Taiwan Semiconductor Manufacturing Company erlebte eine heftige Kursachterbahn: Nach einem Einbruch um 5,5 Prozent am Montag folgte am Mittwoch eine deutliche Erholung. Auslöser war keine unternehmensspezifische Nachricht, sondern eine Welle defensiver Positionierung im gesamten Markt. Derweil rückt ein wichtiger Termin in den Fokus: Am 10. März veröffentlicht TSMC die Umsatzzahlen für Februar 2026.
Volatilität ohne erkennbaren Anlass
Der Kursrutsch vom 3. März traf TSMC inmitten eines breiten Ausverkaufs bei Chip- und KI-Aktien. Geopolitische Spannungen zwischen den USA und Iran lösten eine risikoscheue Stimmung aus, die besonders Technologiewerte belastete. Dabei hatte die Aktie Ende Februar noch in der Nähe von Rekordhochs notiert.
Am Mittwoch drehte das Bild: TSMC legte 1,4 Prozent zu und handelte zeitweise bei 361,09 Dollar. Das Handelsvolumen lag mit knapp 12 Millionen Aktien deutlich unter dem Durchschnitt von rund 14 Millionen Titeln.
Institutionelle Umschichtungen im vierten Quartal
Während der jüngsten Kursschwankungen wurde bekannt, wie sich große Investoren im Schlussquartal 2025 positioniert hatten. FMR LLC reduzierte seinen Anteil um 16,5 Prozent und verkaufte Aktien im Wert von etwa 3,66 Milliarden Dollar. Massachusetts Financial Services verringerte seine Position um 35,6 Prozent, Goldman Sachs um 30,2 Prozent. Macquarie Group zog sich komplett zurück.
Nicht alle bewegten sich in dieselbe Richtung: Point72 Asset Management stockte seine Beteiligung um 157,1 Prozent auf und erwarb zusätzliche Aktien im Wert von rund 866 Millionen Dollar. Auch prominente Manager wie Cathie Wood und Stanley Druckenmiller trennten sich zuletzt von TSMC-Positionen – Verkäufe, die kurzfristig zusätzlichen Druck erzeugen können.
Rekord-Geschäftsjahr 2025
Die Fundamentaldaten sprechen eine andere Sprache. TSMC schloss das Geschäftsjahr 2025 mit Rekorderlösen von 122,42 Milliarden Dollar und einem Nettogewinn von 55,22 Milliarden Dollar ab. Die Bruttomarge erreichte 62,3 Prozent. High-Performance Computing macht mittlerweile 58 Prozent der Erlöse aus – ein direktes Spiegelbild der wachsenden Bedeutung für den KI-Ausbau.
Im vierten Quartal allein erzielte der Chipkonzern Umsätze von 33,73 Milliarden Dollar, ein Plus von 25,5 Prozent im Jahresvergleich. Die Bruttomarge kletterte sequenziell um 2,8 Prozentpunkte auf 62,3 Prozent, die operative Marge um 3,4 Punkte auf 54 Prozent. Fortschrittliche Technologien – 7 Nanometer und kleiner – steuerten 77 Prozent der Wafer-Erlöse bei.
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Milliarden für Kapazitätserweiterung
TSMC plant für 2026 Investitionen zwischen 52 und 56 Milliarden Dollar, wovon 70 bis 80 Prozent in fortschrittliche Prozesse fließen sollen. Der Rest entfällt auf Spezialanwendungen und Advanced Packaging.
In Arizona beschleunigt das Unternehmen den Bau: Die zweite Fabrik soll in der zweiten Jahreshälfte 2027 die kommerzielle Produktion aufnehmen. Die Bauarbeiten für eine dritte Anlage haben begonnen, eine vierte ist in Vorbereitung.
Für das erste Quartal 2026 rechnet das Management mit Umsätzen zwischen 34,6 und 35,8 Milliarden Dollar bei einer Bruttomarge von 63 bis 65 Prozent.
KI-Wachstum im Fokus
Den langfristigen Wachstumspfad definiert künstliche Intelligenz. CEO C.C. Wei hob im Rahmen der Quartalszahlen die Prognose an: Die Erlöse mit KI-Beschleunigern sollen von 2024 bis 2029 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate im mittleren bis hohen 50-Prozent-Bereich zulegen. Zuvor hatte TSMC mit einer Rate im mittleren 40-Prozent-Bereich gerechnet.
Im Jahr 2025 machten KI-Beschleuniger einen hohen einstelligen prozentualen Anteil am Gesamtumsatz aus, nach einem mittleren einstelligen Anteil 2024. Für 2026 erwartet TSMC ein Umsatzwachstum von rund 30 Prozent in US-Dollar.
Analystenstimmen und nächster Termin
Die Mehrheit der Analysten bleibt optimistisch. Der Konsens lautet „Kaufen“ mit einem medianen Kursziel von 405 Dollar. DA Davidson und Barclays setzen sogar auf 450 Dollar, während Bernstein mit 330 Dollar und TD Cowen mit 370 Dollar zurückhaltender agieren.
Am 10. März steht die Veröffentlichung der Februar-Umsätze an. Nachdem die Januar-Erlöse bereits um 37 Prozent gestiegen waren, dürfte dieser Datenpunkt von Investoren genau beobachtet werden – gerade nach der jüngsten Volatilität und vor dem Hintergrund der angehobenen Wachstumsprognose.
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