Puma hat für 2026 eine ungewöhnlich offene Prognose veröffentlicht: Das operative Ergebnis soll zwischen minus 50 und minus 150 Millionen Euro liegen. Kein Wachstumsversprechen, kein Dividendenversprechen — stattdessen ein klares Bekenntnis zur Restrukturierung.
Das Geschäftsjahr 2025 hinterließ deutliche Spuren. Einmalbelastungen und strategische Umbauten führten zu einem Nettoverlust, die Dividende wurde gestrichen. Doch das Management unter CEO Arthur Hoeld präsentiert 2026 nicht als Krisenjahr, sondern als bewusst gesteuerte Übergangsphase — mit konkreten Zielen.
Lagerabbau schneller als geplant
Ein zentrales Signal kommt aus dem Lagerbestand: Der Abbau der Überbestände läuft schneller als ursprünglich erwartet. Das ist relevant, weil hohe Lagerbestände Puma zuletzt zu Rabattaktionen zwangen — mit spürbarem Druck auf die Margen. Bis Jahresende soll ein normalisiertes Niveau erreicht sein. Parallel erwartet das Management eine deutliche Verbesserung der Bruttomarge gegenüber dem Vorjahr, trotz des weiterhin negativen EBIT.
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Gleichzeitig treibt Hoeld den Ausbau des Direct-to-Consumer-Geschäfts voran. Weniger Abhängigkeit vom Großhandel bedeutet mehr Kontrolle über Preise und Markendarstellung — ein Hebel, den Wettbewerber wie Nike und Adidas bereits früher gezogen haben.
Neue Aktionäre erhöhen den Druck
Auch die Aktionärsstruktur hat sich verändert. Mit der Frasers Group und Anta Sports sind zwei strategisch denkende Investoren stärker eingestiegen. Anta Sports spielt zudem eine direkte Rolle im chinesischen Markt, wo eine neue Partnerschaft kurzfristig Verwerfungen erzeugt, langfristig aber Zugang sichern soll.
Am Kapitalmarkt wird der operative Tiefpunkt mehrheitlich als erreicht eingestuft. Die Gewinnschwelle peilt das Management für 2027 an — vorausgesetzt, Lagerabbau und DTC-Ausbau greifen wie geplant. Mit einem RSI von 73 und einem Kurs rund 13 Prozent unterhalb des 52-Wochen-Hochs von 24,77 Euro spiegelt die Aktie eine vorsichtige Aufhellung wider, die noch unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 22,45 Euro notiert. Der Turnaround ist eingepreist — geliefert werden muss er noch.
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