Der Start des Runes-Protokolls am 21. April 2024 – einen Tag nach dem vierten Bitcoin-Halving – wurde von vielen als Meilenstein für die Bitcoin-Blockchain gefeiert. Entwickelt von Casey Rodarmor, sollte es die Erstellung fungibler Token direkt auf Bitcoin ermöglichen und dabei effizienter arbeiten als der ältere BRC-20-Standard. Doch die anfängliche Euphorie wich schnell der Ernüchterung.
Vom Rekord in die Bedeutungslosigkeit
Die ersten Tage nach dem Launch sahen spektakulär aus. Am 23. April 2024 entfielen rund 81 Prozent aller Bitcoin-Transaktionen auf Runes. Miner verdienten allein am Halving-Wochenende über 62 Millionen Dollar durch Runes-Transaktionen. In der ersten Woche wurden mehr als 40.000 Runes erstellt und über drei Millionen Transaktionen durchgeführt.
Doch bereits im Mai 2024 brach die Aktivität massiv ein. Sämtliche Kennzahlen – Gebühren, neue Runes, Nutzeraktivität – sanken um mehr als 50 Prozent. Bis Anfang September 2024 machten Runes-Transaktionen nur noch 3,2 Prozent des Bitcoin-Netzwerks aus. Die hohen Kosten und die Komplexität schreckten Nutzer ab. Der DeFi-Forscher Ignas hatte bereits vor dem Launch gewarnt, dass die Begeisterung schnell verfliegen könnte, da Runes zunächst hauptsächlich wie Memecoins gehandelt würden – und genau so kam es.
Erholung dank Memecoin-Hype
Inzwischen hat sich die Situation allerdings gewandelt. Laut einer Mitteilung von C2 Blockchain vom 20. Februar 2026 entfallen mittlerweile rund 69,5 Prozent aller Bitcoin-Transaktionen auf das Runes-Protokoll. Verantwortlich dafür ist hauptsächlich der Token DOG•GO•TO•THE•MOON, der etwa 86,8 Prozent des gesamten Bitcoin-basierten Memecoin-Volumens ausmacht. C2 Blockchain selbst hält über 680 Millionen DOG-Token in seiner Treasury.
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Die Erholung des Protokolls ist also weniger technischen Innovationen als vielmehr spekulativem Memecoin-Handel geschuldet – genau das Szenario, das Kritiker von Anfang an befürchtet hatten.
AMM-Upgrade: Durchbruch oder Strohfeuer?
Am 19. März 2025 stellte Rodarmor das sogenannte „Agents“-Upgrade vor, das Automated Market Makers direkt auf der Bitcoin-Blockchain ermöglichen soll. Das System nutzt „Interactive Transaction Construction“, um Market-Makern das Bereitstellen von Liquidität ohne zentrale Gegenpartei zu ermöglichen. Rodarmor räumte allerdings ein, dass der Durchsatz eines AMM auf Bitcoin aufgrund der begrenzten Blockgröße eingeschränkt bleibe.
Franklin Templeton Digital Assets hatte zum Launch große Potenziale für das Protokoll gesehen und ihm zugetraut, die Lücke zwischen Bitcoin und anderen Blockchains im Bereich fungibler digitaler Vermögenswerte zu schließen. Nach fast zwei Jahren zeigt sich jedoch: Runes hat sich zwar als dominanter Token-Standard auf Bitcoin etabliert und den BRC-20-Standard verdrängt. Die Nutzung bleibt aber stark von spekulativer Memecoin-Aktivität geprägt. Ob das Agents-Upgrade das Ökosystem in Richtung produktiver DeFi-Anwendungen verschieben kann, ist mehr als fraglich.
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