Für Kraft Heinz bahnt sich eine Zäsur an. Jahrelang fungierte Berkshire Hathaway als stabiler Ankerinvestor, doch unter der neuen Führung von Greg Abel scheint diese Ära abrupt zu enden. Ein eingereichter Prospekt ermöglicht den Verkauf des riesigen Aktienpakets und sorgt an der Wall Street für erhebliche Nervosität bezüglich der Zukunft des Lebensmittelriesen.
Das Ende einer Ära?
Das dominierende Thema am Markt ist der potenzielle Ausstieg des größten Anteilseigners. Berkshire Hathaway, das etwa 27,5 Prozent an Kraft Heinz hält, hat die regulatorischen Weichen gestellt, um sich von bis zu 325,4 Millionen Aktien zu trennen. Marktbeobachter werten diesen Schritt als erste signifikante Portfolio-Bereinigung durch Greg Abel, der am 1. Januar 2026 die Nachfolge von Warren Buffett angetreten hat.
Berichten zufolge unterzieht Abel das 309 Milliarden Dollar schwere Aktienportfolio des Konglomerats einer strengen Prüfung. Die Unzufriedenheit mit der Performance von Kraft Heinz und der geplanten Unternehmensaufspaltung scheint nun in konkrete Verkaufsabsichten zu münden. Für die Aktie bedeutet dies einen massiven „Overhang“: Die Aussicht, dass eine derart große Menge an Papieren auf den Markt gespült werden könnte, deckelt jegliche Erholungsversuche und drückt den Kurs in die Nähe des 52-Wochen-Tiefs von 20,54 US-Dollar.
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Analysten reagieren mit Herabstufungen
Die Reaktion der Experten folgte prompt und fiel deutlich negativ aus. Exane BNP Paribas stufte die Aktie auf „Strong Sell“ herab, während JPMorgan das Kursziel senkte. Daten zeigen, dass die Stimmung gekippt ist: Mittlerweile stehen 77,3 Prozent der Analystenratings auf „Verkaufen“, während nur noch eine Minderheit zum Einstieg rät.
Anleger stehen nun vor einem Dilemma. Zwar lockt rechnerisch eine hohe Dividendenrendite von über 7 Prozent, doch das Risiko einer „Value Trap“ – einer günstigen Bewertung, die weiter fällt – ist durch die Verkaufsabsichten des Großaktionärs gestiegen. Der aktuelle Kurs von 22,45 US-Dollar spiegelt diese Skepsis wider; auf Jahressicht steht ein Minus von knapp 20 Prozent zu Buche.
Warten auf die Umsetzung
Die weitere Entwicklung hängt nun maßgeblich von der Art und Weise ab, wie Berkshire Hathaway den Ausstieg vollzieht. Solange unklar ist, ob die Anteile über ein Secondary Offering oder schrittweise über den offenen Markt verkauft werden, bleibt die Unsicherheit hoch. Technisch gilt der Bereich um 22,00 US-Dollar als wichtige Unterstützung. Ein nachhaltiger Rutsch unter diese Marke könnte automatische Verkaufsprogramme auslösen und den Abwärtsdruck weiter verstärken.
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