Saudi-Arabien ordnet seine Gaming-Beteiligungen neu – und Take-Two steht dabei plötzlich wieder im Mittelpunkt. Denn der Staatsfonds PIF hat seinen großen Anteil nicht verkauft, sondern intern verschoben. Gleichzeitig bleibt die Aktie nach den jüngsten Quartalszahlen volatil, obwohl das Management den Ausblick angehoben hat.
PIF verschiebt Anteil – kein Ausstieg
Laut einer am Dienstag veröffentlichten Pflichtmitteilung (17. Februar) hat der saudi-arabische Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) seine Beteiligung an Take-Two Interactive an die eigene Gaming-Tochter Savvy Games Group übertragen. Es geht um rund 11 Millionen Aktien im Wert von knapp 3 Milliarden US-Dollar – zuvor war der PIF damit der zweitgrößte Anteilseigner.
Wichtig: Das wird als interne Umstrukturierung beschrieben, nicht als Abbau der Position. Savvy fungiert als Investmentvehikel für Gaming- und E-Sports-Engagements. Mit dem Transfer bündelt Saudi-Arabien seine Gaming-Assets stärker unter einem Dach.
Teil einer größeren Gaming-Neuordnung
Der Schritt passt zu einer bereits im Januar angekündigten Maßnahme: Der PIF will gamingbezogene Aktienpakete im Umfang von rund 12 Milliarden US-Dollar in Richtung Savvy verschieben. Dazu zählen laut Bericht auch Beteiligungen an Nintendo und Bandai Namco. Nach Abschluss der Umstrukturierung soll Savvy zudem jeweils rund 10% an mehreren Publishern halten – darunter Koei Tecmo, NCSoft, Nexon und Square Enix.
Zusätzlich berichtet Reuters, dass der PIF und andere Investoren die Übernahme von Take-Two-Konkurrent Electronic Arts in einem 55-Milliarden-Dollar-Deal vereinbart hätten. Das unterstreicht, wie konsequent Saudi-Arabien den Gaming-Sektor strategisch ausbaut.
Zahlen besser, Aktie nervös
Operativ kam zuletzt ein gemischtes Bild: Im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2026 meldete Take-Two 1,699 Milliarden US-Dollar Umsatz. Der Nettoverlust verringerte sich auf 92,9 Millionen US-Dollar, während die „Net Bookings“ um 28% auf 1,76 Milliarden US-Dollar stiegen.
Trotz weiterhin roter Zahlen hob das Management die Prognose für das Gesamtjahr an:
– Umsatzprognose FY2026: 6,55 bis 6,60 Mrd. USD
– Erwarteter Nettoverlust FY2026: 338 bis 369 Mio. USD
Was steckt dahinter? Der angehobene Ausblick wird mit einer besseren Umsetzung über Konsole, PC und Mobile begründet – also mehr Schwung im Geschäft, aber noch keine Profitabilität.
Am Markt zeigt sich trotzdem Zurückhaltung: Auf Basis der bereitgestellten Kursdaten liegt die Aktie in den letzten 30 Tagen rund 18,6% im Minus (Schlusskurs heute: 195,42 USD). Der Titel wirkt damit weiterhin angeschlagen, auch wenn der fundamentale Ausblick etwas freundlicher geworden ist.
Der nächste Fixpunkt: November 2026
Ein zentraler Stimmungstreiber bleibt der geplante Launch von „Grand Theft Auto VI“ im November 2026. In diesem Licht wirkt auch die PIF-Umstrukturierung: Sie signalisiert vor allem organisatorische Bündelung – nicht zwingend eine neue Bewertung der Take-Two-Story. Entscheidend dürfte kurzfristig sein, ob Take-Two die höhere Jahresprognose bestätigt und den Pfad in Richtung geringerer Verluste im Geschäftsjahr 2026 weiter einhalten kann.
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