.

Kurz zusammengefasst:
  • Nvidia ist größte Position vor Apple und Microsoft
  • USA machen rund 70 Prozent des Portfolios aus
  • Kurs-Gewinn-Verhältnis nähert sich Wert von 24
  • Entscheidende Tech-Quartalszahlen Ende Januar erwartet

Der iShares MSCI World ETF startet mit starkem Momentum ins Jahr 2026 und notiert nahe seinem Allzeithoch. Doch hinter der Rallye steckt eine signifikante Verschiebung im Portfolio: Der KI-Gigant Nvidia hat die traditionellen Tech-Schwergewichte überholt und dominiert nun die Gewichtung. Ist die hohe US-Konzentration für Anleger noch gesund oder droht eine Überhitzung?

Dominanz der US-Tech-Werte

Nach einem beeindruckenden Jahr 2025, das Anlegern eine Gesamrendite von über 23 Prozent bescherte, bleibt der Fokus auf den entwickelten Märkten. Der ETF verwaltet mittlerweile rund 6,8 Milliarden US-Dollar und profitiert von einer Kapitalflucht in „sichere Häfen“. Dabei zeigt sich eine klare geografische Unwucht: Die USA machen rund 70 Prozent des Portfolios aus, gefolgt von Japan (6 Prozent) und Großbritannien (4 Prozent). Faktisch handelt es sich zunehmend um einen US-Technologiefonds mit internationaler Beimischung.

MSCI World ETF

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Ein Blick in die Top-Holdings offenbart eine historische Wachablösung. Nvidia ist mit 5,31 Prozent Gewichtung nun die größte Einzelposition und verdrängt Apple (4,55 Prozent) sowie Microsoft (4,00 Prozent) auf die Plätze. Diese Entwicklung spiegelt den massiven Investitionszyklus in KI-Hardware wider, erhöht jedoch gleichzeitig das Konzentrationsrisiko. Die zehn größten Positionen stehen inzwischen für fast 27 Prozent des gesamten Fondsvolumens.

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Bewertung am Limit

Der Kurs notiert aktuell um 188 US-Dollar und damit in direkter Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch. Diese Outperformance hat jedoch ihren Preis: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) des zugrunde liegenden Index nähert sich dem Wert von 24. Der Markt preist damit ein nahezu perfektes Szenario ein.

Im direkten Vergleich zu Produkten wie dem „Vanguard Total World“ (0,07 Prozent Gebühren) ist der iShares ETF mit 0,24 Prozent Kostenquote zwar teurer, punktet aber durch den bewussten Verzicht auf Schwellenländer (Emerging Markets). Diese Strategie reduzierte in der Vergangenheit die Volatilität, da geopolitische Risiken aus Regionen wie China ausgeblendet werden.

Ausblick: Währung und Zahlen entscheiden

Technisch fungiert der Bereich zwischen 188 und 190 US-Dollar als kurzfristiger Widerstand, während eine solide Unterstützung bei 175 US-Dollar liegt. Entscheidend für die weitere Entwicklung wird die kommende Berichtssaison der Tech-Riesen Ende Januar sein. Enttäuschen die Gewinne, droht aufgrund der hohen Bewertung eine Korrektur. Sollte der US-Dollar im ersten Quartal jedoch schwächeln, könnten die im Fonds enthaltenen Nicht-US-Werte als Puffer dienen und zusätzliche Währungsgewinne generieren.

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