Tesla Aktie: Mehrere Katalysatoren zünden

Tesla erlebt eine Neubewertung durch das KI-Projekt Macrohard, den bevorstehenden Produktionsstart des Robotaxis und eine Analysten-Hochstufung, trotz rückläufiger Finanzzahlen.

Kurz zusammengefasst:
  • Gemeinsames KI-Projekt Macrohard mit Musks xAI
  • Cybercab-Robotaxi startet Produktion im April 2026
  • Bank of America stuft Aktie auf Buy hoch
  • Umsatz und Gewinn 2025 deutlich gesunken

Tesla erlebt gerade eine bemerkenswerte Neubewertung. Innerhalb weniger Tage häuften sich Meldungen zu einem neuen KI-Projekt, zum Produktionsstart des Cybercab-Robotaxis und zu einer Analysten-Hochstufung – und das, nachdem die Aktie in den Vormonaten deutlich unter Druck gestanden hatte.

„Macrohard“: KI-Projekt mit Sprengkraft – und Kontroversen

Das meistdiskutierte Ereignis der Woche ist die Ankündigung des gemeinsamen KI-Projekts „Macrohard“ (auch „Digital Optimus“ genannt) von Tesla und Musks KI-Startup xAI. Das System kombiniert das Sprachmodell Grok von xAI als übergeordnete Steuerungsebene mit einem Tesla-eigenen KI-Agenten, der Bildschirminhalte in Echtzeit verarbeitet und Tastatur- sowie Mausaktionen ausführt. Ziel ist es, Funktionen ganzer Softwareunternehmen zu emulieren.

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Das Projekt ist Teil einer im Januar vereinbarten Investition von rund zwei Milliarden Dollar, mit der Tesla Anteile an xAI erworben hat. Technisch soll das System auf Teslas hauseigenem AI4-Chip laufen, ergänzt durch Nvidia-basierte Serverinfrastruktur von xAI.

Die Ankündigung ist jedoch nicht unumstritten. Sie widerspricht Musks eigenem Statement vom September 2024, Tesla habe „keine Notwendigkeit, irgendetwas von xAI zu lizenzieren.“ Gleichzeitig läuft seit Juni 2024 eine Aktionärsklage vor dem Delaware Chancery Court. Der klagende Cleveland Bakers and Teamsters Pension Fund wirft Musk vor, KI-Talente, Nvidia-GPUs und strategische Ressourcen von Tesla zu xAI umgeleitet zu haben – zu seinem persönlichen Vorteil.

Cybercab und Regulierung: Zwei weitere Baustellen

Parallel dazu rückt der Cybercab-Robotaxi näher an die Serienproduktion heran. Laut Musk soll die Fertigung im April 2026 im Gigafactory Texas anlaufen. Aktuelle Aufnahmen zeigen bereits mehr als 30 Fahrzeuge auf dem Werksgelände. Das Fahrzeug – ein Zweisitzer ohne Lenkrad und Pedale, mit Schmetterflingstüren und induktivem Laden – soll für unter 30.000 Dollar an Endkunden verkauft werden.

Ebenfalls relevant: Tesla hat fristgerecht vor dem 9. März die geforderten Fahrdaten bei der US-Verkehrsbehörde NHTSA eingereicht. Das Ergebnis dieser Prüfung ist offen, könnte aber die Glaubwürdigkeit des autonomen Fahrens in den USA maßgeblich beeinflussen. Für Europa peilt Tesla die Zulassung des überwachten FSD-Systems bis Mitte 2026 an.

Zahlen zeigen ein gespaltenes Bild

Teslas Finanzkennzahlen für 2025 spiegeln die Herausforderungen wider: Der Umsatz sank auf 94,8 Milliarden Dollar, der Gewinn brach um fast 47 Prozent ein. Die Auslieferungen fielen auf 1,63 Millionen Fahrzeuge – ein Rückgang von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Dem stehen positive Entwicklungen gegenüber: Die Zahl der aktiven FSD-Nutzer wuchs um 38 Prozent auf 1,1 Millionen. Der Bereich Energieerzeugung und -speicherung legte um 27 Prozent auf 12,8 Milliarden Dollar zu. Und aus China kommen ermutigende Signale: Die Großhandelsverkäufe aus dem Gigafactory Shanghai stiegen im Februar um 91 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Analystengemeinschaft ist gespalten. Bank of America stufte die Aktie auf „Buy“ hoch mit einem Kursziel von 460 Dollar. Barclays bleibt neutral, BNP Paribas hält an einer Verkaufsempfehlung mit Kursziel 280 Dollar fest – was einem Abwärtspotenzial von rund 30 Prozent entspräche. JPMorgan hatte zuletzt ein Kursziel von 145 Dollar ausgegeben.

Für 2026 plant Tesla Investitionen von mehr als 20 Milliarden Dollar in KI, Robotik und Halbleiterinfrastruktur. Ob die Kombination aus Cybercab-Hochlauf, Macrohard-Projekt und regulatorischen Fortschritten ausreicht, um die ambitionierte Bewertung zu rechtfertigen, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.

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