OMV Aktie: Dividende treibt

Der Energiekonzern OMV schlägt eine hohe Dividende vor und koppelt die künftige Ausschüttung an den Cashflow. Gleichzeitig treibt er den strategischen Umbau Richtung Chemie und Nachhaltigkeit voran.

Kurz zusammengefasst:
  • Dividendenvorschlag von 4,40 Euro je Aktie für 2025
  • Neue Ausschüttungsformel ab 2026 mit Fokus auf Cashflow
  • Chemiesparte legt operatives Ergebnis um 71% zu
  • Strategie 2030 mit Investitionen von 2,8 Mrd. Euro jährlich

OMV setzt weiter auf Ausschüttung – und genau das kommt am Markt an. Trotz rückläufigem operativem Ergebnis im Gesamtjahr 2025 hält der Konzern an einer üppigen Dividende fest und liefert zugleich einen konkreten Fahrplan für den Umbau Richtung Chemie und Nachhaltigkeit. Kann OMV diese Balance aus Transformation und Ausschüttung auch 2026 durchhalten?

Zahlen stützen die Story – trotz Gegenwind

Die Jahreszahlen 2025 fielen besser aus als erwartet: Das bereinigte Nettoergebnis lag bei 1,94 Mrd. Euro und damit 2,6% über dem Analystenkonsens. Gleichzeitig zeigt der Blick auf die operative Entwicklung, warum Anleger genau hinschauen: Das bereinigte operative Ergebnis ging auf rund 4,6 Mrd. Euro zurück, etwa 10% weniger als im Vorjahr.

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Unter dem Strich wirkt die Botschaft klar: Das Umfeld war anspruchsvoll, aber die Ertragskraft reicht offenbar aus, um die Ausschüttungspolitik zu stützen.

Chemie stark, Energie schwächer

In den Segmenten zeigte sich 2025 ein geteiltes Bild. Die Chemie-Sparte legte beim operativen Ergebnis deutlich zu: +71% auf 784 Mio. Euro. Treiber waren laut Vorlage die Neubewertung der Borealis-Gruppe sowie bessere Olefin-Margen.

Das Energiesegment hingegen gab nach: -29% auf 2,7 Mrd. Euro. Hier belasteten vor allem niedrigere Ölpreise und negative Markteffekte. Genau diese Abhängigkeit erklärt, warum OMV den strategischen Schwerpunkt weiter Richtung Chemie verschiebt.

Dividendenfokus und neue Formel ab 2026

Ein zentraler Kurstreiber ist der Dividendenvorschlag: Für 2025 stehen 4,40 Euro je Aktie im Raum. Die finale Entscheidung fällt auf der Hauptversammlung am 27. Mai 2026.

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Wichtig für die kommenden Jahre: Ab 2026 stellt OMV den Mechanismus um. Künftig sollen 50% der Dividenden aus der Beteiligung an Borouge Group International (BGI) plus 20 bis 30% des operativen Cashflows (ohne BGI-Dividenden) ausgeschüttet werden. Damit wird die Ausschüttung stärker an Cashflow-Bausteine gekoppelt – und indirekt auch an die geplante Chemie-Architektur rund um BGI.

An der Börse spiegelt sich der Rückenwind bereits wider: Mit 55,45 Euro notiert die Aktie heute nahe am 52-Wochen-Hoch von 55,80 Euro (Abstand -0,63%). Über 12 Monate steht ein Plus von 31,84% zu Buche.

Strategie 2030: Umbau mit Investitionsdruck

OMV plant bis 2030 jährliche Investitionen von rund 2,8 Mrd. Euro, mit Fokus auf Chemie-Ausbau und Projekte wie grünen Wasserstoff. Als Zielmarke nennt der Konzern in der Strategie 2030 ein bereinigtes operatives Ergebnis von über 6,5 Mrd. Euro.

Ein Schlüsselbaustein ist die Finalisierung der BGI-Transaktion im ersten Quartal 2026. Zudem nennt OMV zwei Großprojekte: Neptun Deep (erste Gasförderung für 2027 erwartet) und eine grüne Wasserstoff-Anlage. Für Letztere wurde im Januar 2026 eine Förderung von 123 Mio. Euro gesichert; das Gemeinschaftsprojekt mit Masdar soll 140 Megawatt erreichen.

Für 2026 hat OMV außerdem einen Ausblick mit einem angenommenen Brent-Preis von rund 65 US-Dollar je Barrel skizziert. Geplant sind organische Investitionen von rund 3,2 Mrd. Euro, die Produktion soll knapp unter 300.000 Barrel Öläquivalent pro Tag bleiben.

Der nächste konkrete Termin für neue Einblicke ist das Trading Update zum ersten Quartal am 9. April 2026 – dort wird sich zeigen, wie stabil Cashflow und operatives Umfeld in das Jahr gestartet sind, während gleichzeitig die Transformationsprojekte weiterlaufen.

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