Valneva hat Mitte Februar vorläufige Zahlen für 2025 vorgelegt – und die Anleger interessiert das kaum. Stattdessen richtet sich der Blick auf ein einziges Ereignis: die Phase-3-Daten zum Lyme-Borreliose-Impfstoff VLA15, die im ersten Halbjahr 2026 erwartet werden. Dieser Kandidat, entwickelt gemeinsam mit Pfizer, könnte zum Game Changer werden. Denn bislang existiert weltweit kein zugelassener Impfstoff gegen die von Zecken übertragene Krankheit.
Zahlen zeigen Licht und Schatten
Die Gesamterlöse 2025 erreichten 174,7 Millionen Euro, ein Plus gegenüber den 169,6 Millionen Euro des Vorjahres. Die Produktumsätze lagen bei 157,9 Millionen Euro. Bereinigt um rückläufige Drittanbieterverkäufe wuchsen die eigenen Produktumsätze um 9 Prozent auf vergleichbarer Wechselkursbasis.
Weniger erfreulich: Die liquiden Mittel sanken deutlich von 168,3 Millionen Euro Ende 2024 auf 109,7 Millionen Euro zum Jahresende 2025. Das Management verwies auf eine verbesserte finanzielle Flexibilität nach erfolgreicher Schuldenrefinanzierung. Die Zahlen sind vorläufig und ungeprüft, die endgültigen Ergebnisse folgen im März.
Ausblick verweist auf Pipeline
Für 2026 plant Valneva mit Gesamterlösen zwischen 155 und 170 Millionen Euro bei Produktumsätzen von 145 bis 160 Millionen Euro. Der niedrigere Rahmen reflektiert das planmäßige Auslaufen der Drittanbieterverkäufe. Die eigenen kommerziellen Marken sollen dagegen weiter wachsen.
Doch die Umsatzprognose ist Nebensache. Der zentrale Katalysator sind die erwarteten VALOR-Studiendaten zu VLA15 im ersten Halbjahr. Fallen diese positiv aus, will Pfizer noch 2026 die Zulassungsanträge in den USA und Europa einreichen. Valneva bezeichnet VLA15 als den einzigen Lyme-Impfstoffkandidaten in fortgeschrittener klinischer Entwicklung.
Zusätzlich stehen erste Phase-2-Daten zum Shigella-Impfstoffkandidaten S4V2 an. Eine Entscheidung über die weitere Entwicklung wird in der zweiten Jahreshälfte erwartet.
Aktie: Konsolidierung nach Rally
Nach einer starken Februar-Rally hat die Valneva-Aktie zuletzt etwas nachgegeben. Auf Wochensicht bewegte sich der Kurs seitwärts, während seit Jahresbeginn ein Plus von über 20 Prozent zu Buche steht. Der Rücksetzer erfolgte ohne neue unternehmensspezifische Nachrichten und wirkt nach den schnellen Gewinnen wie eine technische Verschnaufpause.
CEO Thomas Lingelbach wurde vom Verwaltungsrat um weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Valneva zog den Chikungunya-Impfstoff IXCHIQ aus dem US-Markt zurück, hält aber an der internationalen Strategie fest.
Die nächsten Quartalszahlen werden am 7. Mai erwartet. Bis dahin dürfte ein Termin alle anderen überlagern: die Veröffentlichung der VLA15-Daten, die über die mittelfristige Zukunft des Unternehmens entscheiden könnten.
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