Eli Lilly hat vor der erwarteten FDA-Entscheidung über seine orale Abnehmpille Orforglipron ein Lager von 1,5 Milliarden Dollar aufgebaut. Der Pharmakonzern aus Indianapolis will die Versorgungsengpässe vermeiden, die frühere GLP-1-Starts begleiteten. Die Zulassungsbehörde soll am 10. April entscheiden.
Lagerbestand fast verdreifacht
Laut aktueller Wertpapiermeldung hat Eli Lilly den Pre-Launch-Bestand für Orforglipron im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdreifacht. 2025 lag der Wert noch bei rund 550 Millionen Dollar, wie Reuters berichtet.
Das Unternehmen plant einen simultanen Launch in mehreren Ländern, sobald die US-Zulassung vorliegt. Die FDA hatte die Prüfung durch einen Commissioner’s National Priority Voucher beschleunigt – trotzdem verschob sie das ursprüngliche Entscheidungsdatum auf April.
Normalerweise dauern FDA-Prüfungen für neue Medikamente 10 bis 12 Monate. Mit dem Priority Voucher verkürzt sich dies auf ein bis zwei Monate. Der US-Start ist für das zweite Quartal 2026 geplant, international soll Orforglipron ab 2027 verfügbar sein.
Novo Nordisk prescht vor
Der dänische Konkurrent Novo Nordisk hat seine orale Wegovy-Version bereits im Januar in den USA gelauncht. Laut IQVIA-Daten überschritten die Verschreibungen in der zweiten vollen Woche nach Start die Marke von 26.000.
Eli Lilly wertet das starke Interesse an oralen Alternativen als Bestätigung für das Marktpotenzial. Anders als die etablierten Spritzen versprechen Tabletten eine einfachere Anwendung – ein entscheidender Vorteil für viele Patienten.
Starke Zahlen stützen Strategie
Die Milliardeninvestition in Lagerbestände folgt auf überzeugende Quartalszahlen vom 4. Februar:
- Q4-Gewinn je Aktie: 7,54 Dollar (Konsensschätzung: 7,48 Dollar)
- Q4-Umsatz: 19,29 Milliarden Dollar (Schätzung: 17,85 Milliarden Dollar)
- Umsatzwachstum: +42,6% im Jahresvergleich
Für 2026 prognostiziert Eli Lilly Erlöse zwischen 80 und 83 Milliarden Dollar sowie einen bereinigten Gewinn je Aktie von 33,50 bis 35,00 Dollar – über den Analystenschätzungen.
Parallel verstärkt der Konzern seine Produktionskapazitäten. Ein neues Werk in Huntsville, Alabama, erhielt die lokale Genehmigung – Investitionsvolumen: 6 Milliarden Dollar. Zudem übernahm Eli Lilly Orna Therapeutics zur Ausweitung der RNA-Plattform.
Die Quartalsdividende stieg von 1,50 auf 1,73 Dollar je Aktie, was einer Jahresausschüttung von 6,92 Dollar entspricht.
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