CATL macht ernst: Der chinesische Batterie-Weltmarktführer sichert sich mit einem europäischen Großprojekt über 10 Gigawattstunden strategische Absatzmärkte – und präsentiert zeitgleich eine neue Batteriegeneration für Schwerlastverkehr. Beide Züge zielen auf dieselbe Schwachstelle der Konkurrenz: Verfügbarkeit und Lebensdauer.
Europa-Allianz mit britischem Kapital
Am 2. Februar wurde bekannt, dass CATL eine Absichtserklärung mit dem britischen Vermögensverwalter Schroders Greencoat und der Private-Equity-Gesellschaft Lochpine Capital unterzeichnet hat. Gemeinsam wollen die Partner eine Plattform für großskalige Batteriespeichersysteme (BESS) in Europa entwickeln und betreiben.
Das Zielvolumen: bis zu 10 Gigawattstunden Speicherkapazität. CATL übernimmt dabei die Rolle des Hauptlieferanten für die Batterietechnologie. Der Deal wurde während des Staatsbesuchs des britischen Premierministers Keir Starmer in Peking unterzeichnet – ein Signal für eine mögliche Stabilisierung der sino-britischen Wirtschaftsbeziehungen. Für CATL bedeutet die Kooperation direkten Zugang zu europäischen Infrastrukturprojekten über einen Partner, der bereits über 7,7 Gigawatt an erneuerbaren Energieanlagen verwaltet.
5C-Technologie für Dauerbetrieb
Parallel dazu stellte CATL am selben Tag seine neue „5C“-Schnellladebatterie vor. Die Zielgruppe: Schwerlast-Lkw und Taxiflotten mit hohen Laufleistungen.
Die technischen Eckdaten laut Herstellerangaben:
- Lebensdauer: rund 1,8 Millionen Kilometer
- Ladezyklen: ca. 3.000 bei mindestens 80 Prozent Restkapazität
- Extrembelastung: 1.400 Zyklen bei 60°C Betriebstemperatur
- Ladegeschwindigkeit: theoretisch volle Ladung in 12 Minuten
Ermöglicht wird die Leistung durch ein dichteres Kathodenmaterial, einen selbstheilenden Elektrolyten und eine temperaturreaktive Separatorbeschichtung. Das Versprechen: niedrigere Gesamtbetriebskosten durch längere Nutzungsdauer und kürzere Standzeiten.
Gegenzug zu Tesla
Die Doppelstrategie kommt nicht zufällig. Tesla, ein Hauptkonkurrent im BESS-Segment, meldete für 2025 zwar Rekordauslieferungen von 46,7 Gigawattstunden Speichersystemen – ein Plus von 29 Prozent zum Vorjahr. Gleichzeitig warnte der Konzern jedoch vor Margendruck für 2026 durch Preiskampf und politische Unsicherheiten.
CATL kontert mit langfristiger Nachfragesicherung: Die 10-Gigawattstunden-Pipeline in Europa ist durch institutionelles Kapital abgesichert. Die 5C-Batterie adressiert gleichzeitig das zentrale Kaufargument gewerblicher Flottenbetreiber – die Gesamtkosten über die Nutzungsdauer.
Damit verschärft sich der Wettbewerb an zwei Fronten: bei der Infrastruktur-Skalierung und bei der Technologie für Hochfrequenz-Anwendungen.
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